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Dispo-Limit

Dies ist eine Diskussion zu Dispo-Limit innerhalb des Forums Bankrecht

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  #1 (permalink)  
Alt 21.08.2010, 19:02
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Dispo-Limit

Darf eine Bank die Einräumung eines Dispo-Kredits jederzeit ganz oder teilweise rückgängig machen?
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  #2 (permalink)  
Alt 21.08.2010, 19:10
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AW: Dispo-Limit

Zitat:
Zitat von Roald Beitrag anzeigen
Darf eine Bank die Einräumung eines Dispo-Kredits jederzeit ganz oder teilweise rückgängig machen?
Es kommt darauf an!

Kurzform: Ja, wenn kein besonderer Vertrag vorliegt.
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  #3 (permalink)  
Alt 21.08.2010, 19:11
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AW: Dispo-Limit

Das hängt davon ab, was in den AGB vereinbart ist. Meines Wissens meist, dass die Bank jederzeit kündigen kann, und bei deutlicher Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation fristlos.

Siehe auch §504 BGB: http://dejure.org/gesetze/BGB/504.html , insbesondere Absatz 2.
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Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz.
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  #4 (permalink)  
Alt 21.08.2010, 19:25
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AW: Dispo-Limit

Schon mal danke für die schnellen Antworten.
Als Nachtrag: Die Frage geht übrigens davon aus, dass der Dispo-Kredit vom Bankkunden schon ausgeschöpft wurde...
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  #5 (permalink)  
Alt 21.08.2010, 20:28
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AW: Dispo-Limit

Warum bin ich davon schon ausgegangen...ein Überschreiten des Disporahmens macht die Kündigung der Bank übrigens leicht, wenn sie es nicht genehmigt hat.

So ein Dispo wird immer dann gekündigt, wenn dem Kunden das Wasser bis zum Hals steht. Vorher kostet es ja dem Kunden nur ein Lächeln...und eine neue Bank.

Übrigens ist eine Umschuldung in einen Laufzeitkredit in solchen Situationen immer dringend anzuraten, weil der Zins wesentlich niedriger liegt. Man braucht natürlich die entsprechende Bonität.
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  #6 (permalink)  
Alt 17.09.2010, 19:06
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AW: Dispo-Limit

Nachtrag:
Wenn der Fall im Einzelnen folgendermaßen liegt:
Der Bankkunde (nennen wir ihn im Folgenden nur K) hat bei der angesprochenen Bank das Konto seit 40 Jahren. Er ist inzwischen Rentner (mit kleiner Rente, weswegen er ergänzende Grundsicherung erhält). Von dem Konto überweist bzw. läßt er abbuchen die regelmäßigen monatlichen Ausgaben (Miete, Strom, Telefon). Übrig bleiben dann ca. 145 Euro, die normalerweise für´s Essen benötigt werden.
Eines Tages nun erhält er von der Bank ein Schreiben, worin ihm mitgeteilt wird, dass sich die ihm eingeräumte Überziehungsmöglichkeit von 2000 Euro "aufgrung einer Schufa Nachmeldung" [Zitat] ab sofort um 150 Euro monatlich verringert. Ein sozusagen unzumutbarer Zustand für K, da ihm ja nun das Geld für´s Essen fehlen würde...
K. hat Zweifel an der Legitimation bzw. Legalität eines solchen Vorgehens. Sein Einkommen ist unterhalb der Pfändungsgrenze; das Vorgehen der Bank bedeutet quasi nichts anderes als sozusagen eine Pfändung mit anderen Vorzeichen in einem besonders gelagerten (Härte)-Fall.
Wie willkürlich darf eine Bank eigentlich vorgehen? Wie ist das mit den Schufa-"Nachmeldungen"? Meldet diese Schufa von sich aus relevante Vorgänge oder fragen (manche) Banken regelmäßig nach?
Wie sollte sich K. verhalten? Nach vorläufiger/vorübergehender Aussetzung oder drastischer Reduzierung der Raten fragen?

P.S.: Evtl. weitere für die Beurteilung notwendige Einzelheiten könnten geschrieben werden.
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  #7 (permalink)  
Alt 17.09.2010, 19:39
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AW: Dispo-Limit

Zitat:
Zitat von Roald Beitrag anzeigen
(mit kleiner Rente, weswegen er ergänzende Grundsicherung erhält)
Also ein sehr kleiner Rentner, der in der heutigen Zeit mein Mitleid hat, denn es wird alles immer teurer.
Zitat:
Eines Tages nun erhält er von der Bank ein Schreiben, worin ihm mitgeteilt wird, dass sich die ihm eingeräumte Überziehungsmöglichkeit von 2000 Euro "aufgrung einer Schufa Nachmeldung" [Zitat] ab sofort um 150 Euro monatlich verringert.
Ehrlich gesagt, ist der Disporahmen wesentlich zu hoch. Normalerweise beträgt er maximal drei Nettomonatslöhne. Ich bin ja kein Fachmann, aber ich glaube, dass der K weniger als 666 Euro netto im Monat hat. Die Tatsache, dass Grundsicherung bezogen wird, spricht für angespannte wirtschaftliche Verhältnisse.

Zitat:
Ein sozusagen unzumutbarer Zustand für K, da ihm ja nun das Geld für´s Essen fehlen würde...
Wo nix zu holen ist, kann die Bank nix fordern.

Nur: wovon bringt der K eigentlich das Geld für die enorm hohen Dispozinsen auf? Zurzeit muss er bei 2000 Euro Dispo von bis zu 300 Euro Zinsen im Jahr=25 Euro im Monat ausgehen.

Zitat:
K. hat Zweifel an der Legitimation bzw. Legalität eines solchen Vorgehens.
Ich eher weniger. Die wirtschaftliche Situation des K ist schlecht, so dass die Bank die Reißleine ziehen darf. Allerdings: einem nackten Seemann kann man nicht in die Taschen greifen. Das Verhalten der Bank ist also keine Pfändung (denn die geht ja nicht), sondern eine Einladung, die Privatinsolvenz anzumelden.

Zitat:
Wie sollte sich K. verhalten? Nach vorläufiger/vorübergehender Aussetzung oder drastischer Reduzierung der Raten fragen?
Mit der Bank über ein "Abstottern" verhandeln, entweder über einen Ratenkredit (halbiert die Zinsen, so dass mindestens 10-15 Euro im Monat für die Tilgung da sind) oder über ein Abstottern bei vorerst unverändertem Dispo (ist für den K schwieriger). Die Bank kann sich ja gut überlegen, was sie will: Privatinsolvenz oder den Spatz in der Hand.

Der K sollte sich an eine Schuldnerberatung wenden!
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  #8 (permalink)  
Alt 17.09.2010, 19:54
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AW: Dispo-Limit

Zitat:
Zitat von Humungus Beitrag anzeigen

Mit der Bank über ein "Abstottern" verhandeln, entweder über einen Ratenkredit (halbiert die Zinsen, so dass mindestens 10-15 Euro im Monat für die Tilgung da sind) oder über ein Abstottern bei vorerst unverändertem Dispo (ist für den K schwieriger). Die Bank kann sich ja gut überlegen, was sie will: Privatinsolvenz oder den Spatz in der Hand.
Der K sollte sich an eine Schuldnerberatung wenden!
volle zustimmung !!!
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Codex Hammurap(b)i (1728-1686 v.Chr.) § 218:
Wenn ein Arzt einem Menschen eine schwere Wunde mit dem Bronzemesser beibringt und den Tod des Menschen herbeiführt,… so soll man ihm (dem Arzt) die Hand abschneiden.
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  #9 (permalink)  
Alt 19.09.2010, 19:59
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AW: Dispo-Limit

Danke für die Rückmeldungen!

R.
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