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Beweislastumkehr bei Ärztepfusch

Dies ist eine Diskussion zu Beweislastumkehr bei Ärztepfusch innerhalb des Forums Medizinrecht

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  #1 (permalink)  
Alt 28.03.2012, 15:15
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Question Beweislastumkehr bei Ärztepfusch

Guten Tag,

... der Nachweis das Schmerzen auf eine bestimmte Operation zurückzuführen ist scheint offiziell unmöglich.- Frage: gibt es
überhaupt Gerichtsprozesse bei denen die Nachweisführung hier
wenigstens einmal gelungen ist ?

b) Wieso gibt es nicht mittlerweile durch die Krankenkassen veranlasst Gutachter die als unparteiische Fachleute in Sachen Ursachenfeststellung entsprechend geschult werden ?

Die Beweislastumkehr ist so gesehen nicht die Lösung weil
damit ja nur der "schwarze Peter" verschoben wird. Eine ein-
deutige Sachverhaltsaufklärung scheint medizinisch in der Regel unmöglich, weshalb eigentlich ?!
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  #2 (permalink)  
Alt 28.03.2012, 19:31
V.I.P.
 
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AW: Beweislastumkehr bei Ärztepfusch

Zitat:
Zitat von helmes63 Beitrag anzeigen
... der Nachweis das Schmerzen auf eine bestimmte Operation zurückzuführen ist scheint offiziell unmöglich.
Er ist vor allem praktisch sehr schwierig.

Zitat:
- Frage: gibt es
überhaupt Gerichtsprozesse bei denen die Nachweisführung hier
wenigstens einmal gelungen ist ?
Sicher.

Zitat:
b) Wieso gibt es nicht mittlerweile durch die Krankenkassen veranlasst Gutachter die als unparteiische Fachleute in Sachen Ursachenfeststellung entsprechend geschult werden ?
Die gibt es doch.

Allerdings muß ein Gutachter, um die Qualität einer ärztlichen Maßnahme beurteilen zu können, logischerweise selber mindestens auch Arzt sein, und zwar auf dem jeweiligen Fachgebiet. Anders fehlt ihm ja zwangsläufig die fachliche Kompetenz, die Sache zu beurteilen.

In der Regel muß der Gutachter darüber hinaus sogar noch besondere Erfahrungen o.ä. auf dem jeweiligen Gebiet nachweisen.

Zitat:
Die Beweislastumkehr ist so gesehen nicht die Lösung weil
damit ja nur der "schwarze Peter" verschoben wird.
Bei einer Beweislastumkehr wird der Arzt auch nur das machen müssen, was er heute schon muß: darlegen, daß seine Behandlung nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt wurde.

Es gibt keine Anspruch des Patienten auf Erfolg der Behandlung (das ist auch schlicht unmöglich). Es gibt nur einen Anspruch darauf, daß der Arzt nach den Regeln der ärztlichen Kunst behandelt.

Zitat:
Eine eindeutige Sachverhaltsaufklärung scheint medizinisch in der Regel unmöglich, weshalb eigentlich ?!
Eine eindeutige Sachverhaltsaufklärung ist in der Medizin überhaupt kein Problem, dafür gibt es ja die ärztliche Dokumentation.
__________________
Was wiegt sechs Unzen, sitzt im Baum und ist äußerst gefährlich? - Ein Sperrling mit einem Maschinengewehr.
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  #3 (permalink)  
Alt 01.04.2012, 17:16
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AW: Beweislastumkehr bei Ärztepfusch

Zitat:
Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
Die gibt es doch.

Allerdings muß ein Gutachter, um die Qualität einer ärztlichen Maßnahme beurteilen zu können, logischerweise selber mindestens auch Arzt sein, und zwar auf dem jeweiligen Fachgebiet. Anders fehlt ihm ja zwangsläufig die fachliche Kompetenz, die Sache zu beurteilen.

In der Regel muß der Gutachter darüber hinaus sogar noch besondere Erfahrungen o.ä. auf dem jeweiligen Gebiet nachweisen.
Das stimmt so nicht. Es gibt durchaus auch nichtärztliche Gutachter, z.B. Augenoptikermeister als öbuv Sachverständige. Was deren Gutachten vor Gericht gegen einen Arzt wert ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

Zitat:
Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen

Es gibt keine Anspruch des Patienten auf Erfolg der Behandlung (das ist auch schlicht unmöglich). Es gibt nur einen Anspruch darauf, daß der Arzt nach den Regeln der ärztlichen Kunst behandelt.
....was er aber nicht getan hat, wenn ein Patient mit der von ihm verordneten Brille nicht optimal sieht, obwohl eine Optimierung möglich ist.

Zitat:
Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
Eine eindeutige Sachverhaltsaufklärung ist in der Medizin überhaupt kein Problem, dafür gibt es ja die ärztliche Dokumentation.
Sehr witzig.
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  #4 (permalink)  
Alt 02.04.2012, 01:54
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AW: Beweislastumkehr bei Ärztepfusch

Zitat:
Zitat von Morgan le Fay Beitrag anzeigen
Das stimmt so nicht. Es gibt durchaus auch nichtärztliche Gutachter, z.B. Augenoptikermeister als öbuv Sachverständige. Was deren Gutachten vor Gericht gegen einen Arzt wert ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt.
Der Augenoptiker kann maximal eine Aussage zum Sehvermögen des Patienten treffen. Zu ärztlichen Fragen wie der Notwendigkeit einer Behandlung oder der ordnungsgemäßen Durchführung der Behandlung wird er als Gutachter von keinem Gericht akzeptiert werden.

Zitat:
Zitat:
Zitat von TomRohwer
Es gibt keine Anspruch des Patienten auf Erfolg der Behandlung (das ist auch schlicht unmöglich). Es gibt nur einen Anspruch darauf, daß der Arzt nach den Regeln der ärztlichen Kunst behandelt.
....was er aber nicht getan hat, wenn ein Patient mit der von ihm verordneten Brille nicht optimal sieht, obwohl eine Optimierung möglich ist.
Das ist sicher richtig, allerdings steht im EP nirgendwo, daß es um eine Optimierung der Sehkraft oder überhaupt einen augenärztlichen Eingriff ging.

Zitat:
Zitat:
Zitat von TomRohwer
Eine eindeutige Sachverhaltsaufklärung ist in der Medizin überhaupt kein Problem, dafür gibt es ja die ärztliche Dokumentation.
Sehr witzig.
Überhaupt nicht.

Der Arzt kommt in böse Beweisnot, wenn seine Dokumentation nicht ordnungsgemäß und vollständig ist. Zu einer solchen Dokumentation ist er verpflichtet, und wenn er die nicht vorweisen kann, wird das Gericht im Zweifelsfall häufig dazu neigen, einen behaupteten ärztlichen Fehler anzunehmen.
__________________
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  #5 (permalink)  
Alt 02.04.2012, 13:47
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Question AW: Beweislastumkehr bei Ärztepfusch

Ist das Problem nicht noch komplexer : Wer will den die Richtigkeit der Pflegedokumentation beurteilen ?! Wenn hier eine Behandlung dazugedichtet ist kann das weder Patient noch GKV-Träger überhaupt beurteilen. Das ist das eigentliche Problem !
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  #6 (permalink)  
Alt 03.04.2012, 00:10
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AW: Beweislastumkehr bei Ärztepfusch

Zitat:
Zitat von helmes63 Beitrag anzeigen
Ist das Problem nicht noch komplexer : Wer will den die Richtigkeit der Pflegedokumentation beurteilen ?! Wenn hier eine Behandlung dazugedichtet ist kann das weder Patient noch GKV-Träger überhaupt beurteilen. Das ist das eigentliche Problem !
Wo kommt jetzt auf einmal die Pflegedokumentation her?

Auch von einer solchen war im EP nirgendwo die Rede...
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  #7 (permalink)  
Alt 03.04.2012, 10:55
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Exclamation AW: Beweislastumkehr bei Ärztepfusch

Im Prinzip ist der Hintergrund doch so : da Haftungsfälle bei Operationsfehlern sehr komplex sind müsste es doch auch seitens der Versicherung Gutachter geben die eine geeignete Sachverhaltsüberprüfung feststellen können ...

Durch das Problem der mangelhaften Neutralität gibt es aber den Horror von Gutachten und Gegengutachten : am schlimmsten sind aber das die ungeeigneten Methoden einen Sachverhalt objektiv zu überprüfen. Deshalb geht es am Ende immer um die Beweislastfrage. Mir ist kein Fall bekannt bei denen die Nachweisführung von Schmerzen und Behandlungsfehler nachprüfbar gelungen ist und ein Schadeneratz durch das Gericht erstritten wurde.
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