Dies ist eine Diskussion zu "Abwimmeln" von "Kunden" vor Ende der Öffnungszeit im Rathaus innerhalb des Forums Kommunalrecht
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| AW: "Abwimmeln" von "Kunden" vor Ende der Öffnungszeit im Rathaus Zitat:
Zitat:
Wenn bis 14:00 Uhr mehr Leute gekommen sind, als bis 15:00 Uhr bedient werden können, muss auch vor 14:00 Uhr gesagt werden "heute wird das nichts mehr". Und wenn an einem Tag bis 14:00 Uhr nur sehr weniger Bürger kommen, dann ärgert sich derjenige, der um 14:00 Uhr kommt und mühelos bis 15:00 Uhr noch "bedient" werden könnte, weil der Laden zufällig vollständig leer ist. Die beste Lösung ist es immer, den Mitarbeitern die nötige Flexibilität zu lassen, auch mal sagen zu können "Heute leider nicht mehr". Noch besser ist eine vorherige Terminabsprache.
__________________ Es ist keinerlei Grund für die Annahme erkennbar, die Autoren der Verfassung hätten mit ihren Worten nicht das gemeint, was sie damit gesagt haben, sondern vielmehr das genaue Gegenteil davon. (Der US-Supreme Court in seiner Entscheidung zu den "Pentagon Papers"; New York Times Co. vs. United States, 403 U.S. 713, 1971) |
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| AW: "Abwimmeln" von "Kunden" vor Ende der Öffnungszeit im Rathaus Zitat:
Um 15:00 Uhr ist nicht "Feierabend", um 15:00 Uhr endet der Publikumsverkehr. Anschließend erledigen die Mitarbeiter den Verwaltungskram, der sich aus dem Publikumsverkehr ergeben hat. (Oder gehören Sie auch zu den Leuten, die glauben, wenn bei ALDI um 20:00 Uhr Ladenschluss ist, dann verlassen die ALDI-Mitarbeiter um 20:01 Uhr ihren Laden und machen sich auf den Heimweg?)
__________________ Es ist keinerlei Grund für die Annahme erkennbar, die Autoren der Verfassung hätten mit ihren Worten nicht das gemeint, was sie damit gesagt haben, sondern vielmehr das genaue Gegenteil davon. (Der US-Supreme Court in seiner Entscheidung zu den "Pentagon Papers"; New York Times Co. vs. United States, 403 U.S. 713, 1971) |
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| AW: "Abwimmeln" von "Kunden" vor Ende der Öffnungszeit im Rathaus Sagen wir mal - es geht nicht um die Mitarbeiter. Die sind lediglich die Ausführenden einer Weisung. Es geht um die Weisung. - Die Mitarbeiter können, nehmen wir das mal an, sogar wirklich sehr nett sein und versuchen, mit den ihnen aufgetragenen Aufgaben so gut wie möglich fertig zu werden. Es geht, wie gesagt, um die Praktik an sich, die anscheinend "von oben" angeordnet ist. Und nehmen wir - wie schon gesagt - an, es ist IMMER voll, da die "Kunden" und deren Anliegen nicht weniger werden dadurch, dass man sie wegschickt. |
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| AW: "Abwimmeln" von "Kunden" vor Ende der Öffnungszeit im Rathaus Zitat:
Im regelulären Betrieb (Ausnahmetage mit 75% Krankenstand o.ä. vernachlässigt) sollte das Amt aber zumindest so wie weiter oben vorgeschlagen funktionieren. PS: Die Nennung eines konkreten Firmenamens ist mir eines Verstoßes gegen die Forenregeln zumindest verdächtig!
__________________ Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst! |
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| AW: "Abwimmeln" von "Kunden" vor Ende der Öffnungszeit im Rathaus Die Praktik einer vernünftigen Arbeitsorganisation? Ja, die ist erlaubt. Nicht nur juristisch. Zitat:
Die Arbeitszeiten generell legt die Verwaltungsleitung fest, unter Berücksichtigung von Arbeitszeitgesetzen und Tarifverträgen. Die Öffnungszeiten für den Publikumsverkehr legt die Behördenleitung fest. Wann sie Besuchern/Antragstellern mitteilt, daß der Publikumsandrang so hoch ist, daß der Besucher heute nicht mehr an die Reihe kommen kann - das entscheidet in einer modernen Verwaltung der zuständige Mitarbeiter. Der kann das im Regelfall ja auch besser einschätzen als jeder andere, vor allem jeder Außenstehende. Zitat:
Wenn ich "auf gut Glück" irgendwo ohne Terminabsprache hingehe, dann muß ich damit rechnen, daß es auch mal so voll sein kann, daß ich nicht mehr an die Reihe komme. Ist beim Einwohnermeldeamt nicht anders als beim Friseur. Wenn der bis 19:00 Uhr geöffnet hat und Sie kommen um 18:15, dann müssen Sie auch damit rechnen, daß man Ihnen sagt "Sorry, aber heute wird das nichts mehr, Sie sehen ja - es sind noch X Kunden vor Ihnen da gewesen." Man kann übrigens auch kurz vorher anrufen und nachfragen "Wie voll ist es? Habe ich heute noch eine Chance?" Wenn dann nicht zufällig eine ganze Horde zwischenzeitlich einfällt, klappt das gut. Zitat:
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Rechnen Sie aber damit, daß man Ihnen antwortet: "Wir haben das Personal gerade verringert, weil die Bürger von uns verlangen, daß wir endlich die exorbitante Staatsverschuldung verringern." Zitat:
Ich will gar nicht bestreiten, daß es sicher auch Gemeinden gibt, in denen das nicht so gut organisiert ist wie hier*. Dann sollte man als Bürger mal kommunalpolitisch aktiv werden und sich für eine Verbesserung des Bürgerservices einsetzen. ___________________________ *) Vor einigen Jahren wollte ich einen großen Baum im Vorgarten fällen lassen. Das bedarf aufgrund der "Baumschutzsatzung" unserer Stadt einer Genehmigung. Ich rief also die zuständige Behörde an und schilderte das Problem. Das war am Vormittag. Am frühen Nachmittag fand ich einen Anruf auf dem Anrufbeantworter. "Wir sind mal kurz in der Mittagspause bei Ihnen vorbeigefahren und haben uns das angeschaut. Sie können den Baum fällen. Sollen wir Ihnen das noch schriftlich zuschicken? Das Unternehmen, das den Baum fällt, kann aber auch kurz bei uns anrufen, wir bestätigen das dann." Mitarbeiter einer deutschen Kommunalverwaltung fahren mal kurz in der Mittagspause vorbei und gucken sich das an... Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen, und anschließend eine kurze Gedenkminute einlegen, vor Rührung. Daß ich sowas noch erleben darf... Klasse!
__________________ Es ist keinerlei Grund für die Annahme erkennbar, die Autoren der Verfassung hätten mit ihren Worten nicht das gemeint, was sie damit gesagt haben, sondern vielmehr das genaue Gegenteil davon. (Der US-Supreme Court in seiner Entscheidung zu den "Pentagon Papers"; New York Times Co. vs. United States, 403 U.S. 713, 1971) |
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| AW: "Abwimmeln" von "Kunden" vor Ende der Öffnungszeit im Rathaus Ja, solche Kommunen gibt es, habe in einer solchen gewohnt. Klasse. - - Sagen wir mal, es geht in meinem theoretischen Fall um eine Stadt, von der bekannt ist - auch an verantwortlichen behördlichen und politischen Stellen -, dass die Behörden dort schon seit Jahren personell chronisch unterbesetzt sind, vor dem Kollaps stehen; von "oben" eine entsprechende Umstrukturierung gefordert wird - mehr Personal einstellen -, die Kommune bzw. die kommunalen Behörden dieser Stadt das aber nicht tun. Und wer badet es aus? - Nein, nicht "nur" die Kunden - - auch die Mitarbeiter, die sich mit den "Kunden" auseinandersetzen müssen. DIE sind ebenfalls Opfer dieser Personalpolitik. |
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| AW: "Abwimmeln" von "Kunden" vor Ende der Öffnungszeit im Rathaus Zitat:
Selbst wenn das Amt überbesetzt wäre: Es kann immer vorkommen, dass man einen Tag mit hohem Aufkommen erwischt, und man die gleiche Auskunft bekommt wie im fiktiven Sachverhalt. Und auch dann müsste man das akzeptieren und den Rat mit der Terminvereinbarung annehmen, oder eben am nächsten Tag sein Glück versuchen. |
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| AW: "Abwimmeln" von "Kunden" vor Ende der Öffnungszeit im Rathaus Genau, jetzt hast Du des Pudels Kern erreicht: Problem ist nicht die Mitarbeiterin, die die Kunden wegschickt, Problem sind die Massen an Kunden, die mangels Personal nicht rechtzeitig abgefertigt äääh bedient werden können. Also muss man in diese Richtung aktiv werden.
__________________ Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz. Albert Einstein Bitte nicht auf PNs reagieren, die unbürokratisch Hilfe bei BtM- und Führerscheinproblemen anbieten! Diese grundsätzlich dem Admin melden. |
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| AW: "Abwimmeln" von "Kunden" vor Ende der Öffnungszeit im Rathaus Zitat:
Ich hätte hinzufügen müssen - was ich hiermit tue -, dass man von der Annahme ausgehen muss, dass dies keine Ausnahme, sondern die Regel in dieser theoretischen Stadt ist - die Massen von "Kunden" und die personelle extreme Unterbesetzung. KEIN Tag ist besser als der andere. IMMER massenhaft Kunden und viel zu wenig Personal. Ferner können wir annehmen, dass die "Kunden" bis vor circa vier Wochen noch nicht weggeschickt, sondern abgefertigt/bedient wurden.Damals wurden sie aber nicht darauf hingewiesen, was für Änderungen (Wegschicken) ins Haus standen. Hätten sie es gewusst, hätten sie sich darauf einrichten können. Wer weiß, ob die Mitarbeiter das damals schon wussten, oder ob das für sie auch aus heiterem Himmel plötzlich kam. Ich möchte übrigens NICHT Mitarbeiter einer Behörde sein, in der derartige Zustände herrschen und diese Personalpolitik dann ausbaden müssen, z.T. mit Polizei vor der Tür. |
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