Dies ist eine Diskussion zu Diskriminierung - Onlineshop nur Bürger eines Staates dürfen Kaufen innerhalb des Forums Europarecht
![]() |
| | LinkBack | Themen-Optionen | Thema durchsuchen | Ansicht |
| |||
| Diskriminierung - Onlineshop nur Bürger eines Staates dürfen Kaufen wäre es als diskriminierend anzusehen, wenn ein Onlineshop betreiber auf seiner Website erklärt, dass er zB nur an in Deutschland lebende Personen verkauft und nicht an zB Österreicher, weil ja da die Verbraucherschutzregeln des anderen Mitgliedsstaates auch noch beachtet werden müssen? Ich bin der Meinung, dass es wenn die diskriminierung lediglich wegen den rechtlichen Nachteilen für den Verkäufer erfolgt nicht EU-Rechtskonform ist. Anders wäre es zB wenn man sagt, dass man nicht auf Italienisch vewrkauft, weil man dann extra jemanden einstellen muss der die Sprache kann. -->Richtig? Jetzt ist es ja so, dass das Diskriminiserungsverbot ja gegen die Staaten und nciht gegen die Bürger gerichtet ist. Also wäre es ein Shop der vom Staat selbst betrieben wird könnte die EU hier direkt sanktionieren - oder? Grundsätzlich sind die Staaten aber auch dazu verpflichtet daruf aufzupassen, dass die jeweiligen Bürger sich an dieses Gesetz halten und es zumindest nicht offensichtlih nicht beachten. Wäre es also jetzt zB für einen Konkurrenz-Shop ein (gültiger) Abmahngrund gegen solch einen Shop vorzugehen oder kann da nur der Staat einschreiten? Oder ist es gar völlig legal? Würde mich echt freuen, wenn sich jemand die Zeit nimmt mich hier zu erleuchten Liebe Grüße Alex |
| |||
| AW: Diskriminierung - Onlineshop nur Bürger eines Staates dürfen Kaufen Das Verhalten ist diskriminierend, aber zulässig: Dem privaten Betreiber eines Shops ist es erlaubt, so viel zu diskriminieren, wie er will, alles andere wäre ein Eingriff in seine Berufsfreiheit. Der Staat muss eben nicht darauf aufpassen, dass seine Bürger keinen diskriminieren (Anders ENTSCHIEDEN aht sich die EU im Bereich des Arbeitsrechts, aber das ist ja dann noch ein anderes paar Schuhe).
__________________ "Herr Anwalt, ich kann Ihrer Argumentation nicht folgen!" - "WEIL SIE ZU DUMM SIND!" (Zitat: Denny Crane) Es gibt meinerseits nur unverbindliche Meinungsentäußerungen ohne Anspruch auf Vollständigkeit. |
| |||
| AW: Diskriminierung - Onlineshop nur Bürger eines Staates dürfen Kaufen Zitat:
![]() Ich dachte soetwas wie der folgende Fall dürfte auch auf solch eine Diskriminierung zutreffen: http://www.berlinonline.de/berliner-...077/index.html Irre ich mich da? Hier konnte zwar direkt nichts unternommen werden. Frankreich hat aber eins auf den Deckel bekommen und hat sich dann eben etwas für die Bauern überlegt. Klar, ein kleiner Onlineshop löst nie so etwas aus, aber trotzdem ist die öffensichtliche Diskriminierung ja nicht im Sinne der EU... Es gilt ja auch - trotz Privatautonomie - dass man wenn man sonnst nicht selektiv ist auf einmal irgendwelche Leute grundlos vom Geschäft ausschließen kann. (Massengeschäfte) |
| |||
| AW: Diskriminierung - Onlineshop nur Bürger eines Staates dürfen Kaufen Zitat:
Wäre also nicht möglich die Probleme zu umgehen. Die hauptunterschiede sind dass es in D 14 Tage und in Ö 7 werktage Rücktrittsrecht gibt. Außerdem muss man in D vor der Vertragserklärung detailiert über das Rücktrittsrecht informiert werden. In Ö muss man nur informiert werden (ohne detailiert). Es sind minimale Unterschiede, die aber bei einer Abmahnung doch eingies kosten können... |
| |||
| AW: Diskriminierung - Onlineshop nur Bürger eines Staates dürfen Kaufen Zitat:
__________________ "Herr Anwalt, ich kann Ihrer Argumentation nicht folgen!" - "WEIL SIE ZU DUMM SIND!" (Zitat: Denny Crane) Es gibt meinerseits nur unverbindliche Meinungsentäußerungen ohne Anspruch auf Vollständigkeit. |
| |||
| AW: Diskriminierung - Onlineshop nur Bürger eines Staates dürfen Kaufen Lies doch mal kurz Artikel 5 Absatz 2. So wie ich das verstehe darf ich mit dem Österreischischen Verbaucher nicht ausmachen, dassn aleine "mein" Deutsches Recht gilt, wenn der Verbaucher dadurch rechtlich schlechter dasteht, als wenn "sein" Recht gelten würde. Habe das auch schon an den verschiedensten Stellen so gelesen... |
| |||
| AW: Diskriminierung - Onlineshop nur Bürger eines Staates dürfen Kaufen Zitat:
Insbesondere: § 2 AGG Anwendungsbereich (1) Benachteiligungen aus einem in § 1 genannten Grund sind nach Maßgabe dieses Gesetzes unzulässig in Bezug auf: 1.die Bedingungen, einschließlich Auswahlkriterien und Einstellungsbedingungen, für den Zugang zu unselbstständiger und selbstständiger Erwerbstätigkeit, unabhängig von Tätigkeitsfeld und beruflicher Position, sowie für den beruflichen Aufstieg, 2. die Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen einschließlich Arbeitsentgelt und Entlassungsbedingungen, insbesondere in individual- und kollektivrechtlichen Vereinbarungen und Maßnahmen bei der Durchführung und Beendigung eines Beschäftigungsverhältnisses sowie beim beruflichen Aufstieg, 3. den Zugang zu allen Formen und allen Ebenen der Berufsberatung, der Berufsbildung einschließlich der Berufsausbildung, der beruflichen Weiterbildung und der Umschulung sowie der praktischen Berufserfahrung, 4.die Mitgliedschaft und Mitwirkung in einer Beschäftigten- oder Arbeitgebervereinigung oder einer Vereinigung, deren Mitglieder einer bestimmten Berufsgruppe angehören, einschließlich der Inanspruchnahme der Leistungen solcher Vereinigungen, 5.den Sozialschutz, einschließlich der sozialen Sicherheit und der Gesundheitsdienste, 6.die sozialen Vergünstigungen, 7.die Bildung, 8.den Zugang zu und die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, einschließlich von Wohnraum. Zitat:
So kann es z.B. auch als Beleidigung strafrechtlich geahndet werden, wenn ein Restaurant- oder Diskothekenbesitzer einem Gast den Zutritt aufgrund seiner Hautfarbe verweigert. Zitat:
Wenn es sich bei den Kunden des Shops zudem noch um Gewerbekunden handeln sollte, dann könnte es in Hinblick auf unlauteren Wettbewerb und Kartellrecht zusätzlich interessant werden. So einfach ist die Sache mithin nicht.
__________________ Es ist keinerlei Grund für die Annahme erkennbar, die Autoren der Verfassung hätten mit ihren Worten nicht das gemeint, was sie damit gesagt haben, sondern vielmehr das genaue Gegenteil davon. (Der US-Supreme Court in seiner Entscheidung zu den "Pentagon Papers"; New York Times Co. vs. United States, 403 U.S. 713, 1971) |
| |||
| AW: Diskriminierung - Onlineshop nur Bürger eines Staates dürfen Kaufen Zitat:
Da muss man sich vorher offensichtlich auch noch mit dem § 1 beschäftigen... Zitat:
__________________ "Der Abdruck von Fahndungsfotos und Steckbriefen auf Plakaten und in Zeitungen ist ohne die Zustimmung der Abgebildeten und auch der Fotografen oder Zeichner erlaubt." Gernot Schulz, "Meine Rechte als Urheber" |
| |||
| AW: Diskriminierung - Onlineshop nur Bürger eines Staates dürfen Kaufen Dann werden aber die Österreicher auch mittelbar diskriminiert weil das KDW keine Filiale in Wien aufmacht...
__________________ "Der Abdruck von Fahndungsfotos und Steckbriefen auf Plakaten und in Zeitungen ist ohne die Zustimmung der Abgebildeten und auch der Fotografen oder Zeichner erlaubt." Gernot Schulz, "Meine Rechte als Urheber" |
| |||
| AW: Diskriminierung - Onlineshop nur Bürger eines Staates dürfen Kaufen Super, hier entwickelt sich ja eine richtige Diskussion - sehr aufschlussreich ![]() Also so wie ich das bis jetzt sehe wäre es zusammenfassend gesagt nicht rechtens die Ösis außen vor zu lassen. Der Betreiber könnte sich also von einem Konkurrenten nach UWG eine Abmahnung einfangen, weil er zu seinem Wettbewerbs)Vorteil ein Gesetz bricht... |
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | Thema durchsuchen |
| Ansicht | |
| |
Ähnliche Themen | ||
| Thema | Forum | Letzter Beitrag |
| Adressvermittlung über Kaufen Button im Onlineshop | Kaufrecht / Leasingrecht | 04.08.2009 22:33 |
| Diskriminierung durch abstrakte Äußerungen eines Arbeitgebers möglich | Nachrichten: Steuern und Wirtschaft | 11.07.2008 16:30 |
| Fristlose Kündigung eines 400 Jobs ohne Abfindung - dürfen Arbeitgeber das? | Arbeitsrecht | 12.11.2007 14:19 |
| Unterstützung eines Terror-Staates | Internationales Recht | 01.06.2006 18:58 |
| Gründung einer Republik/eines Staates | Allgemeines Forum für Jurastudenten | 26.05.2005 01:38 |
© 2003-2011 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.
Sitemap | Kontakt | Datenschutz | AGB | Impressum
Suche: Rechtsanwalt | Steuerberater | Übersetzer
Rechtsanwalt Berlin | Rechtsanwalt Hamburg | Rechtsanwalt München | Rechtsanwalt Köln | Rechtsanwalt Frankfurt
Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch), Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd.
"Wiki" powered by VaultWiki v2.5.7, © 2008-2012, Cracked Egg Studios