Dies ist eine Diskussion zu Im Methadonprojekt und immer noch den Lappen! innerhalb des Forums Betäubungsmittelrecht
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| Im Methadonprojekt und immer noch den Lappen! Wieso dürfen schwerstsuchtkranke Menschen, die an einem Ersatzdrogenprojekt teilnehmen und noch einen Führerschein haben bzw. auch noch unter diesen Ersatzdrogen aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Wie sieht die Gesetzeslage zu dier Thematik aus?. Danke im voraus |
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| Bei Methadon handelt es sich nicht um eine illegale (sondern eine verkehrsfähige --> nicht im Sinne von Straßenverkehr) "Droge", besser Mediakment. Es gibt also keinen Grund, einem Methadon-Patienten per se den Führerschein zu entziehen. Man entzieht ja auch niemandem der wg. chronischem Reizhusten Codein bekommt (auch ein Opiat) den Führerschein. Was das "fahren unter Methadon" anbelangt, ist die Lage nicht eindeutig (mit Grenzwerten o.ä.) geregelt. Prinziepiell hat der behandelnde /substituierende Arzt den Patienten aufzuklären, daß die Methadondosis ggf. zu hoch ist, um am Straßenverkehr teilzunehmen. Gerade am Anfang der Substitution wird das regelmäßig der Fall sein. Ist der Patient jedoch auf das Medikament "eingestellt" kann sehr wohl Fahrtüchtigkeit gegeben sein, da Methadon keine Rauschwirkung hervorruft, sondern lediglich die körperl. Entzugssymtomatik verhindert. Vor einigen Jahren war es so -ich weiß nicht ob heute auch noch- daß der Arzt quasi eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen konnte.
__________________ cheers, JHS |
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| AW: Im Methadonprojekt und immer noch den Lappen! Zitat:
Ok, ich würde dich gerne aufklären z.B. über den Unterschied zwischen einen Schwerstsuchtkranken und einem Substituierenden im Ersatzdrogenprogramm: (Deine Beschreibung ist doch schon ein Widerspruch in sich: Würdest du die Regeln und die vorgeschriebenen Gesetze zur Ausgabe der Ersatzdroge kennen, wüsstest du: Kein Schwerstsuchtkranker kann es in einem EDP aushalten!) Schwerstsuchtkrank ist ein Toxicomane. Er benötigt seine tägliche und meist sehr hohe Ration an Heroin, Kokain, Amphetamin, Diazepam, und Benzos (starke Schlaf- u. Beruhigungsmittel) Die Sucht und Menge steigert sich innerhalb kürzester Zeit ins Unermessliche. Langjährig Abhängige mit wechselndem Drogenkonsum verfügen allerdings oft nicht mehr über die notwendigen geistigen Ressourcen für eine erfolgreiche Wiedererteilung von einem Führerschein Diese Menschen bauen sehr schnell geistig ab- besitzen nur noch eine verlangsamte Reaktion im Strassenverkehr und sind deshalb nicht mehr fähig ein Fahrzeug zu führen Schwerstsuchtkrank und somit genauso unfallgefährdet sind aber auch die Kettenraucher, oder einer der jeden Abend mind. 2 Flaschen Wein säuft! Der Herzpatient, der ebenfalls tägl. u. regelmäßig, sehr starke Medikamente einnehmen muss? oder meinst du etwa die Dämlichkeiten der High-Society die allabendlich ihre Schlaftabletten zu sich nehmen? (natürlich in einem sehr trockenen Martini...gerührt!) oder Mr. Big-Stuff (Schauspieler, Mode-Designer, bzw. v. Beruf Sohn/Tochter) die alle 2 Std. ihre kleinen dezenten Lines im Hinterzimmerchen schnupfen? Dazu kämen dann noch die Neo-Coolen, die 3 Tage lang mit Ectasy versuchen, beim Autorennen auf der Landstrasse der Beste zu sein. Glaubst du nicht, dass solche Leute für den Strassenverkehr genauso gefährlich sind? Dann gibt es den zu substituierenden Konsumenten- allerdings auch wieder in 2 Kategorien aufgeteilt. Manche lassen sich eine sehr hohe Dosis verschreiben, weil sie es brauchen oder einfach nur einen dicken Kopf möchten. (d. h. ca. 8- 15ml!) Obwohl verboten- konsumieren sie noch ihre tägl. Ration an Hochprozentigem und mehrere Flaschen Bier. Dazu kommen noch div. Schlafmittelchen...und das Autofahren wird zu einem Spießrutenlauf! Und nun möchte ich dir von denen schreiben, die im Ersatzdrogenprogramm sind und trotzdem ihren Führerschein(Lappen) noch besitzen. ICH gehöre nämlich zu dieser Kategorie: 1. Kommt es immer auf die Menge der Ersatzdroge an (Ich habe mich selbst von 8ml auf 2 ml herunter dosiert ) 2. Ich fahre seit 20 Jahren, davon 20 J. unfallfrei (obwohl schon 4 Jahre im EDP) 3. Zudem habe ich keinerlei! Beigebrauch (wird sporadisch kontrolliert) 4. Alkohol u. Tabletten waren noch nie so mein Ding. Ich habe nur diesen einen Fehler gemacht: Ich war neugierig ....(nein, ich komme aus keiner schlechten Familie- im Gegenteil!) ...und die Testphase habe ich zu lange hinaus gezogen. Naja, irgendwann war es zu spät zum Aufhören. Mein Geld war auch zu Ende, beschaffen wollte ich es nicht, also bin ich in das EDP- was ich bis heute nicht bereue. Denn ich kann damit ganz normal leben, z. B. arbeiten! Ich bin von Beruf Lohn- und Gehaltsbuchhalterin, besitze eine 100qm Eigentumswohnung, durch regelmäßige Körperpflege und meinen Bekleidungsstil hatte ich nie dieses typische Aussehen einer Drogenkonsumentin.. Weshalb ich dir soviel zu diesem Thema und über meine Person getextet habe? Weil es nervt, ständig mit den Kaputten verglichen zu werden! Allein deine Ansage: Im Ersatzdrogenprogramm und trotzdem noch den Lappen Ich fahre sicherer und rücksichtsvoller als jeder der oben beschriebenen Spezies!! (Erkennst du dich nicht in einem dieser Kandidaten wieder?) Aber so etwas kann und will man gar nicht glauben, oder??!! Denn Methadon bedeutet doch arbeitsscheu, asozial, krank,...und zu kaputt irgendetwas im Leben richtig zu machen!... und überhaupt,.. kann man diese Suchtler doch sowieso abschreiben! Das ist es, ja??? Oder weshalb soll ich als Substituierende nicht fahren?? Kannst du mir DAS mal erklären?? PS: (achja, bin dazu noch kerngesund, stell dir vor!) Mit Hilfe von einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung kann die Fahreignung günstig beeinflusst werden. Ist dann die Monoabhängigkeit von Methadon erreicht, kann in einem nächsten Schritt auch die Fahreignung wiederhergestellt werden. |
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| AW: Im Methadonprojekt und immer noch den Lappen! Zitat:
Merci für deinen Beitrag*g* Gruß Angelina *und für "Daglo": sehe das noch als Anhang zu meinem Beitrag und versuche dich mit dem Gedanken anzufreunden, dass es nicht nur "Geschaffte" im EDP gibt! Ich habe nämlich genau diese o.g. Unbendenklichkeitsbescheinigung von meinem Arzt bekommen. Die einzige Gesetzesregelung (das wolltest du doch wissen, oder?) Ich musste noch nicht mal zur MPU Wieviel Autofahrer müssen doch gleich wieder zur MPU jedes Jahr? * |
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| AW: Im Methadonprojekt und immer noch den Lappen! Das ein Methadon nutzer sein Führerschein behalten darf finde ich auch nicht gerade toll,aber kenne sogar einen der ist Busfahrer!Mann muss sich das mal vorstellen der hatt ein Personenbeförderungsschein,wömöglich fährt der sogar Schulbusse!Also bei aller Toleranz,dafür habe ich überhaupt kein verständnis! |
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| AW: Im Methadonprojekt und immer noch den Lappen! Die Einnahme von BtmG-pflichtigen Substanzen macht per se fahruntauglich. Werden diese Substanzen allerdings ärztlich verordnet und es liegt kein Missbrauch vor, ist es möglich, dass Fahrtauglichkeit weiter zugesprochen wird. Dazu ist eine enge und offene Zusammenarbeit mit der Fahrerlaubnisbehörde Voraussetzung, normalerweise auch eine MPU. Mir ist ein methadontherapierter Busfahrer, der aufmerksam auf seinen Konsum achtet (und genau weiß, was auf dem Spiel steht), lieber als einer, der sich ab und zu einen "pichelt" oder kifft und trotzdem fährt. Die Suchfunktion kann Dir einige üble Beispele liefern. Medizinisch gesehen kann jemand, der eng kontrolliert und behandelt wird, trotz Methadon genauso gut reagieren und fahren wie ein Nicht-Abhängiger.
__________________ "Und was soll ich Dich lehren? Das Müllern - oder auch alles andere?", wollte der Meister wissen. "Das andere auch", sagte Krabat. In memoriam Otfried Preußler Bitte nicht auf PNs reagieren, die unbürokratisch Hilfe bei BtM- und Führerscheinproblemen anbieten! Diese grundsätzlich dem Admin melden. |
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| AW: Im Methadonprojekt und immer noch den Lappen! Was aber wenn was passiert,wem sollte mann dafür dann Haften lassen. Methadon ist eine Droge ich denk das die in hohen Dosen auch berauscht(die 11Jährige Chantal ist dran gestorben angeblich an nur einer Tablette)die sollen machen was die wollen,aber auf gar keinen fall Kinder transportieren dürfen! |
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| AW: Im Methadonprojekt und immer noch den Lappen! Die Methadon-Substitution soll suchtkranken Menschen ermöglichen, wieder am täglichen Leben teilzunehmen. Das ist ihr Sinn und Zweck.
__________________ An armed man is a citizen. An unarmed man is a subject. - Thomas Jefferson (Ein bewaffneter Mensch ist ein Bürger. Ein unbewaffneter Mensch ist ein Untertan.) |
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| AW: Im Methadonprojekt und immer noch den Lappen! Zitat:
Die kleine Chantal (hat bestimmt einen Bruder namens Kevin) hat vorher wohl kaum Opiate konsumiert.
__________________ "Und was soll ich Dich lehren? Das Müllern - oder auch alles andere?", wollte der Meister wissen. "Das andere auch", sagte Krabat. In memoriam Otfried Preußler Bitte nicht auf PNs reagieren, die unbürokratisch Hilfe bei BtM- und Führerscheinproblemen anbieten! Diese grundsätzlich dem Admin melden. |
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