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positiver BTM-Test bei Medikamenten

Dies ist eine Diskussion zu positiver BTM-Test bei Medikamenten innerhalb des Forums Betäubungsmittelrecht

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Alt 29.04.2010, 09:51
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Question positiver BTM-Test bei Medikamenten

Moin,
mal angenommen ein Verkehrsteilnehmer, nennen wir den mal A, muß aufgrund einer Nerveventzündung,ausgehend von der LWS bis hinunter in den Fuß, begleitet durch extrem starke Schmerzen Medikamente einnehmen.
A hat nach einem Krankenhausaufenthalt verschiedene Arztbesuche und Anwendungen, zu denen er selber mit seinen PKW fahren muß, da eine Fahrt mit öffentlichen Transportmitteln nicht möglich ist.
A wohnt sehr ländlich und der Bus fährt 3x am Tag.

Die Medikamentation von A sieht derzeit wie folgt aus:

Medikament , Einnahme
Tramadol 100 , 1-0-1
Naproxen 50 , 1-0-1
Ibu 800 , nach Bedarf,1x täglich
Tetrazepam 50 nach Bedarf,1x täglich

Tramadol würde jetzt auf 150mg täglich reduziert werden.

Gesetz dem Fall, A würde in eine Routinekontrolle kommen, ist nicht durch seine Fahrweise negativ aufgefallen und macht auch sonst keinen Eindruck, "neben sich zu Stehen".

Würden die genannten Medikamente auf einen BTM-Test positiv reagieren?
Wie würde weiter verfahren werden, wenn A angibt, daß er diese Medikamente verschrieben bekommen hat?

Rücksprache mit dem Arzt ergab für die ersten
2 Wochen ein absolutes Fahrverbot.
Jetzt nach etwa 4 Wochen dürfte A wieder Fahren, jedoch nur das Nötigste und kurze Strecken.
__________________
GTR 1000
" Eine Vision ohne Handlung ist ein Traum;
eine Handlung ohne Vision ist ein Alptraum. "
( japanisches Sprichwort )
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Alt 29.04.2010, 20:10
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AW: positiver BTM-Test bei Medikamenten

sorry, mein letzter Beitrag blieb in der Forensoftware hängen, also kurzgefasst:

- Tramadol mach Test opiatpositiv
- die Entzündungshemmer sind irrelevant
- Tetrazepam macht Benzodiazepine positiv, wenn nach ihnen gesucht wird.

Folge eines positiven Tests ist Blutprobe. Wenn Behörde Tauglichkeit anzweifelt, verlangt sie Facharztattest oder MPU. Alle genannten Medikamente machen aber nicht automatisch fahruntauglich, da keine Btm.

Fahrer sollte Attest mitführen und sich Tauglichkeit vom Arzt bestätigen lassen. Und: Achtung mit Tetrazepam! Wirkt in Dosierung 50 mg ganz schon heftig und über einige Stunden, und es gibt Reboundeffekte (Wirkung noch nach einigen Tagen).
__________________
Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz.
Albert Einstein

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Alt 21.06.2010, 20:46
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AW: positiver BTM-Test bei Medikamenten

[QUOTE=Humungus;741181]sorry, mein letzter Beitrag blieb in der Forensoftware hängen, also kurzgefasst:

- Tramadol mach Test opiatpositiv
- die Entzündungshemmer sind irrelevant
- Tetrazepam macht Benzodiazepine positiv, wenn nach ihnen gesucht wird.

Folge eines positiven Tests ist Blutprobe. Wenn Behörde Tauglichkeit anzweifelt, verlangt sie Facharztattest oder MPU. Alle genannten Medikamente machen aber nicht automatisch fahruntauglich, da keine Btm.

Fahrer sollte Attest mitführen und sich Tauglichkeit vom Arzt bestätigen lassen. Und: Achtung mit Tetrazepam! Wirkt in Dosierung 50 mg ganz schon heftig und über einige Stunden, und es gibt Reboundeffekte (Wirkung noch nach einigen Tagen).

Bist du sicher??????
Steht Tramadol nicht dem Btmg?
Meiner Meinung nach würde ich mit Benzos nicht fahren.Da erhebliche Unfallgefahr.Ich bin auch schon beim fahren eingeschlafen.Bleib mit dem A.... zu Hause.Lohnt nicht das Leben aufs Spiel zusetzen.
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Alt 21.06.2010, 23:00
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AW: positiver BTM-Test bei Medikamenten

Zitat:
Zitat von Theo50 Beitrag anzeigen
Steht Tramadol nicht dem Btmg?
Nein, Tramadol ist nur rezeptpflichtig, kein BtM.
Zitat:
Meiner Meinung nach würde ich mit Benzos nicht fahren.
Im Allgemeinen ist dieser Rat natürlich richtig, es hängt aber von der Art, der Dosis und der Gewöhnung an das Präparat ab. Es muss mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden, ob eine Fahrtauglichkeit besteht.
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  #5 (permalink)  
Alt 22.06.2010, 08:59
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AW: positiver BTM-Test bei Medikamenten

Zitat:
Zitat von Humungus Beitrag anzeigen
Alle genannten Medikamente machen aber nicht automatisch fahruntauglich, da keine Btm.
Nicht nur BTM machen fahruntauglich.
Im genannten Fall kann schon allein das Ibuprofen 800 (wenn man nicht daran gewöhnt ist) die Fahrtauglichkeit beeinträchtigen. Tetrazepam und Tramadol natürlich erst recht. Klar reagiert jeder Körper anders und nach einer gewissen Zeit der Gewöhnung ist das sicher auch alles nicht mehr so schlimm. Aber ohne ärztliche bestätigung der Fahrtauglichkeit würde ich mich mit der Kombi schon zu meiner eigenen Sicherheit nicht hinters Steuer setzen)
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  #6 (permalink)  
Alt 22.06.2010, 09:03
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AW: positiver BTM-Test bei Medikamenten

Zitat:
Zitat von Hasten Beitrag anzeigen
Nicht nur BTM machen fahruntauglich.
Meine Antwort war juristisch gemeint und auf die FEV gemünzt. Bei der besteht bei Einnahme von BTM automatisch Fahruntauglichkeit (Anlage 4 Punkt 9.1), aber nicht bei der Einnahme anderer Medikamente.
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  #7 (permalink)  
Alt 22.06.2010, 19:46
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Zitat:
Zitat von Hasten Beitrag anzeigen
Nicht nur BTM machen fahruntauglich.
Im genannten Fall kann schon allein das Ibuprofen 800 (wenn man nicht daran gewöhnt ist) die Fahrtauglichkeit beeinträchtigen. Tetrazepam und Tramadol natürlich erst recht. Klar reagiert jeder Körper anders und nach einer gewissen Zeit der Gewöhnung ist das sicher auch alles nicht mehr so schlimm. Aber ohne ärztliche bestätigung der Fahrtauglichkeit würde ich mich mit der Kombi schon zu meiner eigenen Sicherheit nicht hinters Steuer setzen)
Es gibt Leute,die sind im Methadonprogramm,10ml 1%tiges, und führen Kraftfahrzeuge.Manchen merkt man es garnicht an.Wie schon gesagt,die Gewöhnung.Wenn man an ein Medikament einige Zeit gewöhnt ist,und es abgesprochen ist,dann ist es erlaubt.Aber wie auch schon oben gesagt,der Gesundheit und der Sicherheit wegen,würde ich es besser lassen, mit dem Auto in den Verkehr zu fahren.Geh zu Fuß oder mit Bus und Bahn.Es könnten ja auch andere zu Schaden kommen.Liebe Grüße
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