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PC Verkauf u. OS zum testen

Dies ist eine Diskussion zu PC Verkauf u. OS zum testen innerhalb des Forums Computerrecht / EDV-Recht

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  #1 (permalink)  
Alt 28.01.2010, 16:44
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PC Verkauf u. OS zum testen

Hallo,
ich lese öfters, dass ein PC oder Notebook von Privat verkauft wird u. kein Betriebssystem dabei ist. Meistens steht dort dann, dass das System xx zum testen installiert ist. Angenommen der Verkäufer hat 1 Original Lizens, darf er dann zu testzwecken diese installieren, der Käufer testet kurz ob alles ok ist u. wenn er saggt ja schmeisst der Verkäufer das Betriebssystem von der Festplatte. Ist das so legal? Immerhin könnte der Käufer das OS mit irgendwelchen tools ja wiiederherstellen?
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  #2 (permalink)  
Alt 28.01.2010, 17:29
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AW: PC Verkauf u. OS zum testen

Zitat:
Ist das so legal?
Das ergibt sich aus den Lizenzbestimmungen des jeweiligen
Betriebssystems.

Zitat:
Immerhin könnte der Käufer das OS mit irgendwelchen tools ja wiiederherstellen?
Zum einen ist das gar nicht so einfach ( eigentlich unmöglich )
_wenn_ zum löschen die richtige Software eingesetzt wird ( z.B. HDD
komplett mit Nullen füllen ).
Zum anderen hat der Käufer je nach Lizenzbestimmungen des
Betriebssystems trotzdem keine legale Lizenz ( Lizenz bedeutet
Nutzungsrecht ... simpel gesprochen ).
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  #3 (permalink)  
Alt 28.01.2010, 17:36
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AW: PC Verkauf u. OS zum testen

Zitat:
Zitat von onkelotto
Zum einen ist das gar nicht so einfach ( eigentlich unmöglich )
_wenn_ zum löschen die richtige Software eingesetzt wird ( z.B. HDD
komplett mit Nullen füllen ).
Kein Mensch löscht so eine Festplatte, wo vorher nur ein frisches OS drauf war. Hast du eine Vorstellung, wie lange das dauert? Und erst mal, wenn man mehrere Schreibdurchgänge mit Zufallszahlen durchführt. In der Regel wird einfach formatiert. Das dürfte aber auch reichen.

Ich würde aber niemals ein Pay-OS zum Testen installieren. Warum nicht einfach eine Knoppix-CD oder eine andere Live-CD einlegen? Oder Ubuntu installieren?
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  #4 (permalink)  
Alt 28.01.2010, 18:45
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AW: PC Verkauf u. OS zum testen

Zitat:
Hast du eine Vorstellung, wie lange das dauert?
HiHi ... da fragst du nun aber genau den richtigen!
Bin seit 20 Jahren professioneller Hardware-Terrorist ( mit reichlich Paranoia ...
so das ich HDDs mit einem wirklich Großen Hammer zerlege, bevor
ich sie in den Schrott werfe !)

Und auch wenn das eher Off-Topic ( weil nicht juristisch ) ist:
HDD Sektoren die mit Nullen überschrieben wurden sind defacto
nicht wiederhestellbar.
Exemplarisch : http://tinyurl.com/yb3zmtd
( Es gibt genügend andere Quellen, die selbiges aussagen )

Zum anderen - wenn es nur um das das Betriebssystem geht -
und man bei aktuellen Systemen mit einer Schreibleistung von ca.
500MB/min rechnet ( das ist eher niedrig angesetzt )
reichen auch schon wenige Minuten, so das da garantiert kein
funktionierendes System wiederherstellbar ist.

Bei einer einfachen Formatierung sieht das schon ein wenig anders aus.
Das bei einem Wiederherstellungsversuch ein funktionierendes
System heraus kommt, ist zwar unwahrscheinlich ( nun ja ... bei DOS
könnte es klappen :-) ) , aber die Wiederherstellungsquote dürfte
deutlich höher sein, als beim "Nullen".

Und in Sachen Linux-Live CD hast du natürlich recht.
Aber das stellt für die viele Anwender eine Hürde da, weil sie es nicht
kennen.

Man möge mir den Ausflug in die Nicht-Jura-Welt nachsehen...
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  #5 (permalink)  
Alt 28.01.2010, 19:28
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AW: PC Verkauf u. OS zum testen

Zitat:
Zitat von onkelotto
HiHi ... da fragst du nun aber genau den richtigen!
Bin seit 20 Jahren professioneller Hardware-Terrorist ( mit reichlich Paranoia ...
so das ich HDDs mit einem wirklich Großen Hammer zerlege, bevor
ich sie in den Schrott werfe !)
Ach, ein Artverwandter Ich vertraue lieber auf die heilsame Kraft des Feuers. Aber das mache ich nur selten.

Zitat:
Und auch wenn das eher Off-Topic ( weil nicht juristisch ) ist:
HDD Sektoren die mit Nullen überschrieben wurden sind defacto
nicht wiederhestellbar.
Sicher ist sicher. Im Grunde ist die Gefahr aber sehr gering. Auch wenn es möglich ist, wer macht das schon? Ich jedenfalls nicht. Außerdem sind eventuell verbliebene Daten viel interessanter als das blöde Windows. Und wenn es nur die Nacktbilder von der Freundin sind. Selbst wenn die fett und alt ist, ist das immer noch interessanter als Windows wiederherzustellen.

Zitat:
Bei einer einfachen Formatierung sieht das schon ein wenig anders aus.
Klar.

Zitat:
Und in Sachen Linux-Live CD hast du natürlich recht.
Aber das stellt für die viele Anwender eine Hürde da, weil sie es nicht
kennen.
Stimmt, habe ich nicht bedacht. Hier ein Link: http://www.knopper.net/knoppix/

Back to topic: ich kann mir kaum vorstellen, dass man sich strafbar macht, wenn man eine lediglich formatierte Festplatte mit dem Rest der Hardware verhökert. Zumal MS nun wirklich nicht besonders konsequent mit Raubkopierern umgeht. Trotzdem würde ich es nicht tun.
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Alt 04.02.2010, 11:10
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AW: PC Verkauf u. OS zum testen

Wenn wir bei Windows bleiben ist es seit der Version Vista ja auch möglich ohne Seriennummer zu intallieren und diese muss dann mit Ablauf von ein paar tagen oder anzahl von Systemstarts nachegtragen und aktiviert werden. Ansonsten wird das Windows nicht mehr viel machen. Also würde es mir hier keinerlei Kopfzerbrechen bereiten.

Bei älteren Systemen sehe ich es auch nicht so kompliziert, da ich als Lizenzinhaber vor dem Verkauf diese Software lösche, und dies auch explizit so im Kaufvertrag festhalte. Wenn der Käufer dann Mittel zur Widerherstellung nutzt um trotzdem an diese Software zu kommen dürfte ich aus dem Schneider sein, da ich rechtlich nix bednkliches gemacht habe.
__________________
Ich bin kein Anwalt - und die einzige Vorlesung in Rechtwissenschaften die mit meinen Arbeitszeiten vereinbar wäre (als Gasthörer) ist Schuldrecht II

Alles was ich hier Schreibe kann daher keine Rechtberatung sein, sondern es können nur Tipps nach meinem evtl. gesundem Menschenverstand sein..
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