Abwasser/Fäkalien im Keller durch Rückstau

Stellen Sie hier kostenlos Ihre eigene Frage (hier klicken)

Bitte beachten Sie bzgl. der Rechtsbeiträge unsere Nutzungsbedingungen.

TIPP: Der Juraforum.de-Newsletter - wöchentlich aktuelle Urteile, Ratgeber & News

Impressum

Flash
25.06.2003, 16:30
Hallo,
wir hatten gestern und heute weider eine Überschwemmung im Keller.
Dabei handelte es sich nach Aussage um einen Abwasserrückstau. Der ganze Keller stinkt nach Fäkalien.
Abgesehen davon, sind einige Sachen wie:
Gitarre, Nähmaschine, Schränke, diverse Handwerksgeräte in Mitleidenschaft gezogen worden.

Gestern wurde der Fehler angeblich behoben. Meinen Keller habe ich mit einem Wassersauger weitgehenst trocken bekommen.
Heute jedoch stand an einigen Stellen fast 4 cm hoch wieder das Abwasser im Keller.
Einige Sachen sind zusätzlich noch feucht geworden, andere Sachen hatte ich gestern bereits hochgestellt, als ich den Keller trocken saugte.

Wer komtm für den Schaden aus und wie verhält es sich mit den Fäkalienbakterien die sich bilden können.

gruß PEtra

Lesen Sie hier die vollständige Version

RATom
26.06.2003, 11:01
Nach wessen Aussage war es ein Abwasserrückstau? Wer hat diesen verursacht? Wie wurde der Schaden "behoben" und von wem?

Stellen Sie hier kostenlos Ihre eigene Frage

Flash
26.06.2003, 11:29
Hallo,

Nach wessen Aussage war es ein Abwasserrückstau

am Dienstag sagt es mit ein Helfer uneres Vermieters, der gerade dabei war, den Keller leerzuschieben.

Am Mittwoch sprach ich mit der Frau des Vermieters, die mir dann sagte, es läge an der Hebeanlage.

Wer hat diesen verursacht

Ich weiß es nicht woher der Rückstau kam. Nach Aussage der Vermieterin hieß es nur:
die Stadt hätte schuld, weil sie eine Hebeanlage vorgeschrieben haben.

Wie wurde der Schaden "behoben" und von wem?

Am Dienstag angeblich durch eine Firma, welches ich aber nicht gesehen habe, sondern nur durch die Vermieterin gehört habe.
Am Mittwoch soll auch eine Firma den Schaden behoben haben.
Ich selber habe den Vermieter mit einem Jauchewagen und einer Spirale gesehen, wie er einen Hauseingang weiter an der Strasse herumwerkelte.

Vorsichtshalber haben wir Fotos gemacht auf denen gut zu erkennen ist, wie weit das Wasser gelaufen ist und wo es überall war. Heute werde ich die beschädigten Sachen fotografieren.

Bei dem Thema Fäkalien habe ich noch eine Frage:
Man hört so viel von Bakterien und das es bei so einer Überschwemmung eine extra Reinigung des Betonfußbodens und der anderen Sachen bedarf. Ich habe etwas Angst, da wir auch Lebensmittel auf Regalen gelagert haben. Die sind zwar nicht nass geworden, aber der Gestank war/ist überall. Ehrlich gesagt ekele ich mich nun etwas davor, diese Lebensmittel noch zu essen.
Wir verkaufen auch Gewürze und haben die zum Teil im Keller auf den Regalen gelagert.
Kann man diese Sachen noch essen oder eher nicht?
Teilweise waren sie eingeschweißt, aber die Vakuumnähte halten auch nicht so, wie sie eigentlich sollten. und wenn Luft rausgeht, kann auch Luft rein in die Tüten.

Ich danke schon mal für die Antworten.

Gruß Petra

Lesen Sie hier die vollständige Version

RATom
26.06.2003, 13:08
Also das klingt auf jeden Fall nach einer Sache des Vermieters. Ich würde einfach die Schäden sauber dokumentieren und dem Vermieter in Rechnung stellen. Ob und wenn wie der von jemand Drittem Schadensersatz dafür verlangen kann, sollte Sie nicht kümmern. Wichtig ist nur, daß keine höhere Gewalt (Unwetter oder so) vorliegt. Da das anscheinend nicht der Fall war, ist das Ganze als Folge eines Mangels der Mietsache (Mieterkeller) zu sehen und für Sie ist der Vermieter der Ansprechpartner.

Was die Bakterien angeht, so muß ich gestehen, darüber zu wenig zu wissen. Aus Ekelgründen würde ich aber sagen, daß alle nicht wirklich wasserdichten Sachen (Konservendosen usw. sind natürlich nicht betroffen...) entsorgt werden sollten. Was den Verkauf von in diesem Keller gelagerten Lebensmitteln angeht, so würde ich dringenst abraten. Sollten sich Krankheitserreger irgendeiner Art in diesen Lebensmitteln befinden, könnten Sie vom Käufer haftbar gemacht werden - das kann sehr teuer werden...

RATom

Stellen Sie hier kostenlos Ihre eigene Frage

Flash
26.06.2003, 23:53
So,
ich komme gerade aus dem Keller, nach drei Stunden Schufterei.
Der Keller war wieder vollgelaufen. Es kam 10 cm aus dem Abfluß in der Waschküche hoch.
Laut Vermieter sind irgendwelche Pumpen ausgefallen. Angeblich hat er vorgestern/gestern 2 neue einbauen lassen.
Zudem hat er die Stadt angerufen, die den Schaden beheben soll.
Na mal abwarten.
So langsam bin ich es leid.
Kann ich dem Vermieter meine Eigenarbeit, also das leerschieben und absaugen des Kellers in Rechnung stellen?

Gruß Petra Kellner

Lesen Sie hier die vollständige Version

RATom
27.06.2003, 12:00
...das mit der Eigenarbeit ist nicht so einfach. Im Normalfall kann man Eigenarbeit nur im Rahmen von Schadensersatz geltend machen, wenn man diese Arbeit auch normalerweise als "Profi" vornimmt. Also ein Automechaniker, der sein beschädigtes Auto repariert oder ein Malermeister, der seine verschimmelte Wohnung neu tapeziert und streicht... Ansonsten kann die Eigenarbeit normalerweise deshalb nicht abgerechnet werden, weil sich kein handhabbarer Gegenwert feststellen läßt. Was man aber ggf. fordern kann, sind Verdienstausfälle usw. für Einnahmen, die man nachweislich in der Zeit hätte erzielen können, in der man wegen des Schadens gezwungen war, an dessen Beseitigung zu arbeiten. Da es hier aber auf den konkreten Fall und die Nachweisbarkeit eines Schadens ankommt, kann ich nur empfehlen, vor weitergehenden Schritten die Beratung eines Rechtsanwaltes zu suchen.
RATom

Stellen Sie hier kostenlos Ihre eigene Frage

Flash
06.07.2003, 19:35
Hallo,

bíslang hat sich rein Versicherungstechnisch überhaupt nix getan.
Allerdings macht sich im Keller jetzt der Schimmel breit.
Mal ein paar Fotos
Schimmel nach Überschwemmung (http://www.calenberger-tierparadies.de/schaden/schimmel)

Die Rigipswände sehen so richtig farbenprächtig aus, was leider auf den Fotos nicht so zur Geltung kommt.
Ein Zwischenlagern der noch im Keller befindlichen Sachen st nicht möglich und ein Austausch der Sachen in trockene schränke hat wohl wenig Sinn, solange alles noch feucht ist.

Wir haben uns überlegt, ob der Vermieter nicht so eine Trocknungsanlage hätte in den Keller stellen müssen?

Auch ist uns aufgefallen, daß irgendwer in den Boden ein rundes Loch gebohrt hatte. Auf einem Foto ist dieses Loch auch zu sehen.
Wer mag so etwas getan haben?
Irgendeine Behörde?

Morgen werden wir beim Gesundheitsamt anrufen und mal nachfragen, inwiefern eine gesundheitliche Beeinträchtigung für uns gegeben ist.
Ich bin Neurodermitikerin und reagiere sehr empfindlich auf Schimmel. Da wir zu ebener Erde wohnen und aus den geöffneten Kellerfenstern der Dunst hochsteigt und evtl. auch durch die Wände, habeich etwas Bedeneken. Auch was das trockenen der Wäsche im Wäschekeller(auch schimmelig) angeht, habe ich Bedenken.

Hier tut sich auf jeden Fall nichts und die Wände sehen grausam aus.
Das einzige, was wir gehört haben, ist:
Die Teppiche müssen aus dem Keller, sofern vorhanden, da in dem Abwasser Kolibakterien enthalten sind.

Was nun?

Gruß Petra

Lesen Sie hier die vollständige Version

RATom
07.07.2003, 15:09
Die Sache scheint langsam Dimensionen anzunehmen, die es angeraten scheinen lassen, einen Rechtsanwalt einzuschalten, der sich auch "vor Ort" ausreichend informieren kann. Wegen der Komplexität des ganzen glaube ich nicht, das Thema mit ausreichender Sorgfalt hier diskutieren zu können.
RATom

Stellen Sie hier kostenlos Ihre eigene Frage

Flash
11.07.2003, 11:42
Hallo,

stimmt schon, es geht nicht mehr ohne Mieterschutzbund. Einen Termin haben wir gemacht.
Mittlerweile ist desinfiziert worden.
Sämtliche Rigipswände haben drei oder mehr Löcher bekommen und im Keller stehen Trocknungsmaschinen, die kräftig die Luft nachdraußen blasen. Unter anderem genau unter unserem Schlafzimmerfenster.
Diese Maschinen sind zwar nicht so laut, daß man sie tagsüber hört, wenn der Geräuschpegel eh etwas höher ist, aber nachts hört man sie ständig rauschen.
Zu unserer Terrasse hin, steht ein größeres Gerät, daß lauter ist, sodaß man es ständig hört, wenn man draußen sitzt. Abgesehen von der Luft, die direkt dorthin gepustet wird, wo wir sitzen.

So geht das nicht und schon gar nicht über 2 Wochen.

Vielen Dank für die Hilfe.

Gruß Petra

Lesen Sie hier die vollständige Version

-Anzeigen-



Sie sind im Juraforum-Archiv
Hier gehts zur Startseite von Juraforum.de!


-Anzeigen-
rechtsanwalt
Rechtsanwalt
suchen
steuerberater
Steuerberater
suchen
uebersetzer
Übersetzer
suchen

Großstädte direkt

Rechtsanwalt Berlin | Rechtsanwalt Hamburg | Rechtsanwalt München | Rechtsanwalt Köln | Rechtsanwalt Frankfurt