Dies ist eine Diskussion zu Abzocke durch Vermieter!? innerhalb des Forums Immobilienrecht
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| Angenommen ein Vermieter wird so krank, das er nicht mehr geschäftsfähig ist und ein rechtlich eingesetzter Betreuer nun alles verwaltet. Doch dieser Betreuer kümmert sich um rein gar nichts, selbst ROHRBRÜCHE lassen ihn kalt. Nichts am Haus wird gemacht und die Wohnung des Mieters VERSCHIMMELT so stark, daß das Gesundheitsamt den Betreuer auffordert, diesbezüglich drinegnd etwas zu unternehmen. Zwischenzeitlich wird die Miete von Drittgläubigern gepfändet. Statt die Pfändung aufgrund ZPO aufzuheben und die Mieten für Renovierung zu nutzen, lässt er das Desaster so weiterlaufen und meldet für die Vermieterin Verbraucherinsolvenz an. Die restlichen Wohnungen lässt einfach LEER stehen da er das ganze vom Hals haben möchte. Die Mieter sind gezwungen die Kosten für das GANZE Objekt zu übernehmen, da die Versorger (Wasserwerk, etc.) sonst die Leistung einstellen würden. Der Vermieter ist damit einverstanden und erlässt im Gegenzug die Miete entsprechend. Unerwartet kündigt der Betreuer nach vier Jahren wegen Nichtzahlung der Miete, weil er die Verrechnung mit überzahlten Nebenkosten rückwirkend ablehnt. Als die Mieter protestierten, kriegten sie eine RÄUMUNGSKLAGE an den Hals. Er begründet das damit, daß die Miete bereits gepfändet war und nicht verrechnet werden darf. Mag sein, doch das hat er nicht gesagt als die Mieter zur Zahlung aller Kosten aufgefordert wurden. FRAGE: Die Mieter haben ALLE Mieten nachgezahlt und fordern nun zu Recht die überzahlten Nebenkostenüberzahlungen zurück. Das Problem ist, die Vermieterin ist insolvent. 1.) Liegt hier nicht ein wissentlicher Betrug vor? "Wir lassen die Mieter Mal alle Kosten schön zahlen, dann berufen wir uns auf die Pföndung und fordern die komplette Miete nochmal" (es geht um fast 10.000 EUR). 2.) Kann es wirklich sein, dass der Vermieter (Betreuer) erst die Mieter dazu auffordern kann alles zu zahlen und dann später sagt: "Ach ja, geht ja gar nicht, bitte nochmals zahlen. Geld zurück aus Nebenkostenüberzahlung gibt es nicht da insolvent"? 3.) Und jetzt das schärfste: Die restlichen Wohnungen stehen leer. Hiermit könnte man sowohl das Objekt sanieren, als auch den Mietern das geschuldete Geld zurückzahlen. Doch der Vermieter verzichtet bewußt auf die Einnahmen um die Mieter rauszuekeln. Und vor Gericht beantragt er Prozesskostenhilfe obwohl er auf Mieteinnahmen verzichtet. Ist das alles wirklich rechtens? Viele Grüße und viel Spaß mit diesem intererssanten Fall! Geändert von siggy (22.08.2009 um 14:37 Uhr). |
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| AW: Abzocke durch Vermieter!? 1. Warum ist das Verhalten des Betreuers nicht längst dem Gericht gemeldet worden? 2. Warum zahlen die Mieter die Miete zurück? Über den Mieterlass wird doch wohl eine Vereinbarung vorliegen, oder es gibt genügend glaubwürdige Zeugenaussagen. Ich gehe davon aus, dass das Geld futsch ist. Die Mieter dürfen sich in die Gläubigerliste eintragen und diese nach sechs Jahren zerreißen. 3. Wie soll ein Vermieter, der insolvent ist, ein Gebäude sanieren? Schon mal einem nackten Seemann in die Taschen gepackt? Die Vorstellungen hierzu sind wohl eher Wunschdenken. Von außen die finanziellen Verhältnisse eines Vermieters erahnen zu wollen halte ich für vermessen. 4. Warum wohnt man als Mieter in einer derart maroden Wohnung? Ich hätte die Räumungsklage nicht abgewartet, sondern wäre schon längst raus gewesen.
__________________ Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz. Albert Einstein Bitte nicht auf PNs reagieren, die unbürokratisch Hilfe bei BtM- und Führerscheinproblemen anbieten! Diese grundsätzlich dem Admin melden. |
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| AW: Abzocke durch Vermieter!? Grundsätzlich sind die Fragen zunächst logisch. doch: 1. Die Sanierung wurde vom Mieter übernommen als der Vermieter noch flüssig war. 2. Der Betreuer versprach, Antrag auf Aufhebung der Mietpfändungen gem. ZPO und dass Einnahmen aus allen drei Wohnungen für Sanierung verwendet werden. 3. Betreuer teilte irreführend mit, dass die Überzahlung von Nebenkosten mit Mieten verrechnet werden kann. Plötzlich geht das nicht mehr, und der fast fünfstellige Betrag muß nun erneut in Form von Miete nachgezahlt werden. |
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