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Browsergame Werbefreiheit und Account gesperrt

Dies ist eine Diskussion zu Browsergame Werbefreiheit und Account gesperrt innerhalb des Forums Internetrecht

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  #1 (permalink)  
Alt 22.11.2008, 13:43
Boardneuling
 
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Browsergame Werbefreiheit und Account gesperrt

Mal angenommen, Mr. M spielt ein Browsergame, zB. einen Fußballmanager. Da hält er sich an die Regeln und als ihm das Spiel schließlich zusagt überweist er dem Admin 10 Euro für 5 Saisons, das könnten dann zB 3 Monate sein, Werbefreiheit. 2 Wochen später wird der Account auf einmal geblockt, aus Gründen die weder zutreffen, noch sind die Admins bereit über die Sperrung zu reden. Auch wenn die 10 Euro in diesem Falle sehr wenig wären, würde mich die rechtliche Grundlage für einen solchen Fall interessieren. Mr. M und Admin haben keinen Vertrag abgeschlossen, sondern alles über das Forum geregelt. Der Foren Account wäre dann auch noch geblockt. Mr. M versucht Wochen Kontakt aufzunehmen, doch er bekommt nur E-Mails in denen steht, dass er gegen Regeln verstoßen hat. Weder werden diese Verstoße näher erläutert, noch treffen sie zu. Der Spieler hat also keine Möglichkeit sich irgendwie zu äußern, da ihm die Plattforum, das Forum, genommen wurde. Wie bekommt Mr. M sein Geld zurück? Oder wurde Mr. M hier einfach übers Ohr gehauen. Mal genommen, Mr. M wollte auch einfach nur seinen Account zurück, da er das Spiel lieb gewonnen hat und immerhin etwas Zeit in das Spiel investiert hat. Könnte er es irgendwie erwirken? Als zahlender Kunde der sich nichts zu Schulden kommen lassen hat?

Wie sieht es denn allgemein mit Browsergames und deren Nutzung aus, vor allem wenn man dafür bezahlt hat, also in sicht von Mr. M einen bindenden Vertrag eingegangen ist, der von Seiten des Browsergamebetreibers nicht eingehalten wird.

mfg
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  #2 (permalink)  
Alt 26.11.2008, 00:25
Boardneuling
 
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AW: Browsergame Werbefreiheit und Account gesperrt

Also die Frage liegt mir eigentlich schon am Herzen. Denn ich spiele selber ein Browsergame und hätte die Möglichkeit Werbefreiheit zu bezahlen... aber wenn Mr. M anscheinend keinerlei Rechte oder Sicherheiten in so einem Fall hat, würde ich das Risiko nicht eingehen wollen...

naja ich hoffe es kommt doch eine Antwort

mfg
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  #3 (permalink)  
Alt 26.11.2008, 00:41
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AW: Browsergame Werbefreiheit und Account gesperrt

Was sagen die AGBs dazu?

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Dienen die Gesetze den Menschen, oder die Menschen den Gesetzen?
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  #4 (permalink)  
Alt 26.11.2008, 13:15
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AW: Browsergame Werbefreiheit und Account gesperrt

Es gibt keine AGB, nur Spielregeln

Zitat:

+ Spielregeln

nur 1 Team pro User
keine Ausdrücke/Beleidigungen
keine originalen Vereinsdaten
keine originalen Spielerdaten

Die Einhaltung der Regeln wird von den Admins streng überwacht. User, die gegen die Regeln verstoßen, werden gesperrt.

Zitat Ende

Die Werbefreiheit wäre inoffiziell und nur über den Schriftverkehr im Forum Account von Mr. M nachvollziehbar, der im Laufe der Geschichte aber gesperrt werden würde. Zudem würden aber dennoch die Bankauszüge dienen. Verwendungszweck die Mannschaft. Wie gesagt: 2 Wochen Werbefreiheit, das bestätigt ja schon den Erhalt der 10 Euro, und danach auf einmal zu Unrecht gesperrt. So, was kann Mr. M nun machen?


mfg
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  #5 (permalink)  
Alt 26.11.2008, 13:36
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AW: Browsergame Werbefreiheit und Account gesperrt

Bei der Registrierung für das SPIEL wäre sicher irgendwelchen AGBs zugestimmt worden, wo ausdrücklich gesagt wird was die Eigentumsrechte am Account betrifft, ob der Account veräußerbar ist (i.d.R. ausgeschlossen) und was bei Zuwiderhandeln geschieht.

Das wäre wohl das einzige Browsergame OHNE derartige AGBs.

Dopamin
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  #6 (permalink)  
Alt 26.11.2008, 14:01
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AW: Browsergame Werbefreiheit und Account gesperrt

Angenommen es gibt tatsächlich keine AGBs. Was für Möglichkeiten hat der Geschädigte nun?

Angenommen es gibt AGBs in denen der Betreiber von allen möglichen Schadensersatzforderungen befreit wird. Dennoch bleibt die Werbefreiheit für die bezahlt wurde. Da sie nirgends angeführt wird, auch nicht in den AGB, müssten hier doch die allgemeinen Gesetze gelten? Was heißt das nun für den Geschädigten?

Was müsste der Betreiber in seinen AGBs verankern um in keinster Weise, auch im Falle einer Werbefreiheit deren Leistung von der Seite des Betreibers nicht erfüllt wurde, belangt werden zu können?

mfg
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  #7 (permalink)  
Alt 26.11.2008, 14:13
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AW: Browsergame Werbefreiheit und Account gesperrt

Zitat:
Zitat von overreaction
Angenommen es gibt tatsächlich keine AGBs. Was für Möglichkeiten hat der Geschädigte nun?

Angenommen es gibt AGBs in denen der Betreiber von allen möglichen Schadensersatzforderungen befreit wird. Dennoch bleibt die Werbefreiheit für die bezahlt wurde. Da sie nirgends angeführt wird, auch nicht in den AGB, müssten hier doch die allgemeinen Gesetze gelten? Was heißt das nun für den Geschädigten?

Was müsste der Betreiber in seinen AGBs verankern um in keinster Weise, auch im Falle einer Werbefreiheit deren Leistung von der Seite des Betreibers nicht erfüllt wurde, belangt werden zu können?

mfg
Es gibt AGBs so sicher wie die Sonne auf und untergeht...

Mal ein Beispiel wie die Aussehen könnten (abrufbar indem man auf die Seite des BG geht und erst auf "Registrieren", dann auf AGB klickt - AGB NICHT wo man das Häkchen macht!))

Zitat:
Leistungsumfang

(1) Der Betreiber ermöglicht dem Nutzer grundsätzlich die Teilnahme an seinen Services in ihrer jeweiligen Fassung durch die Zurverfügungstellung im Internet. Der Nutzer hat die technischen Voraussetzungen zur Teilnahme an den Services selbst sicherzustellen.

(2) Der Nutzer hat keinen Anspruch auf Teilnahme an den Services des Betreibers. Insbesondere behält der Betreiber sich vor, eine Anmeldung zu einem oder mehreren Services ohne Begründung abzulehnen oder zu beschränken.

(3) Der Betreiber gewährleistet nicht, dass die Services den Anforderungen des Nutzers entsprechen. Insbesondere übernimmt der Betreiber keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der enthaltenen Informationen, den funktionellen und inhaltlich fehlerfreien Ablauf der Services und die Eignung der Services für den durch den Nutzer verfolgten Zweck. Der Nutzer hat keinen Anspruch auf Ausgleich von Nachteilen, die durch einen fehlerhaften oder nicht funktionsgerecht arbeitenden Service entstehen.

(4) Weiterhin gewährleistet der Betreiber nicht, dass die Services für den Nutzer jederzeit und ohne Unterbrechung vollständig oder auch nur teilweise verfügbar sind. Dies gilt insbesondere, aber nicht nur, für in Serverausfällen oder Programmierfehlern begründeten Unterbrechungen. Der Betreiber ist zudem berechtigt, die Services jederzeit und ohne vorherige Ankündigung zu Wartungs-, Reparatur- und Erweiterungsarbeiten oder aus vergleichbaren Gründen für unbestimmte Zeit vollständig abzuschalten oder einzuschränken.

(5) Die Services unterliegen einer steten Weiterentwicklung, Anpassung und Veränderung. Aus diesem Grund kann der Betreiber die inhaltliche, optische, technische und sonstige Erscheinungsform seiner Services jederzeit anpassen. Ein Anspruch des Nutzers auf Einhaltung bestimmter technischer Rahmenbedingungen oder Gegebenheiten besteht dabei nicht. (6) Hinweise, Tipps und Ratschläge zum Ablauf der Services, die der Betreiber und seine Mitarbeiter, sowie seine Erfüllungs- und Verrichtungsgehilfen erteilen sind stets unverbindlich. Der Nutzer hat keinen Anspruch auf Ausgleich von Nachteilen, die ihm hierdurch entstehen.

XYZ

(1) Der Betreiber bietet dem Nutzer bei einzelnen Services gegebenenfalls die Möglichkeit, gegen Entgelt sogenannte "XYZ" zu erwerben. Die Kosten für einen XYZ werden auf der jeweiligen Internetseite des Services bekannt gegeben.

(2) Mittels dieser XYZs hat der Nutzer die Gelegenheit, einzelne Zusatzleistungen gegenüber einem normalen Account zu buchen. Die genaue Beschreibung der gebuchten Zusatzleistungen und die Zahl der dafür einzusetzenden XYZs erfolgt gesondert auf der Internetseite des jeweiligen Services und variiert je nach Service. Die XYZs gelten jeweils nur für den Service, für den sie erworben wurden und sind nicht übertragbar. Für die Zusatzleistungen gelten zusätzlich zu diesen Nutzungsbedingungen die jeweiligen Leistungsbeschreibungen als Sonderbedingungen. Der Betreiber behält sich vor, Art, Umfang und Inhalt der Zusatzleistungen zu ändern.

(3) Eine Verpflichtung zum Erwerb von XYZs besteht nicht. Die Zusatzleistungen können in einmaligen Leistungen bestehen oder zeitlich beschränkt sein. Zeitlich beschränkte Zusatzleistungen fallen nach Ablauf der gebuchten Zeit wieder weg und können dann erneut gebucht werden, wenn sie vom Betreiber noch angeboten werden.

(4) Eine Erstattung oder ein Wertersatz für einmal erworbene XYZs ist nicht möglich.
So oder so ähnlich sehen die meisten AGB von Browsergames aus.

Ich kann da nichts erkennen, woraus man einen Rechtsanspruch zur Teilnahme basteln könnte...

Dopamin
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  #8 (permalink)  
Alt 26.11.2008, 19:03
Boardneuling
 
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AW: Browsergame Werbefreiheit und Account gesperrt

Es gibt keine AGB, habe ich gerade noch einmal nachgeprüfen lassen. Den Link zu dem Browsergame bekommst du als PN.

mfg
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  #9 (permalink)  
Alt 27.11.2008, 14:20
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AW: Browsergame Werbefreiheit und Account gesperrt

Danke die Frage ist nun geklärt. Mit einem Rechtsschutz kommt man weiter aber ohne wäre es Zeit und Geldverschwendung. Das Thema kann somit gerne geschlossen werden.

mfg
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