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gemeinsames Sorgerecht

Dies ist eine Diskussion zu gemeinsames Sorgerecht innerhalb des Forums Familienrecht

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  #1 (permalink)  
Alt 04.01.2011, 21:25
Boardneuling
 
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gemeinsames Sorgerecht

Hallo, bin zum ersten mal hier und habe folgenden fiktiven Fall:

Person K ist 16 und Schwanger, Kindesvater C ist 18, beide wollten das gemeinsame
Sorgerecht aber Mutter von Person K sagt nein, weil K noch minderjährig ist. Vater C erkennt Vaterschaft an. Mutter von K übernimmt die Vormundschaft von Baby D. Jetzt haben sich K und C getrennt, D ist 2 Monate alt.
Kann Vater C trotzdem das halbe Sorgerecht beantragen? Da C noch keine Ausbildung gefunden hat
bekommt er ALG II, er hat eine eigene Wohnung, ist ALG II bei so etwas relevant?
C kann Baby D besuchen, wenn K guter Laune ist. Sollte man eventuell Besuchsrecht/Umgangsrecht
schon vom Jugendamt klären lassen?
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  #2 (permalink)  
Alt 04.01.2011, 21:28
V.I.P.
 
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AW: gemeinsames Sorgerecht

Ich würde eine Umgangsregelung beim Familiengericht beantragen. Das Jugendamt kann nur beraten oder vermitteln, nichts entscheiden.
__________________
Zitat:
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  #3 (permalink)  
Alt 04.01.2011, 21:45
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AW: gemeinsames Sorgerecht

Zitat:
Zitat von werwiewo Beitrag anzeigen
Da C noch keine Ausbildung gefunden hat
bekommt er ALG II, er hat eine eigene Wohnung, ist ALG II bei so etwas relevant?
nein, das ist erfreulicherweise gar nicht relevant.

Zitat:
Sollte man eventuell Besuchsrecht/Umgangsrecht
schon vom Jugendamt klären lassen?
wie das im einzelfall am besten ist, kann ich nicht sagen...

c kann sich zunächst jedenfalls ans jugendamt wenden, die können beraten, was sinnvoll sein kann. in allen größeren städten gibt es aber auch familienberatungsstellen, wo er hingehen und sich beraten lassen kann. fällt mir zb. profamilia ein. die helfen besonders auch jungen eltern.
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  #4 (permalink)  
Alt 05.01.2011, 10:01
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AW: gemeinsames Sorgerecht

Zitat:
Zitat von werwiewo Beitrag anzeigen
Kann Vater C trotzdem das halbe Sorgerecht beantragen?
Ja, aber ohne Erfolg, da die Zustimmung des Sorgeberechtigten wohl nicht erfolgt.

Eine Beratung aller Parteinen beim Jugendamt ist anzuraten. Nur wenn diese Beratung fruchtlos ist, dann sollte man das Umgangsrecht einklagen.

Gruß

Pro
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  #5 (permalink)  
Alt 05.01.2011, 10:37
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AW: gemeinsames Sorgerecht

Zitat:
Zitat von Pro Beitrag anzeigen
Ja, aber ohne Erfolg, da die Zustimmung des
Du hast wohl die letzte Entscheidung des EU-Gerichtshofes nicht mitbekommen
Natürlich kann ein Vater jetzt auch ohne Zustimmung der Mutter das gemeinsame Sorgerecht beantragen. Wenn die Mutter dagegen ist, dann geht es vor´s Familiengericht und das entscheidet. Wenn es keine Gründe geben, die dem Kindeswohl entgegen stehen, dann sind seine Chancen sehr gut, dass gemeinsame Sorgerecht auch zu bekommen.

Er sollte sich nur Gedanken machen, ob das wirklich Sinn macht! Er muss dann für alle wichtigen Entscheidungen mit seiner Unterschrift zur Verfügung stehen. Verstehen er und die Kindsmutter sich so gut, dass sie wirklich zum Wohle des Kindes entscheiden können? Es sollte nichts blockiert werden, nur weil man sich nicht mehr mag. Ein sorgeberechtigter Vater kann das schon, in dem er einfach seine Unterschrift nicht gibt. Hat er wirklich vor bis zur Volljährigkeit für sein Kind, vor Ort, da zu sein?

Desweiteren, aber das ist nur meine persönliche Meinung: Ich würde dem Vater empfehlen sich einen Job zu suchen, Geld zu verdienen und UNTERHALT zu bezahlen. Man hat als Vater nicht nur Rechte, es gibt auch Pflichten, die fallen aber nur zu gerne unter den Tisch!
__________________
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  #6 (permalink)  
Alt 05.01.2011, 11:11
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AW: gemeinsames Sorgerecht

Zitat:
Zitat von Angelito Beitrag anzeigen
Du hast wohl die letzte Entscheidung des EU-Gerichtshofes nicht mitbekommen
Stimmt, diese bekloppte Entscheidung habe ich vergessen. Allerdings wird es dennoch nicht viel leichter werden das gemeinsame Sorgerecht zu bekommen, denn es wurde ganz klar gesagt, dass immer der Einzelfall maßgebend ist.

Gruß

Pro
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  #7 (permalink)  
Alt 05.01.2011, 11:25
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AW: gemeinsames Sorgerecht

Zitat:
Zitat von Pro Beitrag anzeigen
Stimmt, diese bekloppte Entscheidung habe ich vergessen. Allerdings wird es dennoch nicht viel leichter werden das gemeinsame Sorgerecht zu bekommen, denn es wurde ganz klar gesagt, dass immer der Einzelfall maßgebend ist.

Gruß

Pro
Klar wird im Einzelfall entschieden, aber so lange das gemeinsame Sorgerecht nicht dem Kindeswohl widerspricht (und das ist in Deutschland ziemlich schwer) wird der Vater es auch bekommen.

Und ja, die Entscheidung ist bekloppt, weil sie zu wischiwaschi ist!
__________________
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  #8 (permalink)  
Alt 05.01.2011, 11:34
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Zitat:
Zitat von Angelito Beitrag anzeigen
Klar wird im Einzelfall entschieden, aber so lange das gemeinsame Sorgerecht nicht dem Kindeswohl widerspricht
Man kann das Rad auch in die andere Richtung drehen. Dient das gemeinsame Sorgerecht denn dem Kindeswohl.

Gruß

Pro
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  #9 (permalink)  
Alt 05.01.2011, 12:50
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Man kann das Rad auch in die andere Richtung drehen. Dient das gemeinsame Sorgerecht denn dem Kindeswohl.

Gruß

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Es ist aber so geregelt, dass es dem Kindeswohl widersprechen muss
oder schwerwiegende Gründe GEGEN das gemeinsame Sorgerecht sprechen
__________________
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  #10 (permalink)  
Alt 07.01.2011, 08:32
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Zitat:
Zitat von Angelito Beitrag anzeigen
Es ist aber so geregelt, dass es dem Kindeswohl widersprechen muss
oder schwerwiegende Gründe GEGEN das gemeinsame Sorgerecht sprechen
Das steht aber so nicht im BGB. Vielmehr steht da "dem Wohl des Kindes am besten entspricht" oder "Zum Wohl des Kindes".

Jetzt sind Sie dran.

Gruß

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