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Alptraum Hauskauf

Dies ist eine Diskussion zu Alptraum Hauskauf innerhalb des Forums Immobilienrecht

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  #1 (permalink)  
Alt 05.02.2011, 09:03
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Alptraum Hauskauf

Eine junge Familie (Vater, Mutter mit 4 Kindern) wohnen in einer DH-Hälfte zur Miete. Vater arbeitet voll, Mutter verdient mit einem sg Minijob dazu.
Der Zufall lässt diese Familie nun im Juni 2010 wissen, dass in unmittelbarer Nähe ein passendes und erschwingliches Haus zum Verkauf angeboten wird.
Sofort werden erforderliche Unterlagen zur Bank eingereicht, alle Unterlagen, die man fordert werden umgehend, ohne Ausnahme, vorgelegt. Kredite, Landesmittel und alles, was dazu gehört werden in Angriff genommen. Sogar ein Notartermin, vom Bankmitarbeiter so „angeordnet“, wurde bereits wahrgenommen. Wochen später fragte genau dieser Bankangestellte, wie man (Zitat) „…bitte so dumm sein kann und einen Notartermin vereinbart und wahrnimmt, wo noch nicht alles geklärt ist?!“ – Man verlässt sich auf jemanden, vertraut, weil man eben selber unerfahren ist (wie oft kauft man schon ein Haus?), um sich später als „dumm“ hinstellen zu lassen?
Weiter:
An jedem ersten eines Monats muss die aktuelle Verdienstbescheinigung des Mannes eingereicht werden, am 15. eines Monats muss die Verdienstbescheinigung der Frau vorgelegt werden.
So gehen einige Wochen ins Land. Plötzlich ist die Mitarbeit eines Architekten nötig, dem Ehepaar völlig unklar. Es ginge um 2qm, die noch abgenommen werden müssen (?).
Dann gibt es, so der Bankmitarbeiter, Schwierigkeiten Seitens der Verkäufer. Es heisst: Das Haus sei beliehen, und zwar weitaus höher, als die Summe des Kaufpreises.
Wochen später hört man davon nichts mehr, es werden ständig aktuelle Verdienstbescheinigungen verlangt, es heisst, die Landesmittel seien bewilligt und warten quasi auf deren „Einsatz“.
Konkrete Aussagen erhält man nirgends, obwohl schon in Versicherungen für das neue Haus bezahlt werden müssen – obwohl noch kein Umzug stattfand und auch noch kein Termin dafür erwähnt wurde.
Es hiess, wegen der Landesmittel habe man das letzte Jahr abwarten müssen (??), nun ist aber schon Februar, acht Monate bereits vergangen und kein Ende in Sicht.
Allein am Ende sind Nerven, Geduld und die Finanzen.
Grober Umriss, der hoffentlich für´s erste ausreicht, um hier den ein oder anderen Tipp oä nachlesen zu können ?!
Wäre für hilfreiche Anmerkungen, Kommentare etc sehr dankbar.
Mit freundlichem Gruss, Yvolie
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  #2 (permalink)  
Alt 05.02.2011, 09:25
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AW: Alptraum Hauskauf

Gehört das Haus nun schon der jungen Familie? Das wurde mit keinem Wort erwähnt.
Im Grundbuch eingetragen?
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  #3 (permalink)  
Alt 05.02.2011, 10:17
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AW: Alptraum Hauskauf

Hmmm,, das ist eine gute Frage, die ich nun nicht beantworten kann. Bitte um Verzeihung! Versuche, die Antwort schnellstmöglich zu geben.

Falls ich, völlig ohne jede Ahnung in solchen Dingen, Zeit und Geduld für folgende Fragen noch beanspruchen darf, bitte?
Es gab zwar, wie gesagt, einen Termin mit einem Notar. Es wurde viel und lange vorgelesen und im Anschluss musste man dies unterschreiben. Folgt dieser Prozedur nicht immer automatisch der Eintrag im Grundbuch?
Wie gesagt, ich habe absolut keine Ahnung davon, sorry.

Was wäre zu machen, wenn das Paar im Grundbuch steht?
Wäre, wenn nicht eingetragen, der Kampf sinnfrei?

Habe sicher später noch die ein oder andere Frage, wenn´s ok ist.

Vielen lieben Dank für Eure geopferte Zeit
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  #4 (permalink)  
Alt 05.02.2011, 10:17
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AW: Alptraum Hauskauf

Zitat:
Zitat von Ron-Wide Beitrag anzeigen
Gehört das Haus nun schon der jungen Familie? Das wurde mit keinem Wort erwähnt.
Im Grundbuch eingetragen?
Genau. Diese Geschichte konfusiert mich auch massiv. Der Eigentumsübergang erfolgt normalerweise erst, wenn der Verkäufer die Sache mit seiner eigenen Bank geregelt hat und das Haus lastenfrei ist. Hier im Fall scheint er auf den Kaufpreis noch draufzahlen zu müssen.

Ich hoffe, der Notarvertrag hat das berücksichtigt!

Die Kosten der jungen Familie könnten Bereitstellungszinsen für die Landesmittel sein, die ja nicht abgerufen werden.

Es mag zwar hart von der Bankmitarbeiterin sein, aber: sich unter Zeitdruck zu setzen und völlig unerfahren ein Haus zu kaufen ist schon arg ungeschickt.

EDIT: nach dem zweiten Beitrag scheint sich meine Vermutung zu bestätigen: Kaufvertrag abgeschlossen, Auflassung nicht erklärt, Bereitstellungszinsen fallen an. Jetzt muss genau geprüft werden, wann der Verkäufer in Verzug gerät und für den Schaden haften muss.
__________________
Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz.
Albert Einstein

Bitte nicht auf PNs reagieren, die unbürokratisch Hilfe bei BtM- und Führerscheinproblemen anbieten! Diese grundsätzlich dem Admin melden.
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  #5 (permalink)  
Alt 05.02.2011, 11:10
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AW: Alptraum Hauskauf

Hier hat jemand sehr unerfahren und blauäugig einen Kaufvertrag geschlossen. Ohne genaue Kenntnis des Kauf- und Kreditvertragswerkes kann hier nur spekuliert werden! Es gibt (fast) in jedem Ort Verbraucherschutzvereine, die gerne beratend tätig sind und sich auskennen. Auch scheint der Bankmitarbeiter nicht gerade sehr erfahren zu sein!
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  #6 (permalink)  
Alt 06.02.2011, 13:30
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AW: Alptraum Hauskauf

Zitat:
Zitat von Yvolie Beitrag anzeigen
Es gab zwar, wie gesagt, einen Termin mit einem Notar. Es wurde viel und lange vorgelesen und im Anschluss musste man dies unterschreiben.
Man wird doch sicher eine Ausfertigung der Urkunde erhalten haben. Dort kann man nachlesen, wozu man sich dort verpflichtet hat, wenn man so unfassbar naiv ist, das nicht zu wissen.
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