Dies ist eine Diskussion zu Cannabis als Medizin und LETZTE Lösung innerhalb des Forums Betäubungsmittelrecht
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| Cannabis als Medizin und LETZTE Lösung von vorneherein bitte ich Sie nicht vor dem langen Text zurückscheuen, da nur dadurch die Tragweite klar wird! Selbstredend handelt es sich um ein fiktives Szenario. bevor ich Ihnen den Fall vorlege und vortrage was mir am Herzen liegt möchte ich Ihnen eine kurze Beschreibung der Person A geben! A ist 2 23 und studiert an der Ludwig-Maximilians-Universität in München im 4.Semester Physik. Er erhält. monatl. BaföG in Höhe von 330 Euro, was bei weitem nicht für die Warmmiete von 450 Euro(für 25 qm, also durchaus keine Luxuswohnung) ausreicht, weshalb A nebenbei noch auf 150 Euro-Basis jobbt! Zusätzlich musste A sich einen Kredit aufnehmen, da er die Studiengebühren in Höhe von 500 Euro pro Semester sonst unmöglich bezahlen könnte! Was er ansonsten noch zum Leben braucht muss er sich von den 200 Euro monatl. , die er von seiner Mutter und seinem Stiefvater erhält bezahlen.Weshalb ich speziell auf A´s nicht rosigen finanziellen Verhältnisse eingehe, wird später klar werden. Ein Teil von A´sPersönlichkeit, der ihn schon von Kindestagen an prägt sind seine ausgeprägten Zwangsneurosen! Bereits im Alter von acht Jahren hatte er "Ticks", die sich in Form von Schulterzucken und Kopfnicken äußerten, oder darin, dass er Sachen drei- viermal machen musste- wie etwa Schuhe zubinden-, weil er während des Vorgangs an etwas dachte, was ihm nicht gefiel. Diese kleinen Ticks wurden aber immer schlimmer, sodass er mit 12 bereits einen ausgeprägten Waschzwang hatte, mit allem was dazugehört, sprich tägliches fast einstündiges duschen und vor allem Händewaschen bis zu 300!!! mal pro Tag! Seine Hände waren damals über und über voller blutiger Wunden, da die Haut schlicht aufriss! Damals ging er dann auch freiwillig das erste Mal in Therapie, wo er auch fast 2 Jahre war, jedoch ohne erhoffte Besserung. Die Waschzwänge wurden immer schlimmer und A immer älter...wie es so ist hatte er dann mit 14, 15 auf Partys gelegentlich mit Freunden einen Joint geraucht und zu seiner sehr positiven Überraschung festgestellt, dass seine Zwänge dadurch unglaublich leichter wurden. Er musste nicht mehr nur den ganzen Tag ans Waschen denken! Seit er damals gelegentlich (1-2 mal pro Woche) kiffte ging es ihm psychisch einfach besser! Mit 16 hatte er jedoch großen privaten Stress, sodass er aufhörte mit dem Kiffen. Leider fingen danach seine Zwangsneurosen wieder an richtig aufzublühen, und diesmal nicht nur mit Zwangshandlungen, sondern vor allem auch mit Zwangsgedanken. Das bedeutet im Klartext: Egal welche Handlung man gerade macht, man macht diese Handlung solange, bis man dabei, seinem subjektiven Empfinden nach, an etwas"Gutes" denkt. Das bedeutet, dass es passieren kann, dass man eine Treppe 20 mal auf und ab läuft nur aus dem einen Grund, weil man erst beim 20ten Mal den Gedanken gefunden hat, der die vorhergehenden "schlechten" Gedanken neutralisiert. Das gilt natürlich auch für alles andere.Einige Beispiele: Türen auf- oder zumachen, sich an- oder ausziehen, eine Straße entlang zu fahren oder beim Einkaufen etwas vom Regal in die Tasche zu stecken. Das ging soweit, dass A schon gar nicht mehr aus dem Haus, geschweigeden spazieren gehen und schon gar nicht, wie für sein damaliges Alter typisch, weggehen konnte, weil er für 20 Meter Straße fünf Minuten brauchte, da er zigmal vor- und zurücklief, weil ihm ein Kieselstein, oder der Gedanke beim Überschreiten einer gewissen Stelle nicht passte!(Psychologen bezeichnen sowas als "Magisches Denken". Was sich hier so lustig anhört, ist in Wahrheit eine Qual sondersgleichen, eine konstante nicht enden wollende Stresssituation. Und zwar in solchem Maße Stress, dass man gar keine andere Wahl hat, man will es nicht tun, wird aber von seinen eigenen Gedanken dazu gezwungen. So absurd das klingen mag, es ist unerträglich, ganz zu schweigen vom sozialen Ausschluss den man natürlich erlebt! Diese Gedanken wurden dann immer schlimmer. Sein Stiefvater geht gern ins Fitness- Studio und hat daher daheim Protein- oder Aminosäure-Getränke rumstehen. Da diese Getränke manchen Berichten zufolge starke Nebenwirkungen haben, hatte er plötzlich Angst davor und konnte sich nicht mal mehr in der Küche aufhalten, noch seinen Stiefvater berühren und nicht mal mehr mit ihm im Auto mitfahren! Während der ganzen Zeit war A bei einem anderen Psychologen in Behandlung- bei diesem insgesamt von seinem 16ten bis zu seinem 18ten Lebensjahr- der sich mit Zwängen schon häufig befasst hatte, aber gebracht hat es nichts! Als er 17, 18 war hat er aufgehört etwas im Restaurant zu essen, da ja schon jede Menge Menschen vorher das Besteck benutzten und mit dem Essen in Berührung gekommen sind! Es war auch gar nicht daran zu denken aus einem Glas im cafe zu trinken.Öffentliche Toiletten waren tabu. Er hatte damals auch begonnen selbst Lebensmittel einzukaufen und selbst zu kochen, weil er nichtmal mehr das gegessen habe, was seine Mutter gekocht hat, keiner durfte auch nur in die Nähe seiner Lebensmittel kommen! Er kaufte sich eigenes Besteck, eigene Töpfe usw.Er wusch auch seine Kleidung separat von der, der anderen Familienmitglieder selbst. Als er 18 war wechselte er, wegen ausbleibendem Erfolg, wieder den Therapeuten und diesmal zu einem, der ihm von anderen Psychotherapeuten und Ärzten als einer der Besten für neurotische Zwangserkrankungen empfohlen wurde! Er war auch bei ihm knapp zwei Jahre, ohne, dass sich auch nur geringfügig etwas verbessert hatte! A ist dann nach dem Abitur nach München gezogen in sein eigenes Appartemment, da Studentenheim oder WG natürlich nicht in Frage kamen mit seinen Zwängen.Es hat insgesamt ein halbes bis dreiviertel Jahr gedauert, bis er seine Wohnung eingerichtet hatte, sodass er sogar ein Jahr verschwendete, weil er damals einfach noch nicht fähig war zu studieren, solang seine Wohnung und sein Leben hier nicht passte! Ihm konnte bei der Wohnung niemand helfen, da keiner seine Sachen berühren durfte. Sie können sich vorstellen, was es für seine Neurosen bedeutete allein in einer neuen Stadt ohne Psychotherapeut. Die wurden immer noch schlimmer, obwohl er damals schon dachte, das sei gar nicht mehr möglich. Das ging soweit, dass er plötzlich, fragen Sie nicht warum, A weiß es selbst nicht genau, Angst vor Alzheimer hatte, zusätzlich zu all dem anderen! Er suchte sich im Internet die Standorte aller Münchener Altenheime und Geriatrien heraus und meidet seither ganze Straßen, U-Bahn-Stationen oder Parks, die sich auch nur in entfernter Nähe befinden. Im Wohnblock vor seinem Wohnblock ist ein Durchgang, wenn man auf die Straße will muss man diesen passieren und im obersten Stockwerk lebt ein an Alzheimer erkrankter Mann. Seitdem er das weiß geht er grundsätzlich, egal ob Schnee, Hagel, Regen oder strahlenster Sonnenschein nur noch mit Regenschirm raus- die Leute lachen schon über ihn.Natürlich benutzt er auch keine Sitzplätze in der U-Bahn, Zug oder im Bus!Auch den Kühlschrank in seinem Appartement benutzt er nicht, da ja schon andere Leute vorher den benutzt haben. Den Müll trägt ausschließlich seine Stiefschwester für ihn raus, die gottseidank, ein Jahr nach ihm wegen dem Job nach München zog und eine Wohnung im selben Haus gefunden hat. Vorher hatte er sich nach dem Müllraustragen immer viermal geduscht- mehr als eine Stunde- und dabei mindestens zwei volle Flaschen Duschgel verbraucht! Seitdem in einem der Hörsäle ein Versuch mit radiopaktiven Präparaten gemacht wurde, geht er nicht mehr in diesen Hörsaal, was dazu führt, dass er eine komplette Vorlesung nicht hören kann und den Stoff rein von zuause aus, aus dem Buch erlernt. In den anderen Hörsälen gibt es nur ganz bestimmte Plätze auf die er sich sitzen kann und selbst da legt er mindestens 15 Blatt Druckerpapoier auf Sitz und Lehne, bevor er sich hinsetzt!Er hat mit einem Komillitonen, der über alles Bescheid weiß im Münchner-Business-Plan-Wettbewerb, den ersten Preis seiner Universität geholt, mit einem Projekt, das sich mit neuartigen Methoden zur Krebstherapie beschäftigt(er musste dazu allerdings nie außerhalb seiner Uni arbeiten und hatte nichts mit Keimen, Viren oder Bakterien zu tun, sonst wär das gar nicht möglich gewesen.Sie haben daraufhin ein Labor im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik zur Verfügung gestellt bekommen, in das er allerdings nie gehen wird-aus Zwangsgründen. Er macht nur von zuhause aus die notwendigen Berechnungen, den Spaß haben dann die anderen! Letzte Woche musste er ins Krankenhaus, weil er sich den Zeh gebrochen hatte. Die Kleidung, die er an hatte, hat er anschließend weggeschmissen und hat sich viermal geduscht.Um es kurz zu sagen. ALLES, wirklich ALLES was A den ganzen Tag über erlebt hat mit Zwängen zu tun. Kein einziger Gedanke ohne Zwangsgedanken, keine einzige Handlung ohne Zwangshandlung! Wissen Sie wie schön es ist, wenn man sich über die unlogische Absurdität bewusst ist, aber letztendlich von den eigenen Gedanken dazu gezwungen wird etwas zu tun, was man nicht will, als ginge es um Leben und Tod und das ist keine Übertreibung! Sie wissen, das macht keinen Sinn, aber gleichzeitig fühlen sie sich, als müssten sie sterben, wenn sie es nicht machen. Stress pur. Prüfungsstress oder solche Geschichten wie Höhenangst oder Platzangst sind ein Witz dagegen , ein laues Lüftchen! Und das den ganzen Tag lang, ständig hohen Blutdruck, ständig! Ich könnte A´s Liste endlos fortführen, aber ich glaub ich konnte Ihnen einen Eindruck von seinem tollen "Leben" vermitteln. A hat sogar ab und zu Selbstmordgedanken, weil er auf diesen Mist einfach keine Lust mehr hat. Sie müssen sich das vorstellen, Sie stehen ständig unter Strom, von früh bis spät, von spät bis früh, eine nicht enden wollende Dauerstresssituation 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Er kann ganz einfach nicht mehr. Das einzige was ihn am Leben erhält, ist der Gedanke, dass er seiner Mutter, das nicht antun kann.Verstehen Sie, diese Frau, der einzige Mensch, der immer für ihn da war und unter seinen Zwängen so unglaublich mitleidet und mitgelitten hat, dass sie teilweise mit den Nerven am Ende war, dem kann er sowas ganz einfach nicht antun. Sie hat dazu inIhrem Leben durch seine Zwänge und seinen Alkoholikervater, der sie und ihn acht jahre lang immer geschlagen hat, einfach schon zuviel erlebt, das hat sie nicht verdient, dass sich ihr einziges Kind das Leben nimmt. Er hat in München lange versucht einen Psychotherapeuten zu finden, obwohl alle zuvor nichts gebracht haben. Aber versuchen Sie mal in der "Großstadt mit Herz"(dass ich nicht lache,wenn man Geld hat vielleicht) einen Therapeuten zu finden, der gesetzlich Krankenversicherte behandelt. Und wenn man dann doch mal Glück hat, hat man in 8- 10 Monaten einen Termin, da der Terminkalennder zu voll ist! Aber selbst, wenn er einen finden würde, gäbe es keine Aussicht auf Besserung, was durch Gespräche mit seinen früheren langjährigen Therapeuten und durch Gespräche in zahlreichen einschlägigen Psychotherapieforen im Internet sonnenklar ist. Zwangsneurosen von seiner Tragweite, lassen sich ganz einfach nicht oder kaum therapieren. Man lernt- auch den Meinungen der Psychiater zufolge- in der Therapie mit den Zwängen zu leben und damit umzugehen. Toll, das kann er so auch schon, immerhin ist er noch am Leben und macht erfolgreich ein Physikstudium. Mit seinen Therapeuten hatte er auch mehrmals über die Möglichkeit einer geschlossenen stationären Behandlung gesprochen,sie sind jedoch allesamt jedesmal zu dem Schluss gekommen, dass es ihm nichts, aber absolut gar nichts helfen würde. In dieser Behandlungsform, wär ermit seinen Ängsten konfrontiert worden und man hätte ihn vor Situationen gestellt, in denen er sich seinen Zwängen hätte stellen müssen. Das Dumme ist nur, es hätte nichts geholfen, weil seine Neurosen so strukturiert sind, dass eine Konfrontation nichts bringt. Sie müssen sich das so vorstellen: Das Gewünschte bei dieser Behandlung ist ein Gewöhnungseffekt, dass der Patient sieht" Aha, jetzt hab ich 50 mal aus einem normalen Glas im Cafe getrunken und mir ist nichts passiert, also wovor sollt ich Angst haben!" Tatsache ist aber, dass A denkt:" 50mal ists gut gegangen, das bedeutet aber nicht, dass es beim hundertsten Mal, oder 200ten Mal oder beim 51ten Mal gutgeht." Aus diesem Grund hilft Konfrontation bei Zwängen herzlich wenig. Also sprachen sie über die ultima ratio, die letztmögliche Behandlunsform, die noch aussteht. Medikamentöse Behandlung. Die einzigen Medikamente, die medizinischen Studien zufolge bei neurotischen Zwängen anschlagen sind Antidepressiva und zwar genauer Antidepressiva aus der Kategorie der Serotoninwiederaufnahmehemmer! Diese werden bei Zwängen in bis zu doppelter Dosis eingesetzt, als es bei der Behandlung von Depressionen der Fall ist, was noch mal gravierend unterstreicht, wie schwerwiegend eine Zwangserkrankung ist. Nur haben diese Medikamente schwerste Nebenwirkungen, angefangen bei Übelkeit, Appetitlosigkeit,Durchfall bis hin zur Impotenz.Schwangere dürfen sie nicht verwenden, weil beim Kind Psychosen ausgelöst werden können und und und. Auch die Absetzsymptome sind schwerwiegend.Z.B. berichten btroffene, es würde sich anfühlen, als würde man Stromschläge mitten ins Gehirn bekommen. Diese Zustände können Wochen bis Monate anhalten! A ist zwar dank seiner Zwänge kaum lebensfähig, ständig unter psychischem Höchststress, der richtigen Nervenzusammenbrüchen ähnelt teilweise, aber deswegen, will er nicht impotent werden oder eine andere der schwerwiegenden, teilweise hier nicht aufgeführten Nebenwirkungen bekommen! Zumal man nicht mal weiß, wieso Antidepressiva überhaupt bei Zwängen helfen, also spielt man Versuchskaninchen, weil was anderes ist halt nicht da!Eine Alternative wären Neuroleptika wie Olanzapin, das Diabetes auslösen kann. Toll!Und auch hier weiß man nicht wieso es wirkt. So wie es aussieht ist A wohl auf ewig dazu verdonnert mit diesen Zwängen zu "leben", wenn ich es mal vorsichtig so nennen darf, da alle anderen Therapieformen scheiterten, nicht geholfen haben, oder wegen zu hoher gesundheitlicher Risiken nicht in Frage kommen. Diese Erfahrungen und "sein Leben" vor Augen, hat er sich nach langem Hin und Her, dazu entschlossen, auf das einzige zurückzugreifen, was ihm bisher geholfen hat, ein halbwegs menschenwürdiges Leben zu führen. Cannabis. Ein, von seiner Perspekive aus, von der Natur gegebenes Heilmittel, dessen Risiko und Nebenwirkungen ihm wohlbekannt sind. Die einzige Nebnwirkung, die er verspüren konnte, war, dass es ihm besser ging! Da es mit seinen Zwängen schlichtweg unmöglich ist von irgendeinem Dealer etwas zu besorgen, hat er sich im Internet schlau gemacht, wie man Cannabis zuhause anbaut und hat sich aus einem Growshop die nötigen Utensilien online bestellt, Samen aus Österreich geholt und tatsächlich angefangen bei ihm in der Wohnung 6 Pflanzen großzuziehen, das war vergangenen November! Ihm war klar, dass er sich, dank großartiger deutscher Gestzgebung, strafbar mache, aber glauben Sie mir, wenn Sie nur eine Sekunde in seinem Kopf stecken würden(was ich Keinem wünsche), dann würden Sie ihn verstehen. Ich meine, wenn man so verzweifelt vor den Scherben des eigenen Daseins und der eigenen Zukunft steht, wie A mit meinen Neurosen, dann nimmt man dieses Risiko einfach in Kauf. Doch bei seinem Glück, wurde ich am 28.01.08 im Zuge des Ermittlungsverfahrens gegen den catweazel-growshop, Zeuge seiner eigenen Hausdurchsuchung! Und natürlich wurde alles gefunden. Er hat nach der Hausdurchsuchung fast all seine Kleidung weggeschmissen, da die Polizisten diese im Bad neben das Klo auf den Boden schmissen. Außerdem stellten sie seine Schuhe aufs Bett und vieles vieles mehr. A entsorgte sein Kopfkissen, seine Bettdecke, seinen Kleiderständer, sein geschirr, seine Töpfe und eigentlich seine halbe Wohnungseinrichtung- fast wie in einem Schockzustand! Er hat sich- trotz seiner finanziellen Verhältnisse- einen Anwalt genommen, da er wenigstens auf Augenhöhe mit dem Staatsanwalt verhandeln wollte. Er bekam von seinen ehemaligen Psychotherapeuten eindeutige Atteste, die seinen Krankheitsverlauf schilderten und sogar aufführten, dass A ihnen gegenüber damals schon erwähnte, dass durch den Konsum von Cannabis seine Neurosen erheblich und maßgeblich leichter werden! Zusätzlich hat er sich weiterhin um eine neue Therapiestelle bemüht, wie sowieso die ganze Zeit über und hatte tatsächlich vor seiner gestrigen Gerichtsverhandlung noch einen Termin, bei seiner neuen Therapeutin. Doch auch sie vergewisserte ihm bereits in ihrem ersten Gespräch, in dem sie abwägten, was er sich von einer Therapie erwarte, dass die Therapie wohl nicht in der Lage sein wird seine Zwänge besser werden zu lassen, sondern ihm hilt damit zu leben. Die Analyse der Cabnnabispflanzen, zeigte auf, dass die getrockneten 138 Gramm Cannabis (wobei die Stängel und Blätter, was in dem Entwicklungsstadium der Pflanzen den Großteil ausmachte, mitgewogen wurden) lediglich einen THC-Gehalt von 2%, also unterdurchschnittlich, aufwiesen. Er hatte auch bewusst keine starken Sorten genommen, da es ihm nicht um extremes High-Sein geht, sondern darum seine Neurosen zu lindern! Die 2 % THC-Gehalt bedeuteten also insgesamt eine Menge von etwa 2,5 g laut Gutachten (nach Adam Riese wohl eher 2,76 g, aber naja). Die Grenze zur nichtgeringen Menge liegt bei 7,5 Gramm, also dem Dreifachen!!! Das alles, plus Atteste, plus der Tatsache, dass er keinerlei Vorstrafen hat, plus der Tatsache, dass er keinerlei Kontakt zu irgendwelchen "kriminellen Elementen", wie der Staatsanwalt es so schön ausdrückte, hatte und hat, plus der Tatsache, dass er erfolgreich sein Studium meistert, plus seiner Stiefschweter und einem Komillitonen als Zeugen, die noch mal zusätzlich ein paar Bsp. aus seinem "Alltag" aufzählen konnten, plus der Kenntniss seiner finanziell sowieso schon mehr als gespannten Situation, hat den Richter nicht davon abgehalten ihn zu verurteilen! Es lag aber nicht daran, dass er ihm keinen Glauben schenkte, überhaupt nicht. Er und der Staatsanwalt sagten wortwörtlich, sie glauben ihm, dass er das Cannabis lediglich zur selbsttherapeutischen medizinischen Behandlung seiner Zwangserkrankungen verwende und es mit Sicherheit nicht zum Verkauf bestimmt war. Der Richter wusste Alles von ihm und glaubte ihm, hat es sogar selbst nochmal gesagt! Trotzdem wurde er zu 90 Tagessätzen a 15 Euro verurteilt und natürlich muss A die Kosten des Gerichts zahlen. Das sind 1350 Euro plus Gerichtskosten! Das kann er sich einfach nicht leisten. Er kommt jeden Monat grad mal so um die Runden, ohne sich irgendwas Außergewöhnliches zu leisten! Und warum? Weil er seine Lebensqualität, die im Keller ist, steigern wollte, weil er es nicht mehr ertragen kann wie es läuft und weil alles andere schon versagt hat! Wo ist denn da die Gerechtigkeit in diesem Land? Statt ihm zu helfen, hat er jetzt noch zusätzlichen Stress am Hals. Gesetzte sollten da sein um den Bürger eines Landes zu schützen, um die Allgemeinheit zu schützen.So ist es auch meistens die Begründung bei Btm-Sachen. Der Angeklagte, der dealt, oder sich was von einem Dealer kauft wird bestraft, weil er das Wohl der Allgemeinheit gefährdet! Wo hat er das denn gemacht? Das wusste der Richter auch, dass nur "Gefahr" für ihn bestand! Die einzige Gefahr wäre gewesen, dass es ihm wesentlich besser geht und er wieder ein menschenwürdiges Leben führen kann! Wenn er nichtmal das Recht auf seine physische und psychische Unversehrtheit hat, frage ich mich schon, was an der Gesetzeslage nicht simmt! Ich hätte es verstanden, wenn er eine geringe Strafe bekommen hätte, vielleicht noch mit gewissen therapeutischen Auflagen,da er ja immerhin gegen geltendes Recht verstoßen hat. Aber gleich so einen Hammer, ohne Interesse für seine psychotherapeutische Zukunft? Muss sowas wirklich sein? Was hat der Staat davon? Dass es ihm genauso schlecht geht wie eh und je? Ich kanns einfach nicht begreifen, wie man angesichts dieser seiner Umstände zu so einem Urteil kommt! Da gehen Recht und Gerechtigkeit zwei völlig verschiedene Wege! Ich bedanke mich, dass Sie sich die Zeit genommen haben meine lange e-mail durchzulesen und hoffe auf ein Statement von Ihnen, da ich A sich ziemlich alleingelassen fühlt! Was könnte man in so einem Fall machen? Gibt es Präzedenzfälle auf die A sich berufen könnte, so dass sich eine Revision finanziell rentiert!? Über eine Antwort wär ich Ihnen mehr als dankbar! mfg Neurotiker |
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| AW: Cannabis als Medizin und LETZTE Lösung Wie schön, dass man ernst genommen wird, ich habe seit Jahren nichts geraucht und bin einer der besten Studenten meines Jahrgangs, da muss ich mich wohl nicht als verkifften, verblödeten Cannabiskonsumenten hinstellen lassen! Wenn ich den Beitrag verkürze, geht Authentizität und teilweise Überblick verloren! Und sind wir mal ehrlich, wenn es um verschachtelte, kompliziert zu lesende Texte geht, sind die Juristen wohl Topreiter;-) (nicht bös gemeint) Der Text wurde außerdem in seriösen Medizinforen in eben vorliegender Form präsentiert und mit Interesse angenommen, also kann es wohl-einmal angefangen- nicht so schlimm sein den zu lesen! |
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| AW: Cannabis als Medizin und LETZTE Lösung Sehen sie genau das ist das Problem an der Gesetzgebung, keinen Sinn fürs Menschliche und Gerechtigkeit, sondern nur ein Paragraphensalat, der das Wesentliche- den Unterschied zwischen Recht und Unrecht- ab und zu nicht erkennen lässt! Sollte man jmd wie unseren A bestrafen? Für was denn? Weil er versucht zu leben? Wen hat er denn geschädigt? Ich habe durchaus von Fällen gelesen in manchen Foren, die bei ähnlicher Sachlage sogar mit Einstellung endeten, nur die Richtigkeit dieser Fälle, konnte ich nicht bewiesenermaßen erkennen. Darum hab ich mich ans Juraforum gewandt! |
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| AW: Cannabis als Medizin und LETZTE Lösung 1. Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass Zwangsstörungen durch Cannabiskonsum gebessert werden. Solange hier kein sicheres Fundament vorliegt ist im Allgemeinen nicht mit einem straffreien Konsum wegen medizinischer Notwendigkeit zu rechnen - noch mehr, weil insbesondere durch VT Krankheitsbesserungen nachgewiesen sind. Die Einzelberichte, die in Kifferforen kursieren, und die von einem bekannten Cannabisverfechter lanciert wurden (Du hast sie wohl auch gelesen, denn das Olanzapin kam drin vor), sind keinesfalls ausreichend für eine allgemeine Änderung des Dogmas. 2. Cannabiskonsum wird mit Psychosen in Verbindung gebracht. Dass diese mit Zwangsstörungen nur entfernt verwandt sind ist klar. Folge ist aber, dass insbesondere die Therapie psychischer Erkrankungen mit Cannabis wohl keine Zukunft haben wird. 3. Der Eingangspost ist unleserlich gestaltet, weil ihm die Absätze fehlen. Die Augen können so keine Lesepause machen. Wenn Du willst, dass sich mehr Leser damit befassen, modifiziere den Beitrag, oder rechne damit, dass die meisten ihn völlig ignorieren werden. Es ist Deine Entscheidung. 4. Die NW von SSRI sind wohlbekannt, die von Cannabis auch. 5. Nimm Kontakt mit aXXL auf, das könnte ein Wesensverwandter sein. Eventuell hat der Quellen, die Dir helfen könnten.
__________________ Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz. Albert Einstein Bitte nicht auf PNs reagieren, die unbürokratisch Hilfe bei BtM- und Führerscheinproblemen anbieten! Diese grundsätzlich dem Admin melden. |
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| AW: Cannabis als Medizin und LETZTE Lösung Zitat:
Zitat:
Ach ja: die geschilderten schweren Symptome beim Absetzzen von SSRI sind natürlich bestens bekannt, allerdings eine stumpfe Waffe: durch das indizierte langsame Absetzen werden sie nämlich vermieden!
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| AW: Cannabis als Medizin und LETZTE Lösung Moin, hab mal im Fernsehen gesehen, dass es jemand nach Jahren irgendwie durchgeboxt hat sich jetzt mit Cannabistropfen behandeln zu dürfen, auch wegen solcher Ticks. Weiss aber ehrlich gesagt nix genaueres mehr darüber. |
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| AW: Cannabis als Medizin und LETZTE Lösung @BeneQ: Naja, Gerichtsgutachten über psychische Zustände gibt es ja unzählige, das ist das täglich Brot so manches Psychiaters. Zitat:
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| AW: Cannabis als Medizin und LETZTE Lösung Würde sagen, die dosis ist gering und eindeutig dosierbar. Und es verpestet nicht die Lunge |
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| AW: Cannabis als Medizin und LETZTE Lösung Freut mich, dass sich doch einige an der Diskussion beteiligen! So wie es aussieht, wird sich wohl der Aufwand einer Revision nicht rentieren, schonmal sehr gut zu wissen! A konnte mit 15, 16 Cannabis bedenkenlos konsumieren, da er zu dieser Zeit auch noch im Restaurant gegessen hat und die Zwangsneurosen sich überwiegend in Form eines ausgeprägten Waschzwangs manifestierten, jedoch noch nicht einer tieferen grundlegenden Angst vor Keimen. Die privaten Gründe, die A dazu bewegt haben aufzuhören waren eben die neurotischen Züge, welche auch für die neue Furcht vor Restaurants usw. verantwortlich waren. Zur Theorie, dass Cannabis seine Furcht verschlimmert hat, ist Folgendes zu sagen: Die Neurosen vor der "Cannabiszeit" sind quantitativ mit denen in dern ersten beiden Jahren nach dieser Zeit vergleichbar. Qualitativ hatte sich was geändert. Der Gedanke war nun nicht mehr primär auf Händewaschen konzentriert, sondern auf allgemeine Situationen, in denen man in Berührung kommt mit Keimen! Nun wird mancher anmerken wollen: " Aha, dann hat Cannabis ja doch nichts geholfen!" Doch, hat es! Zu glauben die Zwänge würden verschwinden ist utopisch-da wär ne Gehirntransplantation notwendig. Aber Cannabis hat sie auf ein sehr erträgliches Maß verringert und den Umgang mit ihnen erleichert. Richtig schlimm wurde es erst seit dem Auszug von zuhause! zu den Medikamenten: Cannabis in Tablettenform heißt Marinol oder Dronabinol, wird von den gesetl. Krankenkassen nicht übernommen und kostet mehrere hunderte von Euros monatl., je nach Bedarf noch mehr. Außerdem ergaben Studien der University of California, dass künstl. hergestelltes THC bei weitem nicht so vielversprechend helfe, wie das Natürliche! Sertralin: Nebenwirkung u. a. Depression, Selbstmordgedanken, Potenzstörungen, Halluzinationen... Paroxetin. s.o. Fluoxetin: s.o. ( unter anderem Warnungen von der FDA) Clomipramin: s.o., Verdacht auf Mutagenität- na Mahlzeit! Cannabis löste bei A keine erkennbaren Nebenwirkungen aus.A belegt als Nebenfach biolog. und medizinische Physik. Ihm ist dadurch bekannt, wie willkürlich manche Medikamente entwickelt werden, bis man was findet wo es gerade passt. Das berühmteste Bsp. hierzu ist wohl Viagra-die Herzmedizin. Bei einfachen Präparaten mag das unbedenklich sein, bei Substanzen, die am Denkorgan angreifen, will ich aber schon wissen, was und wieso! Man glaubt gar nicht, wie wenig Ahnung die Wissenschaft oftmals hat was das grundlegende Verständniss angeht, aber es funktioniert, also her damit.Man denke z.B. an den Nobelpreis der Medizin für Lobotomie. Die Natur hingegen hatte millionen Jahre Zeit sich zu verbessern, im menschl. Körper gibt es z.B. im Gehirn und im Darm eigens Rezeptoren, die ausschlielich für Cannabinoide zugänglich sind, das hat schon seinen Sinn. Daher kann sogar so jmd wie A auch guten Gewissens auf Cannabis zurückgreifen! Es gibt Theorien zur Wirksamkeit von Cannabis bei Neurosen, man vermutet es liegt an der Dopamin- und Serotoninausschüttung. |
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| AW: Cannabis als Medizin und LETZTE Lösung Zitat:
Zitat:
Abgesehen davon ist die Lobotomie verlassen worden. Aus heutiger Sicht ist der Nobelpreis für Moniz zwar unverständlich, aber keine generelle Aussage über die Medizin, sondern lediglich über das Nobelpreiskommittee. Zitat:
Vielmehr sind diese Rezeptoren Cannabinoidrezeptoren. Also: THC wirkt hier nur zufällig, da die Antigenität dem ursprünglichem Wirkstoff ähnelt. Zitat:
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