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Windpark-Netzanschluss: Verhandlungen mit Netzbetreiber führt meist zum Erfolg. Rechtsstreit vermeiden

Veröffentlicht: 15.04.2011 um 11:06 von Wind-Ing

Netzanschluss nach Mittelspannungsrichtlinie, Niederspannunsgsrichtlinie oder Transmissioncode: Verhandlungen mit Energieversorger oder Netzbetreiber führt meist zum Erfolg. Rechtsstreit vermeiden


Die meist verwandte Richtlinie für den Anschluss von Erzeugungsanlagen (wie Windkraftanlagen oder Windenergieanlagen) an das Stromnetz werden in der „Technische Anschlussbedingungen für den Anschluss an das Mittelspannungsnetz TAB Mittelspannung 2008“ beschrieben. Kurzgenannt auch „Mittelspannungsrichtlinie“, da Sie im Sinne dieser Richtlinie ein Netz mit einer Nennspannung > 1 kV bis < 60 kV beschreibt.

Diese Richtlinie ist jedoch kein Gesetz sondern nur eine Empfehlung. Somit legt Sie einen Standard fest, von dem jedoch im Einzelfall im Ermessen des Netzbetreibers abgewichen werden kann.

Bei einer neuen Beantragung eines Netzanschlusses wird der Netzbetreiber aufgefordert einen Netzanschlusspunkt zu nennen. Hierbei ist im EEG der wirtschaftlich günstigste festgeschrieben. Hier scheiden sich natürlich die Geister, da die Kosten natürlich immer jemand anderes tragen soll.

Da es hier oft um Kosten von einigen hundert tausend Euro geht, lohnt sich dort genauer hinzuschauen. Oft sind dir Fronten verhärtet oder es wird mit Rechtsstreit gedroht. Da das EEG für erneuerbare Energien eine bevorzugte Stromabnahme vorschreibt, gehen die Klagen oft zu Gunsten der Kläger aus. Jedoch sollte nicht vergessen werden, das Zeit Geld ist. Was nützt das Recht wenn das Projekt auf „Eis“ liegt oder erst in 4 Jahren ein Vergleich über die erhöhten Anschlusskosten herauskommt.

Hier rate ich zu einer Mediation. Der Konflikt sollte gar nicht erst bis zum Gerichtstermin eskalieren. Bei dem ersten Anzeichen eines drohenden Rechtsstreit sollte das persönliche Gespräch auf technischer Ebene gesucht werden. In einem konkreten Fall sollte der Antragsteller für eine Erweiterung eines 3 MW Windpark auf 8 MW W ein Kabel von 15 km Länge selber legen und bezahlen. Bei einem Gespräch mit dem Netzberechner des Netzbetreibers konnte eine Alternative gefunden werden. Durch geschickte Betriebsweise des Windparks konnten 7,8MW ohne Einschränkungen bzw. 8MW mit Einschränkungen an das bereits bestehende Netz angeschlossen werden. Hier standen den geschätzten 450.000€ Kabelkosten die Kosten für Berechnungen und des Termins mit einem Sachverständigen für Windenergieanlagen und Windparks gegenüber.

Weitere Informationen unter

www.mittelspannungsrichtlinie.de
www.transmissioncode.de
www.neue-niederspannungsrichtlinie.de

Oder bei Autor:
www.wind-ing.de

Dipl. Ing. Jens Altemark* 
Mail JA@wind-ing.de** 
Tel** 04331 335657** Mob 01578 4900047
Fax* 04331 335655
Kategorie: Kategorielos
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