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tierarztrechnung

Dies ist eine Diskussion zu tierarztrechnung innerhalb des Forums Arztrecht

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Alt 17.07.2009, 00:27
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tierarztrechnung

hallo,

vorab schon vielen dank für eure mühe.

nehmen wir mal an, person f hat nen riesigen hund (pyrenäenberghund). das liebe vieh bekommt ne magendrehung.

frau von f fährt in tierarztklinlk und lässt operieren. hund überlebt und ist wie neu.

kosten für die operation sind 1200 euronen. ist das nicht etwas happig?

familie freut sich ja, dass der köter noch eine weile bei ihnen frolic lutscht und müllmänner anbellt. aber für 1200 euro muss er ja noch mindestens 100 jahre katzen auf den baum treiben, dass es sich auch nur im entferntesten lohnt.

ist der preis nicht übertrieben?
kann man da nichts machen?

ich versteh langsam den bericht den ich neulich im tv gesehen habe. es ist wohl wirklich so, dass immer mehr menschen ihre treuen begleiter einschläfern lassen, nur weil sie die tierarztrechnung nicht bezahlen können. find ich furchtbar.

lg
fistator
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  #2 (permalink)  
Alt 17.07.2009, 10:27
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AW: tierarztrechnung

Zitat:
Zitat von fistator
ist der preis nicht übertrieben?
Das wird Dir nur ein Tierarzt sagen können. Es wird vom Einzelfall abhängen. Wenn eine komplizierte OP nötig war, kann es schon sein, dass der Preis mit allem Drum und Dran angemessen war.
Zitat:
Zitat von fistator
kann man da nichts machen?
Nachträglich? Nur noch die Rechnung überprüfen und mit dem Arzt verhandeln, wenn sie korrekt war. Im VOrfeld kann man ebenso verhandeln oder eben auf die OP verzichten.
Zitat:
Zitat von fistator
es ist wohl wirklich so, dass immer mehr menschen ihre treuen begleiter einschläfern lassen, nur weil sie die tierarztrechnung nicht bezahlen können. find ich furchtbar.
Ist es auch. Darum sollte sich nur jemand einen "treuen Begleiter" anschaffen, der sich darüber im Klaren ist, dass solche Kosten anfallen können und dass man sie schultern können muss. Alternative: Tierkrankenversicherung. Ist aber je nach Tier auch sehr teuer.
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Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz.
Albert Einstein

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  #3 (permalink)  
Alt 17.07.2009, 10:46
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AW: tierarztrechnung

hallo,

danke für die antwort.

eigentlich hatte sich herr f schon mit dem preis abgefunden und sich gefreut, dass es dem tierchen besser geht. doch ein freund hat ne bordaux-dogge, dem hund ist das gleiche passiert, das hat nur die hälfte gekostet. die hunde haben ca das gleiche gewicht.

naja, der drobs ist gelutscht. wenn allerdings noch einem tierchen von f solch ein unglück wiederfährt, kann er die nächste katze im hundehimmel anbellen. die versicherungen sind nämlich auch wirklich teuer.

lg
fistator
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  #4 (permalink)  
Alt 17.07.2009, 10:52
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AW: tierarztrechnung

So weit ich weiß, rechnen Tierärzte nach irgendwelchen Gebührenordnungs-Tabellen und nicht nach eigenem Gutdünken ab - nachfragen und ggf. erklären lassen. Vielleicht sind verhandelbare Posten dabei.

Ansonsten: alles viel billiger hier als in der Schweiz (1.500 Fränkli für eine OP am gebrochenen Katzenkiefer, vor 15 Jahren...). Na ja, man liebt ja auch sein Tier. Trotzdem verstehe ich, dass sich einem bei dem Preis auch selber der Magen (um)drehen kann.

Tipp: mit Humor nehmen (tut der fiktive Hundebesitzer ja auch allem Anschein nach). Das Problem spiegelt letztlich nur unseren Reichtum wider (super ärztliche Versorgung für Tiere, die es für den Großteil der Menschheit in dieser Form nicht gibt) und unser "Verwöhntsein" durch das eigene Gesundheitssystem (bei aller berechtigter Kritik): in den USA ist so mancher soweit, dass er überlegen muss, ob man nicht "die Oma einschläfern lässt", statt wegen der Behandlungskosten auf die nächsten 50 Jahre verschuldet zu bleiben.

Die Tier-Krankenversicherungen haben meist nicht nur einen hohen Preis, sondern auch ziemlich viele Ausschlussparagraphen, sodass sie in der Regel nichts bringen (in diesem Fall hätte sich's allerdings wohl gelohnt, aber wer weiß das dennn vorher- wenn so eine Magendrehung nicht super-unwahrscheinlich wäre, hätten die Versicherer sie sicher auch längst ausgeschlossen).

Ja, und noch ein Problem (natürlich rein fiktiv): nehmen wir an, jemand geht mit einer schwer krebskranken Tier zum TA; dann muss dieser es angeblich erst behandeln, so lange das irgend geht, sonst verstößt er gegen irgendwas hippokratisches oder tierschutzrechtliches - eingeschläfert wird erst, wenn alle Heilungswege (und die Zahlungsfähigkeit des Tierbesitzers?) erschöpft sind. (Bei Nutztierärzten scheint da wirtschaftlicheres Denken erlaubt zu sein.) Ist also gar nicht so, dass der Tierbesitzer immer die Wahl hat. Wohl auch ganz gut so... wie gesagt, am besten den Anblick des Frolic schlabbernden Vierbeiners als "Luxussymbol" extra auskosten.
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Alt 17.07.2009, 11:37
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AW: tierarztrechnung

Zitat:
Zitat von wackeldackel
Ja, und noch ein Problem (natürlich rein fiktiv): nehmen wir an, jemand geht mit einer schwer krebskranken Tier zum TA; dann muss dieser es angeblich erst behandeln, so lange das irgend geht, sonst verstößt er gegen irgendwas hippokratisches oder tierschutzrechtliches - eingeschläfert wird erst, wenn alle Heilungswege (und die Zahlungsfähigkeit des Tierbesitzers?) erschöpft sind.
Das stimmt so nicht. Das Tierschutzgesetz regelt unter anderem die artgerechte Haltung und das "humane" Töten. Weiterhin ist wichtig, dass ein Tier rechtlich als Sache eingestuft wird. Übersteigt die Sanierung den Wert der Sache, handelt es sich um einen Totalverlust, und die Sache sollte entsorgt werden.
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Alt 24.07.2009, 14:31
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AW: tierarztrechnung

Zitat:
Zitat von wackeldackel

Ja, und noch ein Problem (natürlich rein fiktiv): nehmen wir an, jemand geht mit einer schwer krebskranken Tier zum TA; dann muss dieser es angeblich erst behandeln, so lange das irgend geht, sonst verstößt er gegen irgendwas hippokratisches oder tierschutzrechtliches - eingeschläfert wird erst, wenn alle Heilungswege (und die Zahlungsfähigkeit des Tierbesitzers?) erschöpft sind. (Bei Nutztierärzten scheint da wirtschaftlicheres Denken erlaubt zu sein.) Ist also gar nicht so, dass der Tierbesitzer immer die Wahl hat.

Das stimmt so auch wieder nicht. Hat ein Tierbesitzer keine Mittel mehr zur weiteren kostenintensiven Behandlung und ein schwer krebskrankes Tier, so wird der Tierarzt dieses Tier einschläfern. Er wird es aber nicht (und der Tierbesitzer i.d.R. auch nicht), wenn der Krebs noch nicht so weit fortgeschritten ist und das Tier noch keinen Leidenseindruck macht.
Das kann der Halter wie auch der Tierarzt beurteilen und danach handeln.
Ist mein Tier aber schon schwer krebskrank mit allen körperlichen und geistigen Symptomen, dann sollten auch keine lebensverlängernden Mittelchen mehr gegeben werden.
Die Entscheidung aber liegt i.d.R. beim Tierhalter, denn er ist der Kunde.
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