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Ständige Planänderung, in wie weit ist das erlaubt?

Dies ist eine Diskussion zu Ständige Planänderung, in wie weit ist das erlaubt? innerhalb des Forums Arbeitsrecht

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  #1 (permalink)  
Alt 08.07.2010, 12:34
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Ständige Planänderung, in wie weit ist das erlaubt?

Ich hätte da mal eine Frage bezüglich Planänderungen.

Nehmen wir mal an Frau W. arbeitet zu Teilzeit bei einer großen Firma, mit ständig wechselden Personal. Jetzt wird deswegen auch minimum ein bis zweimal der Plan in der Woche umgeschrieben. Wegen Krankheit, Kündigung etc. In wie weit muss man diese ständigen Änderungen gefallen lassen so auf die Art: "Entweder kommen sie morgen oder sie brauchen gar nicht mehr zu kommen." Selbst aber da einen wichtigen Termin zu haben, der nicht verschiebbar ist .
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  #2 (permalink)  
Alt 08.07.2010, 13:21
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AW: Ständige Planänderung, in wie weit ist das erlaubt?

Soweit ich weiß ist ein geschriebener Dienstplan bindend, Änderungen müssen mit dem Arbeitnehmer abgesprochen werden. In wie weit hier Ausnahmen bei dringenden Fällen erlaubt sind, weiß ich allerdings nicht.
__________________
Zitat:
Die schlimmste aller Kampfkünste heißt Jura
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  #3 (permalink)  
Alt 09.07.2010, 15:05
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AW: Ständige Planänderung, in wie weit ist das erlaubt?

Hallo,

wichtig ist hier (2)

§ 12 Arbeit auf Abruf
(1) Arbeitgeber und Arbeitnehmer können vereinbaren, dass der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung entsprechend dem Arbeitsanfall zu erbringen hat (Arbeit auf Abruf). Die Vereinbarung muss eine bestimmte Dauer der wöchentlichen und täglichen Arbeitszeit festlegen. Wenn die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit nicht festgelegt ist, gilt eine Arbeitszeit von zehn Stunden als vereinbart. Wenn die Dauer der täglichen Arbeitszeit nicht festgelegt ist, hat der Arbeitgeber die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers jeweils für mindestens drei aufeinander folgende Stunden in Anspruch zu nehmen.
(2) Der Arbeitnehmer ist nur zur Arbeitsleistung verpflichtet, wenn der Arbeitgeber ihm die Lage seiner Arbeitszeit jeweils mindestens vier Tage im Voraus mitteilt.
(3) Durch Tarifvertrag kann von den Absätzen 1 und 2 auch zuungunsten des Arbeitnehmers abgewichen werden, wenn der Tarifvertrag Regelungen über die tägliche und wöchentliche Arbeitszeit und die Vorankündigungsfrist vorsieht. Im Geltungsbereich eines solchen Tarifvertrages können nicht tarifgebundene Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Anwendung der tariflichen Regelungen über die Arbeit auf Abruf vereinbaren






LG
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  #4 (permalink)  
Alt 09.07.2010, 19:58
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AW: Ständige Planänderung, in wie weit ist das erlaubt?

Ergänzend: Der vorgenannte § kommt auch zur Anwendung, wenn keine Arbeit auf Abruf vereinbart worden ist.

Ist ein Dienstplan veröffentlicht, hat der AG sein Direktionsrecht bzgl. der Lage der Arbeitszeit verwirkt. Änderungen können nur einvernehmlich herbei geführt werden.

Im Arbeitsvertrag scheinen keine festen Arbeitszeiten vereinbart worden zu sein, oder?

Zitat:
Zitat von Kämpferin
In wie weit muss man diese ständigen Änderungen gefallen lassen so auf die Art: "Entweder kommen sie morgen oder sie brauchen gar nicht mehr zu kommen."
Gefallen lassen muss man sich das sicherlich nicht, ein AN hat auch ein Recht auf planbare Freizeit. Nur muss man im Falle der Verweigerung auch mit den Konsequenzen leben können. Wie wäre es denn mit der Suche nach einem neuen AG?
__________________
Das Gleiche lässt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht.
Johann Wolfgang von Goethe
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  #5 (permalink)  
Alt 09.07.2010, 23:07
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AW: Ständige Planänderung, in wie weit ist das erlaubt?

Zitat:
Zitat von Ed van Schleck Beitrag anzeigen
Gefallen lassen muss man sich das sicherlich nicht, ein AN hat auch ein Recht auf planbare Freizeit. Nur muss man im Falle der Verweigerung auch mit den Konsequenzen leben können. Wie wäre es denn mit der Suche nach einem neuen AG?
Das wäre sicherlich das Beste! Dummerweise muss der Betroffene heutzutage mit Sicherheit eine Sperre hinnehmen und wird sich daher hüten seinem AG auf die Füße zu treten. Und Jobs sind heutzutage ja auch Mangelware. Dennoch sollte man optimistisch bleiben und stets weitersuchen. Eines Tages hat man vielleicht Glück. In der Firma scheint man sowieso nicht lange zu bleiben, ob man will oder nicht.
__________________
Demokratie ist, wenn man sich aussuchen kann, wer einen verarscht. (Hagen Rether)
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Alt 13.07.2010, 19:20
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AW: Ständige Planänderung, in wie weit ist das erlaubt?

Danke für die doch recht ausführlichen Antworten, bin auch schon eifrig am Suchen nach einem neuen Arbeitsplatz.
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