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Selbstständigkeit als Ausweg

Dies ist eine Diskussion zu Selbstständigkeit als Ausweg innerhalb des Forums Anwaltsforum

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Alt 19.12.2010, 12:19
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Selbstständigkeit als Ausweg

Liebe Forenmitglieder, meine Frage richtet sich an Referendare und Anwälte. Ich bin gerade dabei mein erstes Staatsexamen zu machen und habe Panik, später keine Stelle zu finden. Der Ausweg heisst dann wohl Selbstständigkeit. Aber kann man sich als junger Anwalt so leicht selbstständig machen? Woher hat man das wissen zu den Rechtsgebieten die man behandeln will. Es erscheint mir im Moment total unmöglich einen Mandanten z.B. im Familienrecht zu beraten. Ausserdem kommen manche Rechtsgebiete ja gar nicht im Studium vor, wie z.B. das Betreuungsrecht. Arbeitet man sich da schnell ein oder lernt man was im Referendariat? So viele Anwälte machen sich selbstständig und ich frage mich woher sie das nötige Know How haben. Liebe Grüße
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Alt 05.02.2011, 15:45
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AW: Selbstständigkeit als Ausweg

Viel interessanter finde ich die Frage der Mandantenakquisition, wenn man von "null" anfängt.
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  #3 (permalink)  
Alt 08.02.2011, 10:01
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AW: Selbstständigkeit als Ausweg

Hi,

Zitat:
Ich bin gerade dabei mein erstes Staatsexamen zu machen und habe Panik, später keine Stelle zu finden.
Mach dir keine Sorgen, ganz so hoffnungslos ist die Jobsituation auch nicht. In meinem Bekannten- und Freundeskreis, in dem wirklich alle Examensergenisse anzutreffen sind, sind bislang alle früher oder später irgendwo untergekommen. Manche hatten sogar schon in der Anwaltstation oder Wahlstation ihre Stelle sicher in der Tasche.


Zitat:
Der Ausweg heisst dann wohl Selbstständigkeit.
ich denke, dass man sich schon in die Selbständigkeit begeben wollen sollte. Immerhin bedarf auch die Selbstständigkeit eines immensen Arbeitseinsatzes und nicht unerheblicher finanzieller Mittel.

Zitat:
Aber kann man sich als junger Anwalt so leicht selbstständig machen?
Ja, kann man. Ich habe es aus diversen Gründen so gemacht.

Zitat:
Woher hat man das wissen zu den Rechtsgebieten die man behandeln will. Es erscheint mir im Moment total unmöglich einen Mandanten z.B. im Familienrecht zu beraten. Ausserdem kommen manche Rechtsgebiete ja gar nicht im Studium vor, wie z.B. das Betreuungsrecht. Arbeitet man sich da schnell ein oder lernt man was im Referendariat?

Mein Berufsleben ist sehr vielseitig und oftmals werde ich mit Dingen konfrontiert von denen ich vorher niemals etwas gehört habe. Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht,diesbezüglich meinen Mandanten gegenüber ehrlich zu sein. Wenn der Mandant sieht, dass hinter einem Schriftsatz von ein bis zwei Din A4 Seiten auch erhebliche Recherche und Arbeit steckt, dann ist die Akzeptanz, dass für diesen Schriftsatz gem. dem RVG unter Umständen 800 € zu zahlen sind ohnehin größer.

Ansonsten heißt das Schlüsselwort: Fortbildung, Fortbildung und nochmals Fortbildung (ein teurer aber unabdingbarer Spaß)

Zitat:
So viele Anwälte machen sich selbstständig und ich frage mich woher sie das nötige Know How haben
Das nötige Know How hat vorher kaum einer.Dies liegt zum großen Teil auch daran, dass das Referendariat eine andere Ausrichtung hat. Man muss also den Mut mitbringen, das Tanzen sozusagen direkt auf dem Parkett zu lernen. Hört sich jetzt dramatischer an als es ist. Faktisch ist es eben ein learning by doing.

Für den Alltag gibt bei einem spontanen Problem viele Hilfen:

so zum beispiel die Maillingliste des Forums Junger Anwaltschaft

das Telefon um sich mit befreundeten Kollegen auszutauschen

und zur Not muss man sich eben in einer Geschäftsstelle oder Behörde die Blöße geben und dort Fragen.Jungen Anwälten wird zumeist gern weitergeholfen.


Natürlich sollte man sich vor dem Entschluss der Selbstständigkeit bewusst sein worauf man sich damit einlässt.

Hierzu gibt es beispielsweise eine sehr gute Veranstaltung des Forums Junge Anwaltschaft "Start in den Anwaltsberuf"

Ansonsten kann ich natürlich den
"DAV Ratgeber für junge Rechtsanwältinne und Rechtsanwälte" und
"Erfolgreich starten als Rechtsanwalt" von Dieter Trimborn v. Landenberg empfehlen.


Nachdem du das Referendariat noch vor dir hast noch folgender Tipp:
http://anwaltverein.de/berufsstart/dav-anwaltausbildung


Zitat:
Viel interessanter finde ich die Frage der Mandantenakquisition, wenn man von "null" anfängt.
Genaugenommen fängt man nicht bei Null an. Die ersten Mandate kommen in der Regel aus dem Familien-, Freundes und Bekanntenkreis.

Alles weitere ist hochtrabend ausgedrückt Kanzleimarketing.... also schlichtweg Werbung auf diverse Art und Weisen.


Also dann liebe Grüße
Siobhan
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  #4 (permalink)  
Alt 08.02.2011, 10:17
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AW: Selbstständigkeit als Ausweg

Zitat:
Zitat von Siobhan Beitrag anzeigen
Alles weitere ist hochtrabend ausgedrückt Kanzleimarketing.... also schlichtweg Werbung auf diverse Art und Weisen.
Hochtrabend? Ich darf doch bitten. Ich habe ein eigenes Unternehmen für Kanzlei- und Praxismarketing gegründet und muss intervenieren, wenn Marketing mit Werbung gleichgesetzt wird.
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  #5 (permalink)  
Alt 08.02.2011, 10:51
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AW: Selbstständigkeit als Ausweg

Zitat:
Ich habe ein eigenes Unternehmen für Kanzlei- und Praxismarketing gegründet und muss intervenieren, wenn Marketing mit Werbung gleichgesetzt wird
na, dann weißt du ja wie das mit der Mandantengewinnung funktioniert
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  #6 (permalink)  
Alt 08.02.2011, 10:55
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AW: Selbstständigkeit als Ausweg

Ja, ich finde, das ist ein interessantes Thema. Ich stelle aber immer wieder fest, dass viele RA (oder auch StBer) um die Wichtigkeit einer medialen Präsenz gar nicht wissen.
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