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Jugendlicher Alkoholiker (24) in der Familie was tun?

Dies ist eine Diskussion zu Jugendlicher Alkoholiker (24) in der Familie was tun? innerhalb des Forums Familienrecht

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  #1 (permalink)  
Alt 14.07.2011, 15:16
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Jugendlicher Alkoholiker (24) in der Familie was tun?

Folgender fall liegt vor:

Eine Familie, insgesamt 7 Leute. 2 Oma's Vater, Mutter, 3 Kinder.
das älteste Kind (24) hat ein gewaltiges Alkoholproblem. War deshalb schon mehrfach im Entzug, lernt aber nicht daraus.

Das Älteste Kind beklaut zudem die ganze Familie und versucht alle gegeneinander aufzustacheln. (Lügner ohne Ende)

Die Familie hat ihr best mögliche getan, damit er seine Ausbildung schafft, wissen aber nicht, ob er die wirklich geschafft hat, da er die meiste zeit betrunken war.

Da das verhalten von ihm nicht zu verantworten ist, will diese Familie nun weitere Schritte machen.

Die Familie hat sich bei vielen stellen erkundigt, aber bisher noch nichts beim ältesten Sohn erreicht.

Was kann man da jetzt machen?
Die Polizei meint, man sollte ne vormundschaft beantragen, oder ihm dem Grundstück verweisen (Grundstück gehört den Eltern).

1. Vormundschaft - dreht sich da alles nur ums geld? wirklich hilfreich?
2. dem Haus verweisen - Wie?
3. gibt es evtl noch mehr möglichkeiten? (reden ist sinnlos, da die familie es schon 5 Jahre so versucht.)
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  #2 (permalink)  
Alt 14.07.2011, 15:33
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AW: Jugendlicher Alkoholiker (24) in der Familie was tun?

Rauswerfen ("da ist die Tür!") und hoffen, dass er zur Besinnung kommt. Einen Alkoholkranken zu beherbergen und durchzufüttern ist eine Form der Co-Abhängigkeit, die rein gar nichts zu einer Heilung beiträgt. Entweder der Kranke kommt zur Vernunft, oder er säuft sich tot. Klingt hart, aber das Rauswerfen gibt dem Alkoholkranken eine Chance.

Die "Vormundschaft" wurde durch Betreuungen in verschiedenen Lebensbereichen ersetzt, beispielsweise Gesundheitsfürsorge oder Geldangelegenheiten. Eine Betreuung wird gegen den Willen des zu Betreuenden erst dann ausgesprochen, wenn dieser nicht selber entscheidungsfähig ist und eine Gefahr für sich oder andere darstellt. Dies ist im Sachverhalt wahrscheinlich noch nicht der Fall.

Man sollte sich einer Selbsthilfegruppe anschließen, beispielsweise Al-Anon. Und: zögern ist nutzlos, die Situation wird sich nur verschärfen.
__________________
Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz.
Albert Einstein

Bitte nicht auf PNs reagieren, die unbürokratisch Hilfe bei BtM- und Führerscheinproblemen anbieten! Diese grundsätzlich dem Admin melden.
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  #3 (permalink)  
Alt 14.07.2011, 16:14
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AW: Jugendlicher Alkoholiker (24) in der Familie was tun?

Zitat:
Zitat von Humungus Beitrag anzeigen
Rauswerfen ("da ist die Tür!") und hoffen, dass er zur Besinnung kommt. Einen Alkoholkranken zu beherbergen und durchzufüttern ist eine Form der Co-Abhängigkeit, die rein gar nichts zu einer Heilung beiträgt. Entweder der Kranke kommt zur Vernunft, oder er säuft sich tot. Klingt hart, aber das Rauswerfen gibt dem Alkoholkranken eine Chance.
Ist es wirklich so einfach einen rauszuschmeißen?
Die Familie will auch nicht das er dann auf der Straße landet und komplett vor die Hunde geht.
Muss man es schriftlich festhalten oder reicht es mündlich? Gibt es da eine gewisse Frist?
Und, was, wenn er zu einer Oma geht, und die so lange belabert, das sie ihn bei sich wohnen lässt?
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  #4 (permalink)  
Alt 14.07.2011, 16:38
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AW: Jugendlicher Alkoholiker (24) in der Familie was tun?

Zitat:
Zitat von Erdwesen Beitrag anzeigen
Ist es wirklich so einfach einen rauszuschmeißen?
Unter Umständen. Solange der Sohn nicht zur Miete wohnt, sondern nur Gast ist, ist ein Rauswurf kein Problem. Und selbst, wenn ein Mietverhältnis besteht, ist das durch wiederholte Diebstähle schwerwiegend genug gestört. Sollen wir mal aufzählen, was noch zuhause passiert?

Zitat:
Die Familie will auch nicht das er dann auf der Straße landet und komplett vor die Hunde geht.
Schön. Dann soll er in der Familie bleiben und da komplett vor die Hunde gehen.
Zitat:
Und, was, wenn er zu einer Oma geht, und die so lange belabert, das sie ihn bei sich wohnen lässt?
Das ist die Entscheidung der Oma. Dann soll er halt bei der komplett vor die Hunde gehen.

Es ist wie immer bei der Ko-Abhängigkeit: man findet 100.000 Gründe, den Kranken nicht konsequent zu behandeln. Nicht?
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