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Sexuelle Belästigung im Netz

Dies ist eine Diskussion zu Sexuelle Belästigung im Netz innerhalb des Forums Computerrecht / EDV-Recht

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Alt 08.10.2009, 11:41
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Sexuelle Belästigung im Netz

Sexuelle Belästigung im Netz

Mal angenommen, jemand hätte Beiträge in einem Forum über ein schlimmes Verbrechen geschrieben. Diese Forum wäre speziell eingerichtet um über diesen Fall zu diskutieren. Der Fall hätte auch mögliche sexuelle Gewalt als Thema.

Und nun würden einige User beginnen, den Fall mit sexuellaufgeladenen Bildern zu kommentieren - leider aber über dem Forum beigestellten Chat, der automatisch aufscheint, sobald man eingeloggt ist. Obwohl man den wörtlichen Inhalt des Chat nicht kennt (abgesehen von Wortfetzen wie "Pensiring" etc. ...) kann man anhand der Bilder den eindeutigen sexuellen Inhalt erkennen.

Sagen wir diese Bilder würden genau dann auftauchen, als über mögliche sexuelle Gewalt gegen das Opfer geschrieben wird.

Gebe es rechtliche möglichkeiten das Chat-Protokoll sichern zu lassen und rechtliche Schritte gegen die Forumsbetreiber einzuleiten, da die Betreiber nicht nur eine Abmahnung der beteiligten User ablehnen, sondern scheinbar selbst beteiligt zu sein scheinen.

Und selbst für den Fall, dass das schwierig werden sollte, gäbe es einen Anwalt, der auf solche Fragen spezialisiert und empfehlenswert wäre oder eine Organisation gegen Sexismus im Netz, die zumindest politischen Druck ausüben könnte?

Mit freundlichen Grüßen,

Kurz

P.s.: Sagen wir auch, der Chat hätte keinerlei Altersbeschränkung, verpflichtete man sich als Forumsbetreiber nicht, zu einer Art Jugendschutz?
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  #2 (permalink)  
Alt 10.10.2009, 12:21
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AW: Sexuelle Belästigung im Netz

Zitat:
Zitat von Kurz
Und nun würden einige User beginnen, den Fall mit sexuellaufgeladenen Bildern zu kommentieren - leider aber über dem Forum beigestellten Chat, der automatisch aufscheint, sobald man eingeloggt ist. Obwohl man den wörtlichen Inhalt des Chat nicht kennt (abgesehen von Wortfetzen wie "Pensiring" etc. ...) kann man anhand der Bilder den eindeutigen sexuellen Inhalt erkennen.
Oft reicht doch schon, wenn der Forenbetreiber oder Admin angeschrieben wird.

Zitat:
Gebe es rechtliche möglichkeiten das Chat-Protokoll sichern zu lassen und rechtliche Schritte gegen die Forumsbetreiber einzuleiten, da die Betreiber nicht nur eine Abmahnung der beteiligten User ablehnen, sondern scheinbar selbst beteiligt zu sein scheinen.
Wenn eine Straftat vorliegt, so kann man die natürlich bei der Polizei anzeigen. Die ermittelt dann. Bei zivilrechtlichen Ansprüchen ist es sicherlich schwieriger ein Chat-Protokoll mitschneiden zu lassen. Die Beweislage erscheint mir hier aber etwas dünn.

Zitat:
Und selbst für den Fall, dass das schwierig werden sollte, gäbe es einen Anwalt, der auf solche Fragen spezialisiert und empfehlenswert wäre oder eine Organisation gegen Sexismus im Netz, die zumindest politischen Druck ausüben könnte?
Ist mir nicht bekannt. Organisationen im Netz gibt es ganz bestimmt. Da würde ich aber aufpassen, dass ich an eine seriöse gerate. Das schließt schon mal solche mit drastischen Schilderungen und feministische Organisationen aus. Aber politischer Druck? Wofür sollte der gut sein?
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  #3 (permalink)  
Alt 10.10.2009, 22:16
Boardneuling
 
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AW: Sexuelle Belästigung im Netz

@2much

Ich hatte mich zuerst beim Forum beschwert, da wurde dann von einem Moderator alles ins Lächerliche gezogen und mir ist die Hutschnur gerissen.
Dass ich es zuerst auf forumsinternen Weg versuche war für mich schon deswegen klar, weil man ja als Admin oder Moderator nicht überall sein kann und die Situation auch nicht gleich zu durchschauen ist.

Wie schon gesagt, es war die Reaktion, eines Moderators und meine Vorbelastung mit negativen Erfahrungen - sonst hätte ich vielleicht länger den Dodel gemacht und hätte lang und breit meinen Standpunkt im Forum dargelegt. Wenn ich mir aber schon ausrechnen kann, dass die ganze Angelegenheit zu einem emotionalen Martyrium uswächst, dann gehe ich einen anderen Weg.

Von Rechtsmitteln bin ich mittlerweile abgekommen, da ich einen der verantwortlichen User für aufmerksamskeitgeil halte und die Forumsbetreiber im Grunde genommen die Opfer wären - auch wenn auf dem Rechtsweg nichts herauskäme. Alle hätten psychischen Stress und die Sexisten ihre Aufmerksamkeit.

Ich habe zwei Organisationen die sich mit Jugendschutz befassen angeschrieben, aber noch keine Reaktion.
Von der Einbeziehung einer Organisation gegen Sexismus bin ich mittlerweile abgekommen - das würde am Standpunkt der Täter nichts ändern. Und wenn man bedenkt, dass in Deutschland 40 Prozent aller Frauen Opfer von männlicher Gewalt sind, dann sollte die Lobby für mein Anliegen prozentuell auch so groß genug sein.

Also habe ich mein Mütchen mit einem weiteren Eintrag im Forum gekühlt. Der politische Druck ist der Druck politischer Korrektheit - ich war oft genug Opfer von einer lächerlich übertriebenen Auffassung eines solchen, aber auf einer bodenständigen und mitmenschlich vernünftigen Ebene hat er doch seinen Sinn.
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  #4 (permalink)  
Alt 12.10.2009, 06:03
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AW: Sexuelle Belästigung im Netz

Hallo Kurz,

im Vordergrund steht zunächst das Recht auf freie Meinungsäußerung nach Absatz 1, bevor die Schranken in Absatz 2 Artikel 5 Grundgesetz beachtet werden müssen:
http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_5.html

So unanagenehm es auch sein mag, wenn Vorwürfe über sexuelle Gewalt lächerlich gemacht werden mittels Bildern mit sexuellem Inhalt, so wenig muss das strafbar sein. Noch ist das keine "§ 111 Öffentliche Aufforderung zu Straftaten"
http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__111.html

Und wohl auch noch keine Volksverhetzung: http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__130.html

Es kann eine Beleidigung sein, á la "Geschieht der Schlampe recht!" Nur dazu müsste das Opfer angesprochen werden - und nicht nur ahnen, dass hinter seinem Rücke schlecht über ihn geredet wird:http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__185.html

Das könnte dann eine üble Nachrede http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__186.html oder eine Verleumdung sein: http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__187.html

Falls denn Tatsachen behauptet werden. Eine Beleidigung hinter dem Rücken des Beleidigten ist aber keine.

Falls mir aber wer auf meine Aussage als Antwort ein Bild mit sexuellem Inhalt entgegenreckt, dann kann das schon eine Beleidigung sein. Die genauen Umstände prüft am Ende ein Strafgericht.

Gruß aus Berlin, Gerd
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  #5 (permalink)  
Alt 12.10.2009, 08:30
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AW: Sexuelle Belästigung im Netz

Ich sehe das ähnlich wie Gerd.

Zitat:
Zitat von Kurz
Und wenn man bedenkt, dass in Deutschland 40 Prozent aller Frauen Opfer von männlicher Gewalt sind, dann sollte die Lobby für mein Anliegen prozentuell auch so groß genug sein.
Das mit den Zahlen ist so eine Sache. In der Wikipedia steht folgendes:
Zitat:
Laut einigen Studien sollen in deutschsprachigen Ländern etwa 20 % aller in heterosexuellen Paarbeziehungen lebenden Frauen innerhalb einer Partnerschaft körperliche und oder sexuelle Gewalt erlitten haben. Werde auch die psychische Gewalt mit einbezogen, könne man davon ausgehen, dass rund 40 % aller heterosexuellen Frauen Gewalterfahrungen in einer Partnerschaft gemacht haben.
Es ist also bei den 40 % nicht nur von körperlicher, sexueller Gewalt die Rede. Gut, hast du auch nicht behauptet. Man könnte aber wegen des Zusammenhangs den Eindruck haben.

Aber was ist mit Männern? Man darf auch nicht vergessen, dass betroffene Männer selten an die Öffentlichkeit gehen.
Zitat:
Eine hohe Zahl männliche Opfer häuslicher Gewalt wird nicht nur in wissenschaftlichen Veröffentlichungen wie „Geschlecht, Gewalt, Gesellschaft“ (Verlag für Sozialwissenschaften 2003) zunehmend thematisiert, sie erscheint inzwischen stark auch in den populären Medien. So berichtete im Dezember 2004 die Frauenzeitschrift „Young - woman's magazine“, dass 43 % der Männer und 37 % der Frauen schon einmal von ihrem Partner misshandelt worden seien (mit Verletzungsrisiko).
Ich will Gewalt ganz und gar nicht gutheißen, aber ich frage mich immer wieder, was Betroffene dazu bringt, bei ihrem Partner zu bleiben. Es hat auch seinen Grund, dass ich selbst bei Streitereien bei Pärchen nicht selbst dazwischen gehe, sondern allenfalls die Polizei rufe.

Anders ist es bei Partnern, die einmalig Opfer von häuslicher Gewalt werden und sich dann folgerichtig vom Partner trennen.

Zitat:
Also habe ich mein Mütchen mit einem weiteren Eintrag im Forum gekühlt. Der politische Druck ist der Druck politischer Korrektheit - ich war oft genug Opfer von einer lächerlich übertriebenen Auffassung eines solchen, aber auf einer bodenständigen und mitmenschlich vernünftigen Ebene hat er doch seinen Sinn.
Dann haben wir ja bezüglich "political correctness" vermutlich eine ähnliche Meinung. Nur vielleicht mit dem Unterschied, dass ich das, was man so bezeichnet in den meisten Fällen als übertrieben lächerlich empfinde. So gilt es inzwischen fast als gesellschaftlicher Konsens, dass Frauen schlechter bezahlt werden, seltener in Führungspositionen kommen, bei Gewalt meist Opfer und nur selten Täter sind usw. Ich sehe das differenzierter als führende feministische Organisationen und sehe da nicht stets eine Benachteiligung der Frau. Zudem halte ich politische Lösungen für gesellschaftliche Probleme für völlig unangebracht und sogar kontraproduktiv. Als Beispiel sei nur die s.g. Gleichstellung genannt, die im Grunde lediglich eine einseitige Besserstellung der Frau darstellt. So ist in entsprechenden Gesetzen nicht geschlechtsneutral vom Mensch die Rede, sondern stets von Frauen.

Falls aber politischer Druck wirklich gewünscht ist: bei bestimmten Parteien rennt man da sicher in offene Arme.
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  #6 (permalink)  
Alt 12.10.2009, 14:04
Boardneuling
 
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AW: Sexuelle Belästigung im Netz

Falls Menschen, die in ihrem Narzissmus verletzt wurden und über dieses gekränkte Selbstbild in die Arme einer Ideologie oder Opferhaltung getrieben wurden und nun jeden, der ihre Ideologie oder ihren reinen Narzissmus kränkt mit einem Argument politischer Korrektheit niederschlägt und zu vernichten sucht, dann können die mir gelinde gesagt den Buckel runter rutschen, weil man gegen Narzissmus nicht anargumentieren kann.

Worum es mir geht ist eine Bewusstwerdung in Bereichen, in denen Menschen einfach nicht klar ist, dass sie Menschen, die aus anderen Situationen kommen als sie selbst, Schaden und Schmerz zufügen und nicht immer alles locker gesehen werden kann, sobald man selbst ein Betroffener geworden ist.

Gewalt gegen Schwächere ist immer sexuelle Gewalt, weil es eine Form des Sexueltriebes ist, der dadurch befriedigt werden soll. Meistens sind es Männer die ihr Dominanzbedürfnis zu befriedigen suchen, Frauen haben meist - nicht immer -andere Motive.

Wie auch immer, ich wollte rechtliche Schritte einleiten um eine Bewusstwerdung für die Sensibilität des von dem Forum angeschnittenem Thema zu erzwingen - und das wird nicht funktionieren.
Also bin ich zu der Überzeugung gekommen, es bleiben zu lassen. Ich habe meinen Standpunkt klar gemacht und jeder wird gemäß seines Lebenslaufes einmal zu meinen Erkenntnissen gelangen oder nicht.
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  #7 (permalink)  
Alt 12.10.2009, 14:10
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AW: Sexuelle Belästigung im Netz

P.s.:

Es ist ja auch eine Form sexueller Gewalt, wenn ich mir in einer Diskussion mit einer Muslimin, von deren Sensibilität mit dem Thema ich ausgehen kann, das Gemächt richte. Da nimmt sexuelle Gewalt schon die Form von Unterdrückung der Meinungsfreiheit ein. Wenn ich Menschen auf diese Weise in ihrem Empfinden verletze um sie mundtot zu machen, da hört sich doch alles auf.

Und wenn ich Frauen in einer Diskussion mit pornografischen Bildern bombardiere, dann ist das doch der Versuch, sie in ihrer Meinungsäußerung zu behindern und sie zu entwürdigen, also sie in ihren Menschenrechten in Frage zu stellen. Das ist schon fast ein Fall für den Gerichtshof der Menschenrechte.

Das ist in einer Gesellschaft wie der unseren wahrscheinlich an der Tagesordnung, weil man immer genug Pubertierende finden wird, die sagen werden: "Scheiß Dich nicht an."
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  #8 (permalink)  
Alt 12.10.2009, 16:52
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AW: Sexuelle Belästigung im Netz

Zitat:
Zitat von Kurz
Sexuelle Belästigung im Netz

Mal angenommen, jemand hätte Beiträge in einem Forum über ein schlimmes Verbrechen geschrieben. Diese Forum wäre speziell eingerichtet um über diesen Fall zu diskutieren. Der Fall hätte auch mögliche sexuelle Gewalt als Thema.

Und nun würden einige User beginnen, den Fall mit sexuellaufgeladenen Bildern zu kommentieren
Das ist nicht automatisch eine "sexuelle Belästigung".

Zitat:
Gebe es rechtliche möglichkeiten das Chat-Protokoll sichern zu lassen und rechtliche Schritte gegen die Forumsbetreiber einzuleiten, da die Betreiber nicht nur eine Abmahnung der beteiligten User ablehnen, sondern scheinbar selbst beteiligt zu sein scheinen.
Es wird nicht wirklich klar, was da wie passiert...

Es gelten die einschlägigen Gesetze, die die Verbreitung von "pornographischen Darstellungen" oder "jugendgefährdenden Darstellungen" regeln. Allerdings sind sexuelle Inhalte genausowenig wie die Abbildung nackter Menschen oder ihrer Geschlechtsorgane automatisch "pornographisch" oder "jugendgefährdend".

Zitat:
Und selbst für den Fall, dass das schwierig werden sollte, gäbe es einen Anwalt, der auf solche Fragen spezialisiert und empfehlenswert wäre oder eine Organisation gegen Sexismus im Netz, die zumindest politischen Druck ausüben könnte?
Klagen kann man gegen alles...

Man kann allerdings auch einfach etwas gelassener sein. Und vor allem: wenn es mir irgendwo nicht gefällt, weil da zu viele "sexuelle Darstellungen" auftauchen, und ich bin nicht gezwungen, mich dort aufzuhalten - dann gehe ich eben einfach woanders hin.
__________________
Es ist keinerlei Grund für die Annahme erkennbar, die Autoren der Verfassung hätten mit ihren Worten nicht das gemeint, was sie damit gesagt haben, sondern vielmehr das genaue Gegenteil davon.
(Der US-Supreme Court in seiner Entscheidung zu den "Pentagon Papers"; New York Times Co. vs. United States, 403 U.S. 713, 1971)
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  #9 (permalink)  
Alt 12.10.2009, 17:02
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AW: Sexuelle Belästigung im Netz

Zitat:
Zitat von Kurz
Es ist ja auch eine Form sexueller Gewalt, wenn ich mir in einer Diskussion mit einer Muslimin, von deren Sensibilität mit dem Thema ich ausgehen kann, das Gemächt richte.
Nö. Nu aber wirklich nicht.

Das ist weder in Gegenwart einer Muslimin noch in Gegenwart von sonst jemandem "sexuelle Gewalt". Das ist noch nicht mal "sexuelle Belästigung", das ist schlicht und einfach das Geraderücken eines Penis oder eines Hodens, der z.B. vielleicht gerade von einem Unterhosenbund o.ä. eingeklemmt ist.

Man mag das als etwas "nicht Knigge-gemäßes Verhalten" empfinden. So wie z.B. den Fall, das jemand einfach mal sein Gebiß rausnimmt und mit der Gabel ein Stück Gemüse entfernt, das sich darin verklemmt hat.

Aber mal ganz ehrlich: Frauen ziehen sich in Gegenwart von Männern die Träger ihrer Blusen zurecht, wenn die runtergerutscht sind. Warum soll sich ein Mann dann nicht in Gegenwart einer Frau die Hose zurechtziehen? Soll er dafür extra den Raum verlassen??

Zitat:
Da nimmt sexuelle Gewalt schon die Form von Unterdrückung der Meinungsfreiheit ein. Wenn ich Menschen auf diese Weise in ihrem Empfinden verletze um sie mundtot zu machen, da hört sich doch alles auf.
Wo wird denn Meinungsfreiheit verletzt, wenn sich jemand die Eier in der Hose zurechtlegt???



Zitat:
Und wenn ich Frauen in einer Diskussion mit pornografischen Bildern bombardiere, dann ist das doch der Versuch, sie in ihrer Meinungsäußerung zu behindern
Nein. Das ist die Ausübung meiner Meinungsfreiheit. Meine Meinung kann sich schließlich auch in erotischen Darstellungen äußern.

Und ob die "pornographisch"sind, muß sowieso erstmal ein Gericht entscheiden, und dann können sie immer noch gleichzeitig "Kunst" sein, und unterfallen dann gleich wieder dem Schutz von Art.5 GG (-> BVerfG zu "Josefine Mutzenbacher").

Zitat:
und sie zu entwürdigen, also sie in ihren Menschenrechten in Frage zu stellen.
Pornographie ist keine Verletzung der Menschenwürde.

Pornographie ist die Darstellung bestimmter sexueller Phantasien des Menschen - und diese sind ein Teil seiner Menschenwürde.

Im übrigen kann ich es mir nicht verkneifen, an dieser Stelle mal wieder mein Lieblingszitat einzufügen:

"Alle Versuche, 'gute Erotika' und 'schlechte Pornographie' von einander zu unterscheiden, enden zwangsläufig bei einem 'Was mich anmacht, ist erotisch. Was dich anmacht, ist pornographisch'."

(Ellen Willis, US-amerikanische Feministin, 1990 auf der "1.Grünen Bundes-Frauenkonferenz" in Bonn)

Zitat:
Das ist schon fast ein Fall für den Gerichtshof der Menschenrechte.
Nein. Eher für was anderes...

Zitat:
Das ist in einer Gesellschaft wie der unseren wahrscheinlich an der Tagesordnung, weil man immer genug Pubertierende finden wird, die sagen werden: "Scheiß Dich nicht an."
Manchmal sollte man einfach auf die Pubertierenden hören...

Manchmal sind die Pubertierenden nämlich deutlich weiser als manch ein Älterer.

__________________
Es ist keinerlei Grund für die Annahme erkennbar, die Autoren der Verfassung hätten mit ihren Worten nicht das gemeint, was sie damit gesagt haben, sondern vielmehr das genaue Gegenteil davon.
(Der US-Supreme Court in seiner Entscheidung zu den "Pentagon Papers"; New York Times Co. vs. United States, 403 U.S. 713, 1971)
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  #10 (permalink)  
Alt 12.10.2009, 17:04
V.I.P.
 
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AW: Sexuelle Belästigung im Netz

Zitat:
Zitat von Gerd aus Berlin
Falls mir aber wer auf meine Aussage als Antwort ein Bild mit sexuellem Inhalt entgegenreckt, dann kann das schon eine Beleidigung sein.
Es kann genauso gut aber auch eine Erwiderung sein. Im Sinne von: "Meinst Du sowas?" Oder: "Also - ich finde sowas höchst erotisch." Etc.pp. usw. usf.

Zitat:
Die genauen Umstände prüft am Ende ein Strafgericht.
Steht zu befürchten. Als ob die nicht genug wichtigeres zu tun hätten.
__________________
Es ist keinerlei Grund für die Annahme erkennbar, die Autoren der Verfassung hätten mit ihren Worten nicht das gemeint, was sie damit gesagt haben, sondern vielmehr das genaue Gegenteil davon.
(Der US-Supreme Court in seiner Entscheidung zu den "Pentagon Papers"; New York Times Co. vs. United States, 403 U.S. 713, 1971)
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