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Hausbesuch?

Dies ist eine Diskussion zu Hausbesuch? innerhalb des Forums Arztrecht

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  #1 (permalink)  
Alt 17.08.2009, 11:48
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Angry Hausbesuch?

Guten Morgen!

von mir ausgedachtem Fall:

Patient A würde urologischerweise operiert, und mit supra-pubisch Katheter nach Hause in dorflich-hausarztlichen Betreuung entlassen. Es sollte ein Verbandswechsel alle 3 Tage erfolgen.
Hausarzt geht aber in Urlaub, und sein Vertreter "macht keine Hausbesuche". Deswegen fahren Verwandten ca 1. Stunde hin um das zu machen.

Kann man dagegen etwas unternehmen? Oder sollte man den Notarzt anrufen um den Verband zu wechseln? Ein längere Taxifährt wäre noch nicht möglich.

Danke
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  #2 (permalink)  
Alt 17.08.2009, 12:37
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AW: Hausbesuch?

Zitat:
Zitat von Sidhe
Hausarzt geht aber in Urlaub, und sein Vertreter "macht keine Hausbesuche".
Da der Vertretungsarzt eben als Vertretung des eigentlichen Hausarztes fungiert, ist er durchaus zu Hausbesuchen verpflichtet. Man wende sich bitte diesbezüglich an die KK.

Bitte lesen.

Gruß

Pro
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  #3 (permalink)  
Alt 17.08.2009, 12:46
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AW: Hausbesuch?

Ein Hausbesuch ist laut EBM dann erforderlich, wenn die Erkrankung dies notwendig macht. Ist der Patient transportfähig, ist dies nicht der Fall.

Man muss also den Einzelfall untersuchen.

Abgesehen davon kann der Arzt den Hausbesuch auch bei Überlastung verweigern. Insbesondere, wenn er eine Vertretung übernimmt, kann dies der Fall sein. Auch hier: Einzelfall.

Ein Hausbesuch erbringt übrigens ein Honorar von 15,40 Euro, wenn das Budget nicht schon voll ist. Dann geschieht er kostenlos. (Anfahrtspauschale von einigen Cent pro Kilometer ausgenommen). Fragen Sie mal,w as Ihr ansässiger Elektriker oder Klempner für einen Hausbesuch nimmt.
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  #4 (permalink)  
Alt 17.08.2009, 12:51
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AW: Hausbesuch?

Zitat:
Zitat von Humungus
Abgesehen davon kann der Arzt den Hausbesuch auch bei Überlastung verweigern. Insbesondere, wenn er eine Vertretung übernimmt, kann dies der Fall sein.
Stimmt, aber dann muss der Arzt den Patienten bitten sich einen anderen Arzt zu suchen oder den Notdienst zu rufen. Unterlässt der Arzt diesen Hinweis, dann kann es sehr unangenehm werden.

Gruß

Pro
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  #5 (permalink)  
Alt 17.08.2009, 13:51
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AW: Hausbesuch?

Zitat:
Zitat von Pro
Stimmt, aber dann muss der Arzt den Patienten bitten sich einen anderen Arzt zu suchen oder den Notdienst zu rufen. Unterlässt der Arzt diesen Hinweis, dann kann es sehr unangenehm werden.
Das ist richtig. Der Arzt muss den Hausbesuch ablehnen und Alternativen aufzeigen.

Zitat:
Zitat von Goldbart
Würden Ärzte so gründlich und erfolgsorientiert (Erfolg für den Patient, nicht für den Abzocker!) arbeiten wie Klempner, dann dürften sie von mir aus auch gleichviel für einen Hausbesuch bekommen.
Erzähl mal: was würdest Du für eine Lebensrettung so hinblättern?
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  #6 (permalink)  
Alt 17.08.2009, 14:07
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AW: Hausbesuch?

Zitat:
Zitat von Goldbart
Wenn es um Lebensrettung (oder auch "bloss" um Gesundheitserhaltung) geht, dann müssen Geld(mehr)forderungen zurückstehen!
Was denn, was denn...hast Du nicht eben gesagt, dass Ärzte das gleiche Geld wie Klempner kriegen sollten, wenn sie "gründlich und erfolgsorientiert" arbeiten?

Also: ein Arzt kommt zu Dir und arbeitet bei einem Hausbesuch "gründlich und erfolgsorientiert". Dadurch rettet er Dein Leben.

Was zahlst Du, wenn ein Elektriker kommt und Dein Haus vor dem Abbrennen rettet? Wieviel gönnst Du einem armen, hungerleidenden HalbgArzt im Vergleich dazu?
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  #7 (permalink)  
Alt 18.08.2009, 14:36
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AW: Hausbesuch?

Zitat:
Zitat von Pro
Da der Vertretungsarzt eben als Vertretung des eigentlichen Hausarztes fungiert, ist er durchaus zu Hausbesuchen verpflichtet. Man wende sich bitte diesbezüglich an die KK.
......Stimmt......
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  #8 (permalink)  
Alt 25.08.2009, 07:08
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AW: Hausbesuch?

Der Patient ist transportfähig-damit ist ein Hausbesuch nicht indiziert.
Die Bequemlichkeit der Angehörigen ist kein Kriterium.
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  #9 (permalink)  
Alt 25.08.2009, 08:40
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AW: Hausbesuch?

Zitat:
Zitat von Pete67
Der Patient ist transportfähig-damit ist ein Hausbesuch nicht indiziert.
Was hat die Transportfähigkeit eines Patienten mit der Verpflichtung des Arztes einen Hausbesuch vorzunehmen zu tun? Der Patient hat nunmal einen rechtlichen Anspruch auf Hausbesuche wenn er selbst nicht in der Lage ist zum Arzt zu kommen. In diesem Fall scheint es ja so zu sein. Denn der TE schrieb;
Zitat:
Zitat von Sidhe
Ein längere Taxifährt wäre noch nicht möglich.
Weshalb sollte also ein Hausbesuch des Arztes nicht med. indiziert sein? Die Angehörigen sind NICHT zur "Pflege" verpflichtet.

Gruß

Pro
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  #10 (permalink)  
Alt 25.08.2009, 08:50
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AW: Hausbesuch?

Es gibt auch andere Transportmöglichkeiten als Taxen.
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