Dies ist eine Diskussion zu Amtsärtzliche Untersuchung vor der Einstellung. Helft mir bitte innerhalb des Forums Beamtenrecht
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| folgender fall: ich hab eine zusage als stadtsekretäranwärter und muss nun in der nächsten zeit zum amtsarzt. ich bin so weit völlig gesund, nur wurde ich damals ausgemustert. ich bin amateurboxer und hatte, zur zeit meiner musterung, aufgrund dessen ein paar schulterprobleme und muss nun zu meiner schande gestehen, dass ich die bei der musterung ein bisschen hochgeschaukelt habe (mit der hoffnung ausgemustert zu werden), was dann letztendlich dazu führte, dass ich T3 wurde. nur begab es sich zu der zeit, dass die gesetze geändert wurden und der verwendungsgrad T3 in T5 überging. also alle die T3 waren, wurden automatisch T5. ich muss dazu sagen, dass ich vom musterungsarzt zu einem facharzt geschickt wurde, der aber, logischerweise (weil auch nichts war), nichts feststellen konnte. trotzdem wurde ich ausgemustert, was mich damals sehr freute. nur hab ich jetzt im zusammenhang mit der untersuchung auf meine beamtendiensttauglichkeit etwas angst, weil das aufgegriffen werden könnte. wie gesagt, ich bin gesund und treibe auch heute noch regelmäßig sport und nehme an boxkämpfen teil. nur sieht das ja generell beim amtsarzt etwas komisch aus, wenn ich dann erklären muss, dass ich T5 bin. also wird überhaupt nach der musterung gefragt und wird der amtsarzt meinen musterungsbescheid sehen wollen? falls jemand von euch da erfahrungen hat, würde ich mich antworten sehr freuen. also nehmen wir mal an, jemand erzählt dem amtsarzt er wäre T2, will der amtsarzt als nachweis noch den musterungsbescheid sehen, bzw. forscht er da weiter nach oder wird das nicht so stark nachgeprüft? |
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| AW: Amtsärtzliche Untersuchung vor der Einstellung. Helft mir bitte Die Musterungsuntersuchung sollte mit der Untersuchung beim Amtsarzt nicht gar so viel zu tun haben. Die Sekretäre unserer Städte und Gemeinden sollen ja nicht mit dem Feinde ringen, Panzer fahren, Hubschrauber fliegen oder mit Gewehren schießen, sondern Akten bearbeiten und Bürgerkontakt pflegen. Gut möglich, dass unterschiedliche Interessenschwerpunkte bei den Untersuchungen vorliegen... Für die Bundeswehr sollten Sie einen Kameraden wohl aus der Schusslinie tragen können. Es wäre auch sicher von Vorteil, wenn Ihr Blutdruck nicht gerade dann versagt, wenn Sie mit Ihrem Hubschrauber im Gefecht einen Looping fliegen, und die G-Kräfte Ihren Körper zur Höchstleistung anspornen. Womit nicht gesagt sein soll, dass die Angestellten von Städten und Gemeinden nicht zu Höchstleistungen fähig wären bzw. keine erbringen. Nur sind vorliegend wohl doch etwas andere Fachgebiete vorhanden. Sie sollten als zukünftiger Angestellter im öffentlichen Dienst keine ansteckenden Krankheiten haben, und prinzipiell auch diensttauglich sein, d.h. sie müssen vor allem an einem Schreibtisch sitzen können, atmen, und Kaffe trinken. Und das Telefon sollten Sie auch bedienen können (zumindest den Hörer daneben legen). Für den "normalen" Dienst sollten Sie auch mit einem Schlüsselbund zuverlässig umgehen können (Türen auf- und zuschließen), weiter Akten tragen können - ach ja, und Lesen und Schreiben wäre auch wirklich von Vorteil (Deutsche Sprache in Wort und Schrift, ganze Sätze etc.). Wenn sie gar in den gehobenen Dienst wollen, sollten Sie wirklich gute Augen haben, und sehr gut zu Fuß sein. Kondition ist auch sicher von Vorteil, denn Sie müssen dann drohende Arbeit rechtzeitig erkennen, und dieser schnell und dauerhaft entkommen. Spaß beiseite, Ihre Musterungsergebnisse sind doch hier nicht wirklich relevant. Wenn alle Leute, die ausgemustert wurden, nicht mehr für die körperlich zugegebenermaßen nicht sehr anstrengene Arbeit eines Beamten o.ä. tauglich wären, hätten wir ein Volk von körperlich Arbeitsunfähigen. Man wird ja bereits ausgemustert, wenn man die letzten beiden Weihnachten beim Essen etwas zu sehr zugelangt hat. Vertrauen Sie dem Arzt. Der wird feststellen, ob Sie für die wie vorbenannt leicht zynisch beschriebenen Tätigkeiten körperlich fit genug sind. Und da bestehen Ihrerseits nicht wirklich Zweifel, oder? Es soll auch Körperbehinderte geben, die entsprechende Arbeiten erfolgreich ausführen... Es ist nicht davon auszugehen, dass der Arzt Sie nach dem Ergebnis der Wehrtauglichkeitsuntersuchung fragen wird. Und wenn: Schenken Sie Ihm reinen Wein ein. Sie waren ja nicht völlig Dienstuntauglich, und sind heute Topfit. Aber tun Sie sich einen großen Gefallen: Lügen Sie den Arzt nicht an! Lügen hilft nie! Sie haben ja schon ein schlechtes Gewissen, weil Sie ausgemustert wurden. Angenommen, Sie würden dem Arzt in Ihrem Gespräch vorlügen, Sie wären T2 gemustert worden. Die Untersuchung würde anstandslos verlaufen, und Sie bekämen den Job. Würden Sie sich nicht ständig fragen, ob Sie den Job augrund einer Lüge bekommen hätten? Hätten Sie keine Angst, dass jemand anders, z.B. ein zukünftiger Kollege, Ihre Lüge durch einen Zufall aufdecken könnte? Dass dieser Kollege diese Informationen dann nicht auch gegen Sie verwenden würde, wenn er sich mit Ihnen nicht mehr verstehen sollte? Vergessen Sie jegliche Lügen. Auch sogenannte Notlügen. Selbst die bringen Sie nur kurzfristig weiter, führen langfristig aber ins Nichts. Viel Glück bei der Untersuchung, und viel Erfolg beim neuen Job! |
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