Dies ist eine Diskussion zu Darf die GEZ Adressen kaufen? innerhalb des Forums Datenschutzrecht
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| Darf die GEZ Adressen kaufen? Folgender Sachverwalt ist rein fiktiv. Angenommen, ein 13-jähriger gibt vor einigen Jahren im Internet bei einer Verschenk-Aktion eines Werbeunternehmens einen falschen Namen (eigener Vorname, und Nachname des Verwandten) und die Adresse eines Verwandten an. Daraufhin erhält der Verwandte gelegentlich Werbung, und vor eben einigen Jahren auch das entsprechende Werbegeschenk. Gehen wir nun mal davon aus, es käme nun an jenen Verwandten ein Brief von der GEZ, mit einer Zahlungsaufforderung. Der Verwandte würde den Brief beantworten, und die Sache wäre vom Tisch. Aber nun zur eigentlichen Frage: Darf die GEZ Adressen von Werbeunternehmen oder Umfrageseiten aus dem Internet kaufen? Verstößt so etwas nicht gegen das Datenschutzgesetz? |
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| AW: Darf die GEZ Adressen kaufen? Ich denke das kommt auf die AGB der Seite an, wenn die schreiben das man die Adressen weitergibt bzw. weiterverkauft und man dem zustimmt, dann sehe ich kein Problem.
__________________ Zitat:
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| AW: Darf die GEZ Adressen kaufen? Woher nimmt man die Erkenntnis, dass die Adresse/n aufgekauft wurden? Möglicherweise hat die GEZ selbst bzw. irgendwelche Subunternehmen im Auftrag der GEZ recherchiert. http://www.juraforum.de/wiki/gez
__________________ ned dass ma redt, ma sagts ja bloß ![]() Forenregeln lesen und verstehen - ich beantworte keine PN-Anfragen zu den Forenregeln |
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| AW: Darf die GEZ Adressen kaufen? Zitat:
Er schrieb ja, dass man den eigenen Vornamen, aber die Adresse und den Nachnamen des Verwandten genutzt hat
__________________ Zitat:
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| AW: Darf die GEZ Adressen kaufen? bei werbe-geschenke-aktionen kannst du davon ausgehen, dass dort ein häkchen gesetzt war, dass die adresse weitergegeben werden darf. das ist ja erst der grund für solche aktionen. die gez kann natürlich solche adressen ankaufen, da ist nichts illegales dran. |
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| AW: Darf die GEZ Adressen kaufen? Warum sollte die GEZ keine Adressen kaufen duerfen? An sich kann man die GEZ als "normales" Unternehmen sehen. Jedes Unternehmen kann auf Angebote von zum Beispiel einem Listbroker wie beispielsweisehttp://www.address-base.de oder http://shop.schober.com/ zurueckgreifen. Der Listbroker hat im Prinzip fuer das opt-in usw. zu sorgen. |
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| AW: Darf die GEZ Adressen kaufen? Zitat:
Im Zweifel ist es ja auch immer einfach zu behaupten, dass vielleicht irgendwer für irgendwen ein Preisausschreiben ausgefüllt hat. Nur: wie kann eine Einwilligung durch einen Fremden rechtlich ausreichend sein? Da gibt es (wie bei so vielen Dingen) Nachholbedarf. Zitat:
__________________ Demokratie ist, wenn man sich aussuchen kann, wer einen verarscht. (Hagen Rether) |
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| AW: Darf die GEZ Adressen kaufen? Dieser ganze Adresshandel wäre eigentlich ein tolles Betätigungsfeld für Datenschützer. Unsere Verbraucherschutzministerin aber reißt ja nur mal kurz das **** auf, wenn man sich auf Kosten Googles profilieren kann. Auf ein Gesetz zum Umgang mit Geodaten warten wir und Google wohl noch lange. Ist aber auch kein Wunder, da das ganze neumodische Zeugs für unsere Politiker einfach zu hoch ist. Mal eben die Klappe aufreißen kann jeder und mehr passiert ja auch nicht. Die IT-Kompetenz unserer Politiker wurde u.a. hier von X3 und Caro Korneli beleuchtet: http://www.youtube.com/watch?v=nF8WK9aSFmc Aber wenn Parteiwerbung oder Werbung fundamentalistischer Glaubensvereine ins Haus flattert, dann sind GEZ und OTTO in der Regel unschuldig. Denn was viele nicht wissen: Die Meldebehörden (Einwohnermeldeämter, Bürgerbüros) verdienen gutes Geld auch mit deinem Namen! http://www.optoutday.de/ Also: Der elektronischen Weitergabe beim Meldeamt widersprechen! Wo wir gerade bei öffentlichen Stellen sind: Der Staat ist ja einer der schlimmsten Datenschutzbanditen wo gibt! Polizei und Staatsanwaltschaften tauschen widerrechtlich Daten für personelle Angelegenheiten aus. Missbrauch polizeilicher Datenbanken durch einzelne Polizeibeamte ist auch an der Tagesordnung (Freundschaftsdienst: mal eben gucken, was der Nachbar so angestellt hat etc). Überhaupt haben manche Stellen heutzutage Befugnisse, da kann einem rechtschaffenen Bürger nur schlecht werden. Und jeden Tag denken Politiker sich neuen Unsinn aus und schleudern mit unseren Daten herum (Flupassagierdatenweitergabe, ELENA ist gottlob wohl gestorben, es gibt aber ja so viele Beispiele).
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| AW: Darf die GEZ Adressen kaufen? @2much: Ist doch bei fast allen aktuellen Gesetzen so, die groß in den Medien vertreten waren. Entweder wird ewig geredet und nichts gemacht oder es wird irgendwas wischiwaschi hingerotzt. Stalkinggesetz, das Gesetz gegen Zwangsheirat, usw. alles groß in den Medien, alles völlige Nullnummern
__________________ Zitat:
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| AW: Darf die GEZ Adressen kaufen? @angelito: Na das ist jetzt aber schon sehr ot. Vermutlich bin ich da auch etwas anderer Meinung, so gab es z.B. bezüglich häuslicher Gewalt und Stalking durchaus einige Veränderungen in den letzten Jahren. In Sachen "informationeller Selbstbestimmung" scheint mir der Staat aber immer mehr die Rolle des Täters einnehmen zu wollen, denn die des Beschützers - wenn er denn handelt. Was die GEZ und den Adresshandel angeht, der in vielen Fällen wohl nur vorgetäuscht legal ist ("da hat wohl einer für sie ein Gewinnspiel im Internet mitgemacht" - ha ha ha), so kann sich ein Betroffener ja mal den Spaß machen und schriftlich anfragen, woher die überhaupt die Daten haben und wie die überhaupt darauf kommen man sei damit einverstanden. Es folgt mit einiger Sicherheit eine Adresse irgendeines Adresshandelsunternehmens. Dort kann man dann wieder anfragen. Bis man dann irgendwann die o.g. Antwort oder auch eine andere Dämlichkeit hört. Der Staat könnte in vielen Dingen aktiver mitgestalten, so auch im Datenschutz, hat daran aber wenig Interesse. Der Staat soll ja immer schlanker werden. Andererseits können wir verdammt noch mal froh sein, dass diese Dumpfbacken in der überwiegend von BILD-Lesern gewählten Regierung nicht all zu viel gestalten wollen. Man hat es ja oft genug gesehen, was der Staat anfasst wird zur Pleite: ob nun der elektronische Personalausweis oder ELENA. Da uns allein die zuletzt genannten Unfälle den Steuerzahler mal eben ein paar hundert Millionen Euro kosten, sollten wir wirklich zu Gott beten (ja, auch als Atheist, man weiß ja nie!), dass die Regierung sich nicht noch mehr Unsinn einfallen lässt! Dann lieber Nichtstun!
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