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Fehlbehandlung oder gar noch schlimmer?

Dies ist eine Diskussion zu Fehlbehandlung oder gar noch schlimmer? innerhalb des Forums Arztrecht

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Alt 27.03.2011, 19:18
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Fehlbehandlung oder gar noch schlimmer?

Mensch M (Rentner, privat krankenversichert) ist im Winter bei Glatteis gestürzt und auch mit dem Kopf auf dem Boden aufgeschlagen. Er hatte vor längerer Zeit auch schon einen Schlaganfall erlitten, der einige bleibende Folgen hatte. Unmittelbar nach dem Sturz konnte er aber wieder aufstehen und stellte auch keine äußeren Verletzungen fest.

Jedenfalls begab er sich nun umgehend zu seinem Hausarzt A (Allgemeinmediziner), schilderte den Unfall und dass er seit dem starke Kopfschmerzen hätte. Nach 5 Wochen, in denen er mindestens einmal wöchentlich A aufsuchte und von diesem eifrig behandelt wurde, verringerten sich die Schmerzen nicht, Funktionsstörungen wie Sprachstörungen und Schwierigkeiten, das Gleichgewicht zu halten, wurden aber auch für M selbst unübersehbar.
Er begab sich nun selbst zu einem Neurologen, der sofort eine MRT-Aufnahme in Auftrag gab. Da dort ein beachtliches "subdurales Hämatom" festgestellt wurde, brachte man M direkt ins Krankenhaus, wo er auch unmittelbar operiert wurde. Nach mehrwöchigem Krankenhaus- und Reha-Aufenthalt hat M nun fast wieder alle früheren Fähigkeiten wiedergewonnen aber eben nur fast.
Die eigentliche Frage ist aber die, ob derHausarzt A eigentlich schon eher die Gefahr hätte erkennen und anders handeln müssen oder ob man dies von einem FA für Allgemeinmedizin nicht unbedingt erwarten kann.
Oder könnte man ihm gar bewusste Falschbehandlung vorwerfen, die von ihm erbrachten Leistungen haben ja sicher mehr Umsatz als bei einem Kassenpatienten gebracht?
__________________
Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst!
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  #2 (permalink)  
Alt 27.03.2011, 19:36
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AW: Fehlbehandlung oder gar noch schlimmer?

Zitat:
Zitat von motzmecker Beitrag anzeigen
Mensch M (Rentner, privat krankenversichert) ist im Winter bei Glatteis gestürzt und auch mit dem Kopf auf dem Boden aufgeschlagen.
Resultierte daraus ein weiterer Schlaganfall?

Zitat:
Zitat von motzmecker Beitrag anzeigen
Jedenfalls begab er sich nun umgehend zu seinem Hausarzt A (Allgemeinmediziner), schilderte den Unfall und dass er seit dem starke Kopfschmerzen hätte.
Die übrigen genannten Störungen traten erst später in Erscheinung?

Zitat:
Zitat von motzmecker Beitrag anzeigen
Nach 5 Wochen, in denen er mindestens einmal wöchentlich A aufsuchte und von diesem eifrig behandelt wurde
In welcher Weise?

Zitat:
Zitat von motzmecker Beitrag anzeigen
Er begab sich nun selbst zu einem Neurologen, der sofort eine MRT-Aufnahme in Auftrag gab.
Hielt A die Tomografie für nicht erforderlich?
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  #3 (permalink)  
Alt 27.03.2011, 19:51
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AW: Fehlbehandlung oder gar noch schlimmer?

wie auch immer....

das problem an der sache ist, dass m beweisen müsste, dass der schaden (also die nicht wieder erlangten fähigkeiten) aus dieser verzögerung der behandlung resultieren. und das dürfte unmöglich sein, weil das eben niemand weiß.

m weiß nicht, ob er die fähigkeiten alle wieder erlangt hätte, wenn er früher behandelt worden wäre.

wenn man in die richtung forschen könnte und einen arzt findet, der ihm sicher sagen kann, dass seine behinderung wirklich auf diese "zeitverzögerung" ursächlich her stammen, dann könnte man mal weiter gucken.

ob dann auch noch tatsächlich ein kunstfehler vorliegt, also dass a aufgrund der unfallschilderung und der symptome hätte sicher ein mrt veranlassen hätte müssen..... das is dann die nächste frage.
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  #4 (permalink)  
Alt 27.03.2011, 20:51
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AW: Fehlbehandlung oder gar noch schlimmer?

Ich hab das Problem mal in Anlehnung an einen mir zufällig bekannt gewordenen konstruiert. Alle Einzelheiten des realen Falls kenne ich nicht und kann sie auch nicht mehr erfragen. Deshalb sauge ich mir jetzt auch den Rest aus den Fingern und hoffe, dass mich die medizinisch gebildeteren nicht in der Luft zerfetzen.
Zitat:
Zitat von Alexias Beitrag anzeigen
Resultierte daraus ein weiterer Schlaganfall?
Nein.

Zitat:
Zitat von Alexias Beitrag anzeigen
Die übrigen genannten Störungen traten erst später in Erscheinung?
Ich gehe davon aus, dass sie zunächst nicht bemerkbar waren, sich dann aber allmählich verstärkten und irgendwann auch für den Patienten unübersehbar waren. Dies vor allem deshalb, weil ich aus einem anderen Fall weiß, dass so ein Hämatom über einen längeren Zeitraum allmählich zunehmen kann und so immer mehr auf das Gehirn drückt und dessen Funktion so zumindest zeitweilig einschränkt.

Zitat:
Zitat von Alexias Beitrag anzeigen
[In welcher Weise?
Hier sind meiner Fantasie Grenzen gesetzt. Mit Sicherheit gab es Medikamente (immer stärkere Schmerzmittel) aber auch irgendwelche Therapien.

Zitat:
Zitat von Alexias Beitrag anzeigen
Hielt A die Tomografie für nicht erforderlich?
Zumindest hat er sie weder veranlasst noch empfohlen.
Ich gehe aber davon aus, dass Patient M bei seinem letzten Besuch den Arzt A auch auf seine Beobachtung aufmerksam gemacht hat und dieser seine Behandlung aber nicht änderte.
Sonst hätte M (bzw. seine Frau) nicht selbst Initiative ergriffen und aus eigenem Antrieb den Spezialisten aufgesucht.

Zitat:
Zitat von zeiten Beitrag anzeigen
das problem an der sache ist, dass m beweisen müsste, dass der schaden (also die nicht wieder erlangten fähigkeiten) aus dieser verzögerung der behandlung resultieren. und das dürfte unmöglich sein, weil das eben niemand weiß.

m weiß nicht, ob er die fähigkeiten alle wieder erlangt hätte, wenn er früher behandelt worden wäre.

wenn man in die richtung forschen könnte und einen arzt findet, der ihm sicher sagen kann, dass seine behinderung wirklich auf diese "zeitverzögerung" ursächlich her stammen, dann könnte man mal weiter gucken.
Wie schon erwähnt, kenne ich einen anderen Fall ziemlich gut, in dem so ein Hämatom allmählich immer größer wurde, bis sich die verletzte Ader irgendwann doch geschlossen hat. In diesem verursachte das wachsende Hämatom allmählich zunehmende Ausfälle von Gehirnfunktionen, die anfangs noch uneingeschränkt vorhanden waren. Nachdem das Hämatom zurückgegangen war, kehrten die Funktionen so nach und nach wieder bzw. liesen sich weitestgehend wieder erlernen. Es gab aber auch (in einer MRT-Aufnahme) nachweisbare irreverible Veränderungen.
Eine rechtzeitige kompetente Behandlung hätte also vermutlich einsetzen können, bevor die Ausfälle so groß wurden, dass sie letztendlich nur noch teilweise reversibel waren.

Zitat:
Zitat von zeiten Beitrag anzeigen
ob dann auch noch tatsächlich ein kunstfehler vorliegt, also dass a aufgrund der unfallschilderung und der symptome hätte sicher ein mrt veranlassen hätte müssen..... das is dann die nächste frage.
Die und nicht erst die nächste.
__________________
Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst!

Geändert von motzmecker (27.03.2011 um 22:15 Uhr).
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  #5 (permalink)  
Alt 27.03.2011, 21:19
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AW: Fehlbehandlung oder gar noch schlimmer?

Zitat:
Zitat von motzmecker Beitrag anzeigen
Ich hab das Problem mal in Anlehnung an einen mir zufällig bekannt gewordenen konstruiert. Alle Einzelheiten des realen Falls kenne ich nicht und kann sie auch nicht mehr erfragen. Deshalb sauge ich mir jetzt auch den Rest aus den Fingern und hoffe, dass mich die medizinisch gebildeteren nicht in der Luft zerfetzen.
Du kannst unbesorgt sein, ich bin nämlich medizinisch sehr ungebildet. (:

Zitat:
Zitat von motzmecker Beitrag anzeigen
Ich gehe davon aus, dass sie zunächst nicht bemerkbar waren, sich dann aber allmählich verstärkten und irgendwann auch für den Patienten unübersehbar waren. Dies vor allem deshalb, weil ich aus einem anderen Fall weiß, dass so ein Hämatom über einen längeren Zeitraum allmählich zunehmen kann und so immer mehr auf das Gehirn drückt und dessen Funktion so zumindest zeitweilig einschränkt.
Gut, wo (noch) nichts ist, kann nichts erkannt werden. Ist dann die Frage, ob ein Allgemeinmediziner sich über den Entwicklungsprozess und die Diagnostizierbarkeit einer solchen Erkrankung bewusst sein muss.

Zitat:
Zitat von motzmecker Beitrag anzeigen
Hier sind meiner Fantasie Grenzen gesetzt. Mit Sicherheit gab es Medikamente (immer stärkere Schmerzmittel) aber auch irgendwelche Therapien.

Zumindest hat er sie weder veranlasst noch empfohlen.
Ich gehe aber davon aus, dass Patient M bei seinem letzten Besuch den Arzt A auch auf seine Beobachtung aufmerksam gemacht hat und dieser seine Behandlung aber nicht änderte.
Sonst hätte M (bzw. seine Frau) nicht selbst Initiative ergriffen und aus eigenem Antrieb den Spezialisten aufgesucht.
Interessanter wäre zu wissen, welche Möglichkeiten einer Diagnostizierung A hatte. Gerade bei neurologischen Erkrankungen dürfte ein Allgemeinmediziner schnell an seiner Grenzen kommen und sollte seinen Patienten sicherheitshalber an einen entsprechenden Facharzt überweisen, der hinreichende diagnostische Verfahren anzuwenden imstande ist.
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  #6 (permalink)  
Alt 27.03.2011, 22:14
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AW: Fehlbehandlung oder gar noch schlimmer?

Gehen wir mal zumindest davon aus, dass die Überweisung an den Facharzt nicht erfolgte und auch keine entsprechende Empfehlung von A kam. Einfach nichts. Er hat lediglich nach und nach andere (stärkere?) Medikamente verschrieben.

In meinen bösen Phasen unterstelle ich A ja sogar, dass er die Grenzen seiner Möglichkeiten wohl erkannte, aber "aus niedrigen Beweggründen" noch versuchte, die Überweisung zum Spezialisten so lange wie möglich hinauszuschieben. Hab ich aber eingangs auch schon angedeutet.
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  #7 (permalink)  
Alt 27.03.2011, 22:50
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AW: Fehlbehandlung oder gar noch schlimmer?

Ein subdurales Hämatom ist eine klassische Sturzverletzung (allerdings eher bei Trinkern als bei "normalen" Stürzen zu finden). Übrigens würde ich hier anführen, dass die Vorerkrankung (der Schlaganfall) sturzbegünstigend war und der Schaden nicht allein durch die Fehldiagnose hervorgerufen wurde. Und ich würde platt behaupten, dass der Patient nun alte Schäden für neue Schäden hält. Dass es sich tatsächlich um neue Schäden handelt muss er erst nachweisen.

Zurück zum Thema: bei persistierenden Kopfschmerzen nach Sturz ist an ein subdurales Hämatom zumindest zu denken, als Diagnostik ist ein CT voll ausreichend (na, da hat der Radiologe auch noch dazuverdient am P.....). Wenn man dem Arzt hier einen Vorwurf machen will, muss man ihm nachweisen, dass auch er an das Hämatom hätte denken müssen. Da ist jedes Detail, was zwischen Arzt und Patient in diesen Wochen besprochen wurde, wichtig. Auch hausärztliche Qualifikation (denn auch ein Hausarzt ist ein Facharzt, wenn er nicht gerade 70 ist und noch als "praktischer Arzt" tätig ist) reicht locker aus.

Beschwerden können an die Ärztekammer oder einen Fachanwalt für Medizinrecht gehen.

Nur mal OT eins eingeworfen: jeder schreit über Strahlenbelastung, wenn ein Röntgenbild gemacht werden soll. Aber rechtlich ist Maximaldiagnostik für den Arzt am sichersten. Gestürzt? Am besten stationäre Einweisung oder alles, was geht. Und dann beklagt sich jeder über Apparatemedizin oder Kosten des Gesundheitswesens. Im hier vorliegenden Fall hat sich ein Krankheitsrisiko verwirklicht, wahrscheinlich allerdings unter tätiger Hilfe eines Arztes.
__________________
Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz.
Albert Einstein

Bitte nicht auf PNs reagieren, die unbürokratisch Hilfe bei BtM- und Führerscheinproblemen anbieten! Diese grundsätzlich dem Admin melden.
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  #8 (permalink)  
Alt 28.03.2011, 13:19
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AW: Fehlbehandlung oder gar noch schlimmer?

Zitat:
Zitat von Humungus Beitrag anzeigen
Ein subdurales Hämatom ist eine klassische Sturzverletzung (allerdings eher bei Trinkern als bei "normalen" Stürzen zu finden).
.. das interessiert mich nun aber (an diesem fall vorbei)
fallen säufer grundsätzlich auf den kopf ? werden sie also nicht direkt vom allohol blöd sondern vom ständigen "auf den kopf fallen" ?
__________________
-----------------------------------------------------------
Codex Hammurap(b)i (1728-1686 v.Chr.) § 218:
Wenn ein Arzt einem Menschen eine schwere Wunde mit dem Bronzemesser beibringt und den Tod des Menschen herbeiführt,… so soll man ihm (dem Arzt) die Hand abschneiden.
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  #9 (permalink)  
Alt 28.03.2011, 13:27
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AW: Fehlbehandlung oder gar noch schlimmer?

Zitat:
Zitat von hera Beitrag anzeigen
fallen säufer grundsätzlich auf den kopf ?
Nein, aber erstens fallen sie öfter und zweitens sind ihre Abwehrreflexe geringer.
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  #10 (permalink)  
Alt 28.03.2011, 14:52
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Zitat:
Zitat von Humungus Beitrag anzeigen
Ein subdurales Hämatom ist eine klassische Sturzverletzung (allerdings eher bei Trinkern als bei "normalen" Stürzen zu finden).
Zitat:
Zitat von hera Beitrag anzeigen
.. das interessiert mich nun aber (an diesem fall vorbei)
fallen säufer grundsätzlich auf den kopf ? werden sie also nicht direkt vom allohol blöd sondern vom ständigen "auf den kopf fallen" ?
Zitat:
Zitat von Humungus Beitrag anzeigen
Nein, aber erstens fallen sie öfter und zweitens sind ihre Abwehrreflexe geringer.
Hm, also ...

mach mal Urlaub, Praktikum, Weiterbildung, ... vorzugsweise in einer neurologischen Rehaklinik und hör Dir dort auf der Raucherinsel oder Cafeteria so die verschiedenen Storys an.
Der einzige beim Hinfallen zugegebenermaßen Angetrunkene war nicht auf den Kopf gefallen, sondern hatte sich dabei die Wirbelsäule nebst Inhalt so verletzt, dass er jetzt und wohl auch in Zukunft im Rollstuhl sitzt.
Für verlässliche statistische Auswertungen musst Du aber wahrscheinlich länger als 6 Wochen bleiben.

Zitat:
Zitat von Humungus Beitrag anzeigen
Übrigens würde ich hier anführen, dass die Vorerkrankung (der Schlaganfall) sturzbegünstigend war ...
gehe ich mit
Zitat:
Zitat von Humungus Beitrag anzeigen
und der Schaden nicht allein durch die Fehldiagnose hervorgerufen wurde. Und ich würde platt behaupten, dass der Patient nun alte Schäden für neue Schäden hält.
da aber nicht mehr
Zitat:
Zitat von Humungus Beitrag anzeigen
Dass es sich tatsächlich um neue Schäden handelt muss er erst nachweisen.
Sag doch mal, wie?
Lassen wir doch mal Schlaganfall und daher bekannte Schädigungen weg und gehen von einem vorher völlig gesunden (gibt's sowas überhaupt?) aber medinisch völlig ungebildeten Menschen aus. Auch der hat aber bestimmt nicht gerade kurz vor seinem Unfall nur mal so zur Sicherheit in irgendeinem Tomografen gelegen.
Wie soll der jetzt nachweisen, dass er vorher noch nicht bekloppt war?
Das Original zu meinem M ist von der Radiologie zum Krankenhaus sofort mit Blaulicht gefahren worden. Die bleibenden Schäden sind wahrscheinlich im Verhältnis zu den Folgen des Schlaganfalls auch nicht so gravierend. Hätte er aber noch 2 Wochen gewartet, dann ... will ich gar nicht wissen.
Zitat:
Zitat von Humungus Beitrag anzeigen
Zurück zum Thema: bei persistierenden Kopfschmerzen nach Sturz ist an ein subdurales Hämatom zumindest zu denken, ...
gibt es aber auch ganz ohne Kopfschmerzen
Zitat:
Zitat von Humungus Beitrag anzeigen
...als Diagnostik ist ein CT voll ausreichend (na, da hat der Radiologe auch noch dazuverdient am P.....). Wenn man dem Arzt hier einen Vorwurf machen will, muss man ihm nachweisen, dass auch er an das Hämatom hätte denken müssen.
Was wann richtig zu tun gewesen wäre, will ich mir gar keine Meinung anmaßen. Aber die Erkenntnis, dass er mit seinen Mitteln dem Patienten nicht helfen kann, hätte er wenigstens aussprechen können.
Zitat:
Zitat von Humungus Beitrag anzeigen
Da ist jedes Detail, was zwischen Arzt und Patient in diesen Wochen besprochen wurde, wichtig. Auch hausärztliche Qualifikation (denn auch ein Hausarzt ist ein Facharzt, wenn er nicht gerade 70 ist und noch als "praktischer Arzt" tätig ist) reicht locker aus.

Beschwerden können an die Ärztekammer oder einen Fachanwalt für Medizinrecht gehen.
Klar, wird es aber nicht geben. Schon weil ich die Namen der in der Realität handelnden Personen gar nicht kenne.
Für mich ist eher bedenklich: Wieviele Semester Medizin muss ich denn selbst studieren, um aufpassen zu können, dass der Arzt meines Vertrauens dieses auch verdient? Auf Schadensersatz, Schmerzensgeld, Fachanwälte für Medizinrecht,... möchte ich gern weiterhin verzichten. Wenn ich gesagt bekomme, dass ich diese oder jene Behandlung bräuchte, die erst im nächsten Quartal abgerechnet werden kann oder aber die Kasse gar nicht bezahlt, weiß ich wenigstens, woran ich bin. Wenn ich aber mit fachkundigem Auftreten behandelt werde, deshalb auch an nichts böses denke und hinterher gerade deshalb umfalle, ist's irgendwie Sch...e!
OT: Manchen Autoschlossern muss man ja auch erklären, was da kaputt ist und wie man das reparieren kann. Ärzten auch?
Zitat:
Zitat von Humungus Beitrag anzeigen
Nur mal OT eins eingeworfen: jeder schreit über Strahlenbelastung, wenn ein Röntgenbild gemacht werden soll. Aber rechtlich ist Maximaldiagnostik für den Arzt am sichersten. Gestürzt? Am besten stationäre Einweisung oder alles, was geht. Und dann beklagt sich jeder über Apparatemedizin oder Kosten des Gesundheitswesens. Im hier vorliegenden Fall hat sich ein Krankheitsrisiko verwirklicht, wahrscheinlich allerdings unter tätiger Hilfe eines Arztes.
Insgesamt heißt das ganze jetzt für mich: Auch wenn nur die Nase läuft, sofort 112 wählen.
Oder hab ich schon wieder alles missverstanden?
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