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Prozesskostenhilfe + Immobilie + Neue Heirat + Neue Immobilie

Dies ist eine Diskussion zu Prozesskostenhilfe + Immobilie + Neue Heirat + Neue Immobilie innerhalb des Forums Kostenrecht

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Alt 29.10.2009, 11:02
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Prozesskostenhilfe + Immobilie + Neue Heirat + Neue Immobilie

Hallo liebe Internet-Gemeinde. Ich habe was ganz kompliziertes (IMHO) und hoffe auf einen guten Rat.

Stellen wir uns mal vor, ein Ehepaar lässt sich ein Häuschen bauen. Kredit: 230 TEuro. 2006 sagt dann die Frau, sie wolle die Scheidung. Daraufhin hat Sie die Scheidung beantragt und ist ausgezogen (zusammen mit Kind). Der Mann zahlt alleine die Zinsen + Tilgung, die kümmert sich nicht darum. Das Kindesunterhalt wird von dem Mann auch bezahlt. Um das alles finanzieren zu können und das Haus nicht zum jeden Preis verkaufen zu müssen und es endlich fertig zu stellen, macht er bei seinen Eltern ca. 10.000 Euro weitere Schulden.

Für die Scheidung hat Frau die Prozesskostenhilfe bewilligt bekommen, Mann auch. Die Scheidungskoszten liegen, sagen wir mal, bei ca. 18.000 Euro (ich nehme an, wg. des Hauses, auch wenn es komplett finanziert wurde und eigentlich nur Schulden verursachte).

2006 lernt der Mann eine neue Frau und heiratet die. Sagen wir mal, September 2009

Im Oktober 09 wurde das Haus endlich verkauft. Von dem Erlös hat die Frau 9.000 erhalten, Mann, nach Abzug der Schulden ca. 20.000 (Bevor einer aufschreit, die Frau hätte auch die Hälfte bekommen sollen: der Mann hat das Haus für sein Geld fertig gestellt, die Ex hat in den drei Jahren keinen Cent beigetragen).

Vor ca. einer Woche erhalten die Exe je ein Brief vom Amtsgericht, die wollen das mit PKH überprüfen. Ich vermute, dass sie alle 18.000,- Euro von den beiden zurückfordern werden.

Der Mann mit seiner Frau sind gerade dabei, eine billige Wohnung für sich zu kaufen (höchstens 50.000 Euro, noch mal so hohe Schulden will er nicht).

Soll er die Wohnung nun selbst kaufen, zu 50/50 mit seiner Frau oder ganz die Finger davon lassen, weil der Staat sein Geld so oder so holen wird? Das Paar will seine 20.000,- in die Wohnung reinstecken, 10.000,- hat seine Frau, und noch mal 20.000,- wollten die bei ihren Eltern pumpen. Wenn ER nachweist, dass ER noch 20.000,- an seine Eltern schulde, wollen die dann trotzdem die PKH zurück?

An dieser Stelle sei gesagt, dass ich schon dafür bin, in solchen Fällen das Geld zurückzuzahlen, es ist gerechtfertigt. Das einzige, was ich nicht verstehe und nicht einsehe sind die Kosten der Scheidung.
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