Dies ist eine Diskussion zu Was machen wenn ein Zahnarzt "kaputtbehandelt"? innerhalb des Forums Arztrecht
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| Was machen wenn ein Zahnarzt "kaputtbehandelt"? gestern Abend bei einem guten Wein überlegte ich mir folgendes, etwas umfangreicheres Gedankenexperiment: Sitzung 1) : Mal angenommen, ein Patient (PA) ist bei einem Zahnarzt (ZA) zwecks Kontrolle. Nun ist PA der Ansicht, an einem Backenzahn könnte vermutlich was sein, kann diese Vermutung aber nicht durch Schmerzen oder ähnliches bestätigen und frägt ZA um Rat. ZA gibt sich allergrößte Mühe, den Übeltätet zu finden und macht einen Vitalitätstest, der ähnlich gut ausfällt zum Nachbarzahn. Auch ein Röntgenbild gab PA kein Ergebnis, dass dort etwas sein könne. Nun wird ein neues Super-Duper Gerät verwendet, mit dem man Zähne auf Karies durchmessen könnte. Beim besagten Zahn misst dieses Gerät einen dermaßen starken Kariesbefall, dass ZA dem mittlerweile verunsicherten PA auf jeden Fall rät, den Zahn aufzumachen und nachzuschauen. Sitzung 2): Bei einer zweiten Sitzung wurde der angeblich stark befallene Zahn geöffnet und ZA stellte erblüfft fest, dass es nur eine ganz kleine Karies sei. Das Loch von PA wird nun mit einem Provisorium wieder versiegelt, damit PA genug Zeit habe, den Kostenvoranschlag für ein Keramikinlay zu studieren. PA bemerkt nach einigen Tagen, dass der behandelte Zahn mit Provisorium deutlich temperaturempfindlicher ist, als vor der Behandlung und sporadisch beim Einnehmen vom Mahlzeiten plagen ihn auch noch Schmerzen. Sitzung 3): PA entscheidet sich für eine Kunststofffüllung, die er bezahlt hat und erscheint zur dritten Sitzung. Dort versichert ZA, dass die Schmerzen nur vom qualitativ recht minderwertigen Provisorium kämen und genau an die Stelle, wo es schmerzt ja eine viel bessere Füllung hinkäme. Nach einigen erfolglosen Versuchen, Matrizen für die Füllung aufzubringen und offensichtlichem Zeitdruck von ZA wurde die Füllung ohne die Klämmerchen gemacht. ZA versichert während dem Eingriff, mit einem Inlay aus Keramik wäre alles viel einfacher und besser. ZA rät zur Kontrolle in ein paar Wochen, ob die Füllung auch so etwas taugt. Nach einigen Tagen machte sich wieder die selbe Temperaturempfindlichkeit bei PA bemerkbar, ebenso Schmerzen bei der Benutzung des behandelten Zahns. Sitzung 4): Zur Kontrolle erscheint ein geplagter PA, der ZA beichten muss, dass die Füllung ihre Arbeit absolut nicht verrichtet und weiterhin Schmerzen bestehen. ZA diagnostiziert aus dem Bauch heraus kurzerhand eine Allergie gegen das Kunststoffmaterial und das vorige Provisorium von PA und meint, die Füllung müsse wieder raus. ZA benutzt nun extra einen sehr neutralen Zement, ein weiteres Provisorium und darunter Medikamente, damit sich der Zahn von PA beruhigt. Einige Tage, nachdem sich der Zahn von der Behandlung selbst wieder erholt hat, plagen PA erneut bereits allzubekannte Sorgen und Schmerzen. Sitzung 5): PA ist verzweifelt und immer schlimmer von Schmerzen geplagt und beschließt, zu einem anderen ZA2 zu gehen, allerdings zu einem aus derselben Gemeinschaftspraxis, da er fürchtet, sonst erneut für eine Füllung aufzahlen zu müssen. ZA2, der Kollege von ZA1, diagnostiziert nach kurzen Tests eine Pulpitis, der Nerv sei offensichtlich entzündet. Daran hat auch PA keine Zweifel. ZA2 wollte gerade eine Spritze ansetzen und mit einer spontanen Wurzelbehandlung auf die Leiden von PA reagieren, als PA aufschreckt und dankend ablehnt. PA fährt heim, versucht sich über eine Wurzelbehandlung schlau zu machen und fängt an, sich Fragen zu stellen: Eine Pulpitis könnte man doch eigentlich als Arzt schon an Röntgenaufnahmen erkennen? PA kommt zum Entschluss, dass die Entzündung erst während der Behandlung auftrat, außerdem wurde bei Sitzung 2 nichts richtig grobes entdeckt. PA forscht weiter und erfährt, dass eine Entzündung tatsächlich u.a. durch eine zahnmedizinischen Behandlung bspw an immer derselben Stelle oder eben Falschbehandlung auftreten kann. PA hätte gerne wieder einen gesunden Zahn wieder, was leider nicht machbar ist. Außerdem liest PA, dass ein toter Zahn nach Wurzelbehandlung vorzugsweise überkront werden sollte, was ZA2 auch nicht erwähnt hatte. Stellen wir uns weiter vor, PA sei nun sichtlich verärgert und geplagt von Schmerzen und würde gerne, dass die Gemeinschaftspraxis von ZA1 und ZA2 bei einem anderen ZA soviel bezahlen muss, dass der Zustand von Sitzung 1) so gut es geht und langwierig wiederhergestellt wird mit allem drum und dran? Wie könnte nun PA vorgehen? |
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| AW: Was machen wenn ein Zahnarzt "kaputtbehandelt"? Zitat:
Ich muss ehrlich sagen - und schreibe es ausdrücklich hier anstelle einer Antwort - dass meine Leistungsfähigkeit als Forumsteilnehmer vorliegend nicht ausreicht. |
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| AW: Was machen wenn ein Zahnarzt "kaputtbehandelt"? Zitat:
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| AW: Was machen wenn ein Zahnarzt "kaputtbehandelt"? das war jetzt vllt auch ein wenig übertrieben ![]() kommt schon Leute |
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| Ich versuche mal ein wenig Licht in die Sache zu bringen. a) Eine Pulpitis ist nicht direkt auf einem Röntgenbild zu erkennen. Eine apicale Veränderung (Veränderung an der Wurzelspitze) dagegen schon. b) Es kann sich bei den Beschwerden aus der ersten Sitzung auch um eine Überbelastung des Zahnes gehandelt haben. Diese lässt sich auch mit einer einfachen Tiefziehschiene behandeln. c) PA könnte sich auch an die Krankenkasse oder die zuständige Zahnärztekammer wenden und den Fal dort schildern.
__________________ Frauen sind Engel...bricht man uns die Flügel, steigen wir eben auf einen Besen und fliegen weiter...wir sind ja flexibel.... |
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