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Entlassung auf eigene Verantwortung aus der Psychatrie

Dies ist eine Diskussion zu Entlassung auf eigene Verantwortung aus der Psychatrie innerhalb des Forums Arztrecht

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  #1 (permalink)  
Alt 06.10.2011, 13:56
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Entlassung auf eigene Verantwortung aus der Psychatrie

Folgender Sachverhalt:
Freundin1 ist alleinerziehende Mutter (Kind 6 Jahre alt) und seid ein paar Monaten leidet sie unter schwären Angstzuständen.
Vor etwas über drei Wochen hat sie sich freiwillig einweisen lassen.
Der Freund bzw. Lebensgefährte schmeisst den ganzen Haushalt
(offiziel wohnen sie nicht zusammen) sprich: die kleine zur Schule bringen und abholen, kochen, putzen, sich um das Kind kümmern und arbeiten und noch natürlich fast jeden Tag mit der kleinen ins Krankenhaus (55km hin und zurück auf einem 50er Roller)
Also ist es schon ein ziemlicher Ausnahmezustand.
Am Anfang wurde ihr gesagt das der Aufenthalt 5 Wochen dauern kann da die medikamentöse Therapie erstmal eingestellt werden muss (verträglichkeit, Dosis)Nach einer Woche ging es ihr schon viel besser, keine Ängste, Verhalten hat sich normalisiert (natürlich ist der Freund kein Artzt aber vom Eindruck her) natürlich ist diese verbesserung keine Heilung sondern die Medikamente haben angefangen zu wirken.Seit ungefähr einer woche versuchen sie herauszufinden wie der Stand der Dinge ist sprich: schlagen die Medikamente gut an, wie lange wird sie vorraussichtlich noch da bleiben (es sollte ja nur Med. Therapi durchgeführt werden, da die Gesprächstherapie bei einem Therapeuten später erfolgen soll und es wäre ja auch etwas kurz für eine Diagnose) Leider kann der zuständige Arzt noch nichts sagen, niccht zum Verlauf der Med.Therapie sowie nichts wie lange sie noch da bleiben sollte. Nach drei Wochen also über der hälfte der am Anfang genannten Zeit kann der Arzt noch überhaupt nichts sagen ????? Es wurde ihn erklärt wie ernst die Lage ist und was für Verplichtungen sie hat und das der Zustand dass der Freund sie momentan macht nicht lange andauern kann. Arbeit früher gehen, später kommen je nach dem kurzfrüstig frei da beurlaubung nicht möglich ist da soviel Arbeit da ist und dazu noch dass es die letzten Kräfte aus ihm aussaugt. Sie und er auch werden nicht ernst genommen und die ganze Zeit abgewimmelt.
Sie hat wöchentlich zwei Visiten ansonsten schlägt sie die Zeit Tod, malen, Körbchen flächten, langweilen, langweilen und sich ärgern da zur Hause soviel zu tun ist.
Der Freund hat mit ihr überlegt dass sie sich selbst entlassen soll und die Medizin weiter aber zur Hause nehmen soll und der Arzt sie kreuzwerise am ........ lecken kann, sie hat aber Angst das der dafür sorgen kann dass ihr ihre Tochter durch das Jugendamt wegenommen werde kann bzw. Probleme bereiten wird.
Es ist dazu zu sagen dass sie nicht suizid gefährdet ist und keine Gefahr für sich und ihre Umgebung darstellt.
Frage:
kann der Arzt das ?
Kann das Jugendamt das ?
Wie sieht es aus mit Kosten für den Aufenthalt ?
10€ pro Tag max 28 Tage also 280€ bei Alg II, der Freund Privatinsolvenz ist schon ne menge Geld wenns man nicht hat und dies ist ja nur die normale Eigenbeteiligung.
Der Freund wäre sehr verbunden wenn ihm jeman etwas Klarheithier im Forum verschaffen würde und dankbar natürlich auch
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  #2 (permalink)  
Alt 06.10.2011, 15:00
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AW: Entlassung auf eigene Verantwortung aus der Psychatrie

Zitat:
Zitat von beeker Beitrag anzeigen
kann der Arzt das ?
Wohl kaum. Er unterliegt der Schweigepflicht, und solange er keinem höherem Rechtsgut folgen muss (wenn er beispielsweise wüsste, dass dem Kind eine akute Gefahr durch die Mutter drohte), darf er nichts, aber auch gar nichts sagen.
Zitat:
Kann das Jugendamt das ?
Ausgesprochen unwahrscheinlich, wenn das Kind schon ohne Mutter nicht verhungert ist, warum sollte es dann mit Mutter mehr leiden?
Zitat:
Wie sieht es aus mit Kosten für den Aufenthalt ?
Die trägt die Solidargemeinschaft.

Nur mal etwas Fachliches: bei schweren psychischen Erkrankungen wird erst einmal stabilisiert und dann auf eine Dauertherapie umgestellt. Heißt: der Effekt der ersten Tage ("ach, mir gehts viel besser") kann nach einiger Zeit auch wieder futsch sein! Und: viele Psychopharmaka wirken erst nach einigen Wochen richtig. Die Frau (oder am besten das Paar) sollte mal in aller Ruhe mit einem Ober- oder Chefarzt reden und erst dann entscheiden. Und: eine ambulante Anschlusstherapie ist unbedingt nötig. Hat man sich schonmal darum gekümmert (denn teilweise besteht da lange Wartezeit)?
__________________
Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz.
Albert Einstein

Bitte nicht auf PNs reagieren, die unbürokratisch Hilfe bei BtM- und Führerscheinproblemen anbieten! Diese grundsätzlich dem Admin melden.
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