Dies ist eine Diskussion zu Kein Fax .... innerhalb des Forums Anwaltsforum
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| Kein Fax .... also schön man stelle sich vor, es gäbe da irgendeine Störung in der Kabelfernsehtelefonleitung. Infolge dessen ginge gar nichts mehr (kein Fernsehen, kein Telefon, kein Internet... kein Fax... nada). Nachdem es den Nachbarn nicht besser ginge und man dank eines Websticks auch über die HP des Telefonanbieters zumindest ermittelt habe, dass es wohl allgemein (für mehrere Vorwahlen) eine Störung auf unbestimmte gäbe, wie bekäme man nun ein wichtiges und fristgebundenes Fax weg? Internetcafe? Ist es normal, dass man von Internetcafes aus faxen kann? Oder ist das wiederum aus berufsrechtlichen problematisch (Verstoß gegen Verschwiegenheitspflicht oder so). Mit dem Mandanten sei die Kommunikation nicht möglich. Über E-mail faxen? Oder könnte man versuchen ausnahmsweise irgendwie samt Erklärung ein E-mailfax zu versenden. Ich weiß zwar, dass das normalerweise nicht zulässig ist, aber nachdem ich auch gar nicht so genau weiß was das ist ... würde der Empfänger das überhaupt bemerken? Also dann liebe Grüße Siobhan |
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| AW: Kein Fax .... Rechtlich unterscheidet sich doch ein eingescanntes und per E-Mail gesendetes Dokument nicht von einem herkömmlichen Fax (kein Computerfax), siehe § 127 Abs. 2 BGB. Es handelt sich lediglich um einen anderen Übertragungsweg, der im Gegensatz zum Fax manchmal nicht akzeptiert wird (z.B. von den Gerichten, soweit ich weiß). Außerdem ist der Beweis des Zugangs problematischer und in diesem Fall wohl nicht gegeben. Beim Fax gibt es immerhin den Sendebericht. Beim Mailversand gibt es praktisch nur den Beweis über die Bestätigung durch Empfängers, z.B. durch Antwort. Aber es gab auch mal ein Urteil über die E-Mail-Korrespondenz zwischen Anwälten, in dem der Nachweis des Zugangs gelang. Wie es berufsrechtlich aussieht, kann ich nicht sagen. Aus Datenschutzgründen wäre es aber mindestens erforderlich, beim Faxversand im Internetcafé den Sendebericht abzuwarten, aber den benötigt man ja eh. |
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| AW: Kein Fax .... Hi, okey,... nachdem ich wirklich von so Technikkommunikationskrams keine Ahnung habe, bin ich mir nicht sicher ob ich deine Antwort richtig verstehen kann. Zitat:
Soweit ich das inzwischen verstehe müsste ich für die Versendung eines Faxes über den Computer, das Schriftstück (welches ja schon unterschrieben sein kann) doch einfach nur durch den Kopierer jagen.. und dann sozusagen über den Computer irgendwie übers Internet als Fax versenden. Das darf man aber nicht? Oder ist das gar kein Computerfax wenn es ganz dann ganz normal im Fax des Empfängers landet? Wenn doch, woran merkt der im Zweifel überhaupt den Unterschied? Also dann liebe Grüße Siobhan |
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| AW: Kein Fax .... Zitat:
Zitat:
Die Frage ist, was Du damit meinst. Es gibt z. B. Webmailanbieter, die die Versendung von Faxen ermöglichen. Dort kann man z. B. ein PDF-Dokument hochladen und dann faxen lassen. (Auch hier stellt sich prinzipiell das o. g. Problem mit der Schweigepflicht, denn prinzipiell kann der Webmailanbieter das Fax natürlich mitlesen, wenngleich das wohl nicht vorkommt.) Der Empfänger sollte das grundsätzlich nicht merken (es sei denn, der Faxdient weist ausdrücklich darauf hin). Von Gerichten jedenfalls anstandslos wie ein normales Fax akzeptiert - wenn unterschrieben. Problematisch war bzw. ist der Fall eines Faxes, das vollständig im Computer erstellt und nicht unterschrieben wird; dazu gibt es doch Entscheidungen, wonach die Form dann gewahrt ist, wenn das Fax mit dem gedruckten Namen abschließt und einem Hinweis, dass eine Unterschrift aus technischen Gründen (Art der Versendung) nicht erfolgen kann. Entweder ist es nach o. g. Grundsätzen zulässig oder es liegt ein Wiedereinsetzungsgrund vor. "Aunahmsweise zulässig" würde ich nicht bejahen wollen.
__________________ "Geschlossene Augen sind keineswegs ein Zeichen gespannter Aufmerksamkeit, sondern das exakte Gegenteil (a. A. BVerwG NJW 1986, 2721)." (aus: Hufen, Verwaltungsprozessrecht) Wenn der Beitrag hilfreich / erfreulich / erheiternd / erhellend / anregend war, wird der Verfasser durch eine Bewertung (auf den gelben Punkt oben rechts drücken) motiviert, weitere solcher Beiträge zu verfassen. |
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| AW: Kein Fax .... Ein Computerfax, so wie ich das meine, entspricht der Textform. Man schreibt zum Beispiel einen Brief in Word und faxt den dann direkt über den PC, ohne den auszudrucken und zu unterschreiben. Wird heute dank der weiteren Verbreitung von E-Mails kaum noch gemacht, die meisten Rechner haben auch kein Faxmodem mehr. Eine normale E-Mail ist nichts anderes. Ein Text, der irgendwie elektronisch übermittelt wird. Eine rechtsverbindliche Möglichkeit wäre die elektronische Signatur. Das hilft aber im konkreten Fall nicht. Zitat:
Zitat:
Dürfen sicherlich, ob es rechtlich bindend ist, siehe oben. |
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| AW: Kein Fax .... Wobei der unmittelbar ja nicht für die Prozesschriftform gilt (sondern nur für die vertraglich vereinbarte). Zitat:
Zitat:
Datenschutzprobleme sehe ich keine, solange auf dem Sendebericht nicht das Fax selbst teilweise abgedruckt ist. Aber vielleicht meinst Du gerade diesen Fall.
__________________ "Geschlossene Augen sind keineswegs ein Zeichen gespannter Aufmerksamkeit, sondern das exakte Gegenteil (a. A. BVerwG NJW 1986, 2721)." (aus: Hufen, Verwaltungsprozessrecht) Wenn der Beitrag hilfreich / erfreulich / erheiternd / erhellend / anregend war, wird der Verfasser durch eine Bewertung (auf den gelben Punkt oben rechts drücken) motiviert, weitere solcher Beiträge zu verfassen. |
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| AW: Kein Fax .... Hi Jungs, man stelle sich vor die Telefonanlage habe nach 14 stündiger Bettelei und Beschwörung plötzlich angefangen zu blinken... Trotzdem mag ich das jetzt nochmal genau wissen: also bei einem Computerfax wird beispielweise nur die Worddatei gefaxt? Bei der Variante den Schriftsatz auszudrucken, zu unterschreiben, zu kopieren und dann die PDF Datei irgendwie über das E-mailprogramm zu faxen, handelt es sich gar nicht um ein Computerfax, sondern um ein ganz normales Fax? Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Vorhin ist mir noch eingefallen, dass einer meiner Ausbilder mir erzählt hat in der Not mal ein Telegramm verschickt zu haben... okey wahrscheinlich geht sowas heute praktisch nicht mehr, weil es ähm ...keine Telegrammanbieter mehr gibt. Aber warum ist das zumindest in der Theorie gesetzlich zulässig? Die wurden doch auch nicht unterschrieben, sondern (zumindest kenne ich das so aus den Wildwestfilmen) irgendwohin gemorst, aufgeschrieben und dann vom Telegrammpostboten zugestellt. Also dann liebe Grüße Siobhan |
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| AW: Kein Fax .... Es gibt doch diesen E-Post-Brief. Wäre das nicht eine Möglichkeit? Den kann man im Internetcafe schreiben, Signatur gibt es wohl auch und die Post stellt den sogar persönlich zu, wenn man das möchte. Wäre das "sicher"? |
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| AW: Kein Fax .... Zitat:
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| AW: Kein Fax .... Jein. Man schreibt es wie eine Email über eine E-Post-Adresse, aber es läuft irgendwie über eine sichere Leitung - kann also kein Unbefügter sehen (hacken). Dieser E-Post-Brief kann entweder direkt an eine E-Post-Adresse zugestellt werden (ist nicht die Emailadresse) oder er kann eben von der Post in ausgedrucktem Zustand im Umschlag einem Empfänger zugestellt werden. Aber ehrlich - ganz genaue Konditionen kenne ich nicht. Fiel mir nur gerade ein, weil die Post damit wirbt, dass es ein sicherer - und anerkannter - Weg ist mit Behörden zu kommunizieren. |
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