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[Roman]: Amokläufer schreibt Buch über sein Amoklauf, Veröffentlichung erlaubt?

Dies ist eine Diskussion zu [Roman]: Amokläufer schreibt Buch über sein Amoklauf, Veröffentlichung erlaubt? innerhalb des Forums Medienrecht und Presserecht

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  #1 (permalink)  
Alt 01.10.2009, 17:45
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Post [Roman]: Amokläufer schreibt Buch über sein Amoklauf, Veröffentlichung erlaubt?

Hallo, ich bräuchte etwas Nachhilfe in Medienrecht. Angenommen, jemand schreibt momentan ein Roman über eine Person die ein Amoklauf plant. Im allgeimein könnte man diese Person eher als Soziopathen als produzentuellen Amokläufer einstufen.

Mit dieser Tat will er beweisen, welche Moralischen Fehlleitung doch existieren und Mord nicht als falsch angesehen wird. Hierzu bediene ich mich vorallem von den Thesen von dem Ethiker Peter Singer, der kein Unterschied zwischen Mensch und Tier sieht. Anders als er, ist die Person aber im Roman auch der Meinung das Mord nicht schädlich wäre. (Aber ich komme vom Thema ab.)

Die Person schreibt ein Roman über die Planung des Amokslauf, sie wird immer in Duett in meinen Roman das tägliche geschehen erleben, bzw. dabei ein Amoklauf planen und ein Buch schreiben. Dieses Buch will die Person auf den Markt werfen an dem Tag des Amokslauf. Würde so ein Buch zugelassen werden, oder sofort verboten werden. Denn es enthält die genaue Planung und die Gefühle des Amokläufers. (Also das Buch das die Person in meinem Roman schreibt).

Desweiteren in wie fern müsste der Amokläufer auf Datenschutz achten, damit es erlaubt wird. Vornamen dürfte er in seinem Buch verwenden, oder?


PS. Bitte nicht über den Inhalt Buches hier reden. (In einem Philosophieforum wird dies schon gemacht) Mich interessiert nur ob das Buch des Amokläufers in dem Roman zugelassen werden würde.

mfg.
glorin
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  #2 (permalink)  
Alt 01.10.2009, 21:52
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AW: [Roman]: Amokläufer schreibt Buch über sein Amoklauf, Veröffentlichung erlaubt?

Nein, dies ist eine andere Frage, die nicht in den Urheberrecht gehört. Sie geht darum ob das Buch im Roman erlaubt werden würde. Das Urheberrecht spielt hierbei nur eine Untergeordnete Rolle.

Interessant ist doch die Frage in diesem Thread, ob in Deutschland und anderen Ländern die Verbreitung des Buches verboten werden würde.
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Alt 01.10.2009, 22:00
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AW: [Roman]: Amokläufer schreibt Buch über sein Amoklauf, Veröffentlichung erlaubt?

Stimmt, ich hatte nicht richtig gelesen.
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Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz.
Albert Einstein

Bitte nicht auf PNs reagieren, die unbürokratisch Hilfe bei BtM- und Führerscheinproblemen anbieten! Diese grundsätzlich dem Admin melden.
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  #4 (permalink)  
Alt 02.10.2009, 00:25
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AW: [Roman]: Amokläufer schreibt Buch über sein Amoklauf, Veröffentlichung erlaubt?

Zitat:
Zitat von glorin
eiben. Dieses Buch will die Person auf den Markt werfen an dem Tag des Amokslauf. Würde so ein Buch zugelassen werden, oder sofort verboten werden.
Auch ein Amokläufer oder ein Mörder hat das Recht auf freie Meinungsäußerung und kann den Schutz der Freiheit der Kunst in Anspruch nehmen.

Es gäbe keine Rechtsgrundlage, ein solches Buch generell zu verbieten.

Zitat:
Denn es enthält die genaue Planung und die Gefühle des Amokläufers. (Also das Buch das die Person in meinem Roman schreibt).
Wer sollte den Amokläufer daran hindern können, seine Gefühle mitzuteilen?

Zitat:
Desweiteren in wie fern müsste der Amokläufer auf Datenschutz achten, damit es erlaubt wird. Vornamen dürfte er in seinem Buch verwenden, oder?
"Datenschutz" gibt es in Bezug auf das Erheben und automatisierte Verarbeiten von persönlichen Daten. Das findet bei einem Buch so aber nicht statt. Ein Buch kann höchstens durch seinen Inhalt die Persönlichkeitsrechte von Personen verletzen.

Wenn das Buch von anderen realen Personen als dem Amokläufer handelt, dann sind natürlich deren Persönlichkeitsrechte zu beachten; die verbieten es aber keineswegs grundsätzlich, sie beim Namen zu nennen. Was geht und was nicht geht, hängt wie immer vom konkreten Einzelfall ab.
__________________
Es ist keinerlei Grund für die Annahme erkennbar, die Autoren der Verfassung hätten mit ihren Worten nicht das gemeint, was sie damit gesagt haben, sondern vielmehr das genaue Gegenteil davon.
(Der US-Supreme Court in seiner Entscheidung zu den "Pentagon Papers"; New York Times Co. vs. United States, 403 U.S. 713, 1971)
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  #5 (permalink)  
Alt 02.10.2009, 16:11
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AW: [Roman]: Amokläufer schreibt Buch über sein Amoklauf, Veröffentlichung erlaubt?

Danke schon einmal für die Antwort.

Mich würde nun nur noch interessieren, was verboten wäre zu schreiben und was erlaubt. (bezg. Datenschutz) Dürfte der Amokläufer Unterhaltungen von sich und der jeweiligen Person einfach in seinem Buch veröffentlichen. Machtkämpfe unter einander, mit wem er intim geworden ist. Oder wo liegt die Grenze.


@Humungus:

Wenn du eine Wertung zu dem Buch abgeben willst, oder Fragen hast. Ich empfange gerne PNs hierzu. Ich möchte nur den Thread mit ähnlichem nicht vollspammen lassen.



mfg.
glorin
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  #6 (permalink)  
Alt 03.10.2009, 18:33
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AW: [Roman]: Amokläufer schreibt Buch über sein Amoklauf, Veröffentlichung erlaubt?

Zitat:
Zitat von glorin
Mich würde nun nur noch interessieren, was verboten wäre zu schreiben und was erlaubt. (bezg. Datenschutz)
Wie gesagt: mit "Datenschutz" hat das nichts zu tun.

Zitat:
Dürfte der Amokläufer Unterhaltungen von sich und der jeweiligen Person einfach in seinem Buch veröffentlichen. Machtkämpfe unter einander, mit wem er intim geworden ist. Oder wo liegt die Grenze.
Kann man nicht pauschal beantworten, das kommt immer auf den konkreten Einzelfall an. Sowas plant und verwirklicht man ggf. unter Mitarbeit eines Anwalts für Medienrecht. Und der Verlag würde zweifellos dann noch mal seinen eigenen Juristen darauf ansetzen.
__________________
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  #7 (permalink)  
Alt 04.10.2009, 05:42
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AW: [Roman]: Amokläufer schreibt Buch über sein Amoklauf, Veröffentlichung erlaubt?

Zitat:
Dürfte der Amokläufer Unterhaltungen von sich und der jeweiligen Person einfach in seinem Buch veröffentlichen. Machtkämpfe unter einander, mit wem er intim geworden ist. Oder wo liegt die Grenze.
Die Grenze liegt haargenau da, wo die reale Person, von der Handlungen und Texte erwähnt werden, dies nicht will und ein Gericht ihr Recht gibt. Das ist da einmal passiert, einmal abgelehnt worden (für Frau Mama):
http://de.wikipedia.org/wiki/Esra_(Roman)

Gruß aus Berlin, Gerd
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  #8 (permalink)  
Alt 06.10.2009, 01:52
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AW: [Roman]: Amokläufer schreibt Buch über sein Amoklauf, Veröffentlichung erlaubt?

Zitat:
Zitat von Gerd aus Berlin
Die Grenze liegt haargenau da, wo die reale Person, von der Handlungen und Texte erwähnt werden, dies nicht will und ein Gericht ihr Recht gibt. Das ist da einmal passiert, einmal abgelehnt worden (für Frau Mama):
http://de.wikipedia.org/wiki/Esra_(Roman)
Der Fall ist überhaupt nicht vergleichbar, weil es sich bei einem Amoklauf um ein Ereignis der Zeitgeschichte handelt, das von hohem öffentlichen Interesse ist, während man das vom Beziehungs- und Sexualleben Maxim Billers dann letztlich doch nur sehr begrenzt behaupten kann...
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  #9 (permalink)  
Alt 06.10.2009, 09:14
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AW: [Roman]: Amokläufer schreibt Buch über sein Amoklauf, Veröffentlichung erlaubt?

Zitat:
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Sofern es sich bei dem Amokläufer um eine fiktive Person handelt, vestehe ich die Frage nicht. Oder handelt es sich gar nicht um einen Roman, sondern um eine Autobiografie.
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  #10 (permalink)  
Alt 07.10.2009, 20:02
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AW: [Roman]: Amokläufer schreibt Buch über sein Amoklauf, Veröffentlichung erlaubt?

Nein. Es handelt sich um ein Roman.
Doch der Amokläufer schreibt in dem Roman ein Buch. Und momentan muss ich abklären, was er in dem Buch schreiben darf, um sicher zustellen das das Buch des Amokläufers in dem Roman erlaubt würde.

(Der Amokläufer plant alles möglichst genau durch, somit auch ob dies erlaubt wäre, oder nicht. In meinem Roman sind alle Person natürlich fiktiv. Im Roman des Amokläufers kommen allerdings echte bekannte vor.)
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