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never ending story- unterhalt

Dies ist eine Diskussion zu never ending story- unterhalt innerhalb des Forums Familienrecht

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  • 1 Post By Kerzenlicht

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  #1 (permalink)  
Alt 23.01.2012, 20:11
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never ending story- unterhalt

hallo,
folgender fiktiver fall:

ehepaar (2 kinder) läßt sich vor ca. 8 jahren scheiden, kinder bleiben bei der mutter, sind aber zu 20-30 % beim vater. der vater macht damals eine umschulung, arbeitet danach als leiharbeiter (zwischendurch sogar 3/4 jahr harz 4). in diesen jahren zahlt der vater keinen unterhalt und hat ständig stress mit der unterhaltvorschußkasse, mit der er auch vor gericht zieht und zu seiner verwunderung sogar gewinnt.
seid mittlerweile 1,5 jahren hat der vater nun eine festanstellung und verdient eigentlich ganz gut (ca. 1800 € netto). endlich kann auch er mit den kindern ein vernünftiges niveau halten und ihnen was bieten.
die mutter wohnt mittlerweile mit einem neuen partner zusammen und ist auch in vollzeitarbeit. ihr urlaub mit den kindern und partner letztes jahr auf furte hat ihr so gut gefallen, das sie das jetzt jedes jahr wieder will //ironie aus ;-). promt erhällt der vater einen brief des landrates, in dem steht, das die mutter jetzt unterhalt will. der vater soll seine verdienstbescheinigungen abgeben, um dies zu prüfen und es werden wohl 334 € pro kind fällig.
dies würde ja dann bedeuten 1800€ (gehalt)- 668€ (unterhalt)-220€ (verfährt der vater allein an benzin auf dem arbeitsweg)

und schwupps, wäre der vater wieder genau auf harz 4 niveau, könnte den kids wieder nichts bieten und zusehen, wie die ex mit neuem partner und den kids fein leben.

es kann doch echt nicht sein, das man als geschiedener vater immer mit dem knüppel kriegt, oder etwa doch?

gruß
scheibe
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  #2 (permalink)  
Alt 23.01.2012, 21:00
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AW: never ending story- unterhalt

20% - 30 % beim Vater heißt was? 2 volle Tage jede Woche? Und die restlichen 5? Kauft der Vater weiterhin Schuhe, Kleidung, Möbel, Schulsachen und alles was die Kinder sonst so brauchen zur Hälfte? Geht er zum Arzt, Elternabend; macht er Hausaufgaben mit Ihnen? Wäscht und bügelt er?

Es ist so, dass derjenige Elternteil, bei dem die Kinder nicht überwiegend leben, bis die Kinder 18 sind, zum Barunterhalt verpflichtet ist - den Kindern gegenüber. Der andere Elternteil leistet seinen Teil des Unterhalts durch die Übernahme eines Großteils der oben genannten Aufgaben und vieler mehr.

In der Düsseldorfer Tabelle kann man nachsehen, ob die Höhe des Unterhalts richtig berechnet wurde. Sie ist allerdings nicht bindend.

Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorfer_Tabelle

Dort ist es relativ kurz und einfach auch noch einmal erklärt und die Tabelle einzusehen.
Angelito likes this.
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  #3 (permalink)  
Alt 23.01.2012, 22:25
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AW: never ending story- unterhalt

20-30% heißt, die kids sind jedes 2te wochenende, teils in den ferien und auch in der woche mal so spontan beim vater. und ja, natürlich geht der vater auch mit den kindern "shoppen", oder zum sportsachen,etc. kaufen,... .
der vater hatte auch dieses jahr vor, eine neue wohnung zu mieten, damit die kids dann ihr eigenes zimmer hätten, momentan schläft der vater, wenn die kinder da sind im wohnzimmer auf der couch (2 zimmer wohnung). wie soll ein vater, wenn er bis auf diesen selbstbehalt kram geschröpft wird denn ansatzweise ein familienleben führen können, während die selbst arbeitende mutter dann allein an unterhalt und kindergeld um die 550-600€ PRO kind zur verfühgung hat???
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  #4 (permalink)  
Alt 01.03.2012, 19:19
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AW: never ending story- unterhalt

so, das ende vom lied wäre jetzt: der vater muß rückwirkend ab janur monatlich 460 € unterhalt für beide kinder zusammen zahlen.
die behörde würde wollen, das der vater das geld an die behörde überweist, welche dann widerrum das geld an die mutter überwiese.
das will der vater aber nicht. der vater würde lieber das geld jeweils auf das konto der kinder überweisen, für diese ist es ja immerhin auch gedacht. sie können ruhig sehen vom wem das geld kommt, ansonsten macht die mutter auf dicke hose (hund kaufen,urlaub,...) und tut so, als wäre sie der große gönner.
die behörde hätte aber auf anfrage schon gesagt, das das so nicht erlaubt ist und würde der vater es trotzdem so machen, zähle das aufs konto der kinder überwiesende geld als schenkung, hätte aber mit der unterhaltszahlung nichts zu tun. könnte die behörde das so bestimmen? es sollte doch dem vater (der hätte ja auch das geteilte sorgerecht) überlassen sein ob er das geld auf die kinderkonten überweist, für die wäre das geld doch auch da. von da könnte sich die mutter ja das geld holen.
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  #5 (permalink)  
Alt 01.03.2012, 22:40
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AW: never ending story- unterhalt

Der Vater sollte sich mal bewusst machen das Unterhalt kein Taschengeld für die Kinder ist, sondern UNTERHALT. Also Miete, Versicherungen, Strom, Kleidung, Lebensmittel, Schulsachen, Fahrtkosten, Medikamente, Sportverein usw.
Bezahlen die Kinder das alles von ihrem Konto? Also, mal aufhören mit dem Kinderkram! Wenn die Mutter eine Beistandschaft beim Jugendamt beantragt, dann muss er das Geld eh ans Amt überweisen und das wäre hier auch das Beste, bei diesem Gekasperle!
__________________
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Die schlimmste aller Kampfkünste heißt Jura
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  #6 (permalink)  
Alt 01.03.2012, 23:40
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AW: never ending story- unterhalt

na angelito ist bestimmt n geschiedenes weibchen mit kindern.
vor dieser "unterhaltseinklagerei" wäre es so gewesen, das der vater genauso seinen "unterhaltspflichten" nachgekommen wäre. nur eben so, das er es in seinem leben mit den kindern "vollbracht" hätte (Miete, Versicherungen, Strom, Kleidung, Lebensmittel, Schulsachen, Fahrtkosten, Medikamente, Sportverein usw.), immerhin wären die kids zu einem großen teil bei ihm gewesen.
jetzt wäre es einzig und allein ein verschieben des geldes vom vater zur mutter, was wiederum bedeutet, die mutter kauft jetzt einen hund, kann mit den kindern in urlaub fliegen, etc.etc..
der vater müßte in seiner 2 zimmer bleiben (bei 13 und 15 jährigen kindern langsam wohl etwas zu wenig), nach abzug von unterhalt und kfz kosten (wäre arbeitstechnisch unverzichtbar), blieben ihm ca.1000€ für miete, versicherungen, heizung, strom,etc.etc.. ihm bliebe doch nur, den kindern zu sagen, das er sich sie nicht mehr leisten kann und sie nicht mehr kommen könnten, oder wie stellt sich der staat das vor? bei der mutter gibts zukünftig hummer und beim vater zwieback? wo ist denn da gerechtigkeit?
das ist ja nichtmal sehr übertrieben, denn die mutter würde in diesem fall vollzeit arbeiten und lebt sogar in einer beziehung( teilt sich also quasi noch die miete).
also nochmal, wir reden hier nicht über einen vater, der keinen kontakt zu seinen kindern hat, sondern über einen, der sehrwohl ein eigenes leben mit seinen kids HATTE und auch finanziell für sie eingestanden hat.
für mich alles andere als gekasperle!!!
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  #7 (permalink)  
Alt 01.03.2012, 23:58
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AW: never ending story- unterhalt

Zitat:
Zitat von scheibe Beitrag anzeigen
ihm bliebe doch nur, den kindern zu sagen, das er sich sie nicht mehr leisten kann und sie nicht mehr kommen könnten

.......


für mich alles andere als gekasperle!!!
Ne, is klar, das ist völlig sachlich

Beide Eltern sind für die Kinder verantworlich. Daran gibt es nichts zu rütten, auch wenn die einen denken sie zahlen zu viel Unterhalt und die andern, sie kriegen zu wenig.
__________________
Zitat:
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  #8 (permalink)  
Alt 02.03.2012, 00:08
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AW: never ending story- unterhalt

willst du bestreiten, das sämtliche finanziellen mittel, die für die kinder bestimmt sind jetzt bei der mutter wären? dem vater blieben in diesem fall übern daum 300-350 € netto zum leben, bleibt da deiner meinung nach noch spielraum, um den kindern irgendwas bieten zu können?
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