Dies ist eine Diskussion zu Suche neutralen Rat zwecks Zukunftsplanung innerhalb des Forums Allgemeines zum Thema "Recht als Beruf"
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| Suche neutralen Rat zwecks Zukunftsplanung ich befinde mich gerade in einem Zwiespalt zwecks meiner Zukunft. Meine Ausgangssituation ist folgende: Ich habe vor kurzem mein 1. Staatsexamen mit Befriedigend im Freischuss abgelegt. Mein Vater führt eine mittelständische, sehr gut laufende Kanzlei in einer mittelgroßen Stadt (50.000-100.000) Einwohner. Nun plage ich mich mit dem Gedanken, dass Examen noch einmal zu wiederholen um noch ein paar Punkte rauszukitzeln und einige Rechtsgebiete noch weiter zu verinnerlichen. Mein Vater rät mir jedoch moeglichst früh Erfahrungen in der Kanzlei zu sammeln und das Referendariat zu beginnen, da er der Meinung ist, dass das erste Examen für mich nicht so eine besondere Relevanz hat und man das wesentliche sowieso erst im Referendariat lernt. Ich kann mir grundsätzlich gut vorstellen in der Kanzlei tätig zu werden. Nachdem ich mich auch intensiv mit meiner Persönlichkeit auseinandergesetzt habe, komme ich zu dem Schluss dass ich eher ein unabhängiger Typ bin für den ein Berufsweg in der Verwaltung, dem Richteramt oder bei der STA nicht so sehr in Frage kommt. Dem Anwaltsberuf wäre ich auch nicht so sehr abgeneigt. Meine Frage: Wie würdet ihr euch in meiner gegenwärtigen Situation entscheiden? Nochmal ein paar Monate Gas geben, und hoffen das man ein besseres Ergebnis erzielt? Ein VB ist ja in den meisten Fällen aufgrund der vielen Unwägbarkeiten (Tagesform, Klausurthema, Korrektor, Mündliche Prüfung) ohnehin kaum planbar. Oder würdet ihr es für sinnvoller erachten in der väterlichen Kanzlei etwas Erfahrung zu sammeln, das Referendariat mit ein wenig Grundlagen zu besuchen und anschließend ins warme Nest zurückzukehren? (Was ja in heutigen Zeiten ein absoluter Luxus für Juristen ist) Ich bin gespannt auf eure Meinungen. Gruß, Kip |
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| AW: Suche neutralen Rat zwecks Zukunftsplanung Goethe, Heine, Handke, Dahn, Wedekind, Flaubert, Kafka, Heym, Grimm, Guttenberg: Ich ******** auf die Rechtswissenschaften Es ist völliger Kokolores da etwas vertiefen zu wollen welches einem die Doktrin als Qualifikation eindoktriniert. In der Justiz um im Staatsdienst Karriere zu machen sind Noten allerdings eines der wichtigsten Kriterien. Richter N., BGH: "...Die Sonderrichter im Dritten Reich sind mit demselben Qualifikationsbegriff groß geworden wie die Richter von heute." In der Praxis kommt es eher darauf an kriminell für die juristischen Kollegen zu handeln und krminelles Handeln der Kollegen abzudecken und dabei die Bevölkerung als rein wertabschöpfende und wertzerstörende Gesellen auszunehmen. Aus „Recht ohne Gerechtigkeit" von Dr. Henri Richthaler, C-Verlag 1989, Seiten 4f: „Über die Richter hinaus steht unser ganzes Rechtssystem kurz vor seinem Kollaps. Die Justiz hat ihre Fähigkeit verloren, gerechte und in vertretbarer Zeitspanne getroffene Entscheidungen zu fällen. In vergleichbarer Situation müsste ein Unternehmen Konkurs anmelden. Mit dem Rechts-Killer-Instrument der ,freien richterlichen Beweiswürdigung' werden Prozesse von den Richtern so zurechtgeschnitten, dass gewünschte Resultate gerechte Entscheidungen verjagen. - Nur noch formell nehmen die Gerichte ihre Aufgaben wahr. Unser Rechtsstaat ist zum bloßen Rechtsmittelstaat verkommen. Die Justiz ist auf dem Niveau eines Glückspiels angekommen. Würden Urteile mit dem Knobelbecher ausgewürfelt, es wäre kein Unterschied in Resultat und Niveau zu Entscheidungen der Richter festzustellen. ,Im Namen des Volkes' lässt sich ebenso gut würfeln wie langes Fachchinesisch in richterlicher Willkür verkünden." In der Praxis entscheidet wie im Dritten Reich das (vorauseilende) Gehorsam und der Opportunismus aber auch Beziehungen oder richterliche Nebentätigkeit über das vorankommen. Das Ansehen der Person ist in der Justiz das wichtigste Entscheidungskriterium, wenn Menschen dort vor Gericht stehen. Fachliche Qualifikation ist dort am wenigsten gefragt oder nötig. Bezogen wird sich in der Justiz insgesamt allerdings auf Noten auf die sich im Ansehen der Juristen untereinander auch noch 30 Jahre nach dem Examen bezogen wird um damit vor den Kollegen im Ansehen zu protzen etc. etc. Auf welchem kleinkindlichen Niveau dort herumgehampelt wird können sich Aussenstehende kaum vorstellen. Das eintrichtern einer solchen Doktrin pervertiert natürlich auch Menschen mehr oder weniger. 19. Nazimörder hatten es gut; auch beim Bundesgerichtshof. Eine angeblich demokratische und rechtsstaatliche Qualifikationsauslese filtert Richter heraus, die das Glasperlenspiel der Jurisprudenz perfekt beherrschen, denen aber das Gefühl für das rechte Maß und insbesondere für die Prinzipien des Rechts fehlt. Es wiederholt sich die historische Tatsache, daß die tatsächliche Qualifikation die Pervertierung des Rechts nicht verhindert, sondern offenbar fördert. Und dann kommt es dazu, dass man sich vor Juristen gerne auch mal zu tiefst ekeln muss: "Ich habe unzählige Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte erleben müssen, die man schlicht “kriminell” nennen kann. ...Wenn ich an meinen Beruf zurückdenke (ich bin im Ruhestand), dann überkommt mich ein tiefer Ekel vor "meinesgleichen" ". F. ehemaliger Richter am LG Stuttgart, Süddeutsche Zeitung, 9. April 2008 Das wird dann aber von den dort so agierenden als besonders hohe Qualifikation selbst wahrgenommen. 20. Viele Richter sind entweder verlogen oder schizophren,... Dr. jur. L. Ob man bezüglich des Wissens welches im Staatsexamen abgefragt wird (vielleicht 1%) sich vertieft (vielleicht dann insgesamt am Rechtswissen 0,01% mehr weiss) ist gegenüber dem gesamten Rechswissen peanuts. Man kann sich darin ja auch in der Praxis einarbeiten. Beispiele: P. über seine Psychiatrie-Erfahrung als Oberarzt: "Auch eine dressierte Ziege kann Psychiatrie ausüben" Mehr Schein als Sein: Psychiatrie Hochstapler Dr.med. Dr.phil. P. reißt Psychotherapeuten und Psychiatern die Maske kundiger Heiler herunter. Darf man es bedauern, dass P., ein Hochstapler mit Kultstatus, der sich selbst bezeichnet als "ein Nichts", "ein ehemaliger Postbote mit mittlerer Reife", die ihm vom sächsischen Sozialministerium angetragene Chefarztstelle der forensischen Abteilung des Landeskrankenhauses für Psychiatrie und Neurologie in Arnsdorf - dotiert mit einer C4-Professur an der TU Leipzig - nicht angenommen hatte? Jedenfalls ist der Welt damit eine weitere heiter-böse Bloßstellung dessen vorenthalten worden, wovon Politik, Justiz wie Psychiatrie bis zur Stufe der Unfähigkeit vorzüglich leben: dem schönen Schein. ...Honorare in Höhe von knapp 44.000 Mark, die er für psychiatrische Gutachten in 23 Strafverfahren kassierte, für die er als Gerichtsgutachter bestellt wurde, wird er hingegen behalten dürfen. Das sächsische Justizministerium habe zwar eine Rückforderung geprüft, aber kein Verfahren eingeleitet, weil eine Chance, das Geld einzuklagen, nur bestünde, wenn die Fehlerhaftigkeit der Gutachten nachgewiesen werde. Von den Gerichten war jedoch keine einzige der Expertisen zurückgewiesen oder angefochten worden. Falscher Anwalt foppt die Justiz, 20.11.2001 Drei Jahre lang ging er als angeblicher Anwalt mit Doktortitel bei Gericht ein und aus. Der Chef, die Kollegen waren mit Karl-Heinz B.s juristischem Sachverstand zufrieden. Dann flog der peinliche Schwindel auf. Justitia: In der notenvernarrten Zunft geht normalerweise nichts ohne Zeugnis Paderborn - Das also war das Ende. Keine Ausrede, kein Ausweg mehr. Der Tag, von dem Karl-Heinz B. drei Jahre gehofft hatte, dass er nie kommen würde und den er doch drei Jahre erwartet hatte: sein letzter Tag als angeblicher Anwalt mit Doktortitel. Gut 300 Fälle hatte B. in diesen Jahren bearbeitet, war beim Detmolder Sozialgericht, beim Paderborner Amtsgericht, beim Paderborner Landgericht aufgetreten, hatte Schriftsätze eingereicht, Plädoyers gehalten, Urteile erstritten. Nun aber stand er vor dem Chef seiner Kanzlei und musste bekennen, was für ihn so peinlich war wie für die deutsche Justiz: B. war gar kein Anwalt, B. hatte keinen Doktor, und keiner hatte es gemerkt. Drei Jahre lang. Falscher Anwalt mit Dr. Titel arbeitete in Top-Wirtschaftskanzleien, 09.06.2010 09. Juni 2010, 9:00 Sitzungssaal 7, große Strafkammer des Landgerichts Frankfurt. Auf der Anklagebank sitzt ein 27 –jähriger, 1,65 kleiner, manch möchte fast sagen „Jüngling“, hellblaues Hemd, Manschettenknöpfe und Dackelblick, dem Betrug im besonders schweren Fall in Tateinheit mit Urkundenfälschung und Missbrauch von Titeln und Berufsbezeichnungen vorgeworfen wird. Er hatte es geschafft in gleich 3 renommierten Wirtschaftskanzleien in Frankfurt als Rechtsanwalt eingestellt zu werden und dort insgesamt 2 Jahre und 8 Monate zu arbeiten. Wie die Zeugen (allesamt Partner dieser Kanzleien) später aussagen werden, auch nicht besonders schlecht. Soweit noch nicht spektakulär, jedoch hat er das geschafft ohne jemals Jura studiert zu haben. Falscher Anwalt täuscht mehr als 100 Richter, 25.03.1999 Ex-Häftling gründet Kanzlei - "Ausbildung" in Gefängnis-Bibliothek London - Kein Anwalt freut sich auf Gefängnisbesuche - mit Ausnahme von André John-Salakov. Der Gründer einer Kleine-Leute-Kanzlei in Südlondon hat so manchen armen Sünder aus der Zelle geholt. Jetzt mußte er selbst in eine umziehen: Wenn John-Salakov eines noch nicht war in seinem facettenreichen Leben, dann Rechtsanwalt.Letzteren Beruf übte er mit ebenso viel Chuzpe wie Erfolg aus. Der hochseriös wirkende Einwanderer aus Nigeria hatte mehr als 100 Fällen verhandelt - vor Amtsgerichten bis hoch zum Old Bailey. Und dies so überzeugend, daß sich vor Gericht nun kein Ex-Mandant zum Zeugen gegen ihn hergab. Die Anklage resigniert: "Die sagen alle, einem besseren Anwalt seien sie nie über den Weg gelaufen." Seine "juristische" Karriere endete erst, als der vorgebliche Advokat vor einen Richter trat, der ihn vor Jahren selber einmal als Schwindler verurteilt hatte. Falscher Staatsanwalt als Fälscher vor Gericht Schwindel Jurist ohne juristische Ausbildung und ohne juristische Kenntnisse bei der Staatsanwaltschaft mit steiler Karriere Das Examenszeugnis kam aus Mecklenburg-Vorpommern und war gefälscht, doch niemand schöpfte Verdacht. Also konnte der Mann sein Referendariat absolvieren und legte so den Grundstein zu seiner "Juristen-Karriere". Die Ausbildungsstationen bei der Staatsanwaltschaft Itzehoe und beim Amtsgericht Pinneberg, wo er auch vor Gericht für die Staatsanwaltschaft auftrat, passierte er problemlos. Er trug die Robe des Staatsanwalts im Gerichtssaal, stellte Strafanträge, schrieb Anklagen – ohne je ein juristisches Seminar besucht zu haben. Der Hamburger M. narrte monatelang die Staatsanwaltschaft Itzehoe in Schleswig-Holstein. Was keiner ahnte: Der vermeintliche Topjurist ist ein mehrfach vorbestrafter Hochstapler. Mit Hauptschulabschluss. M., nach seinen eigenen Angaben ist er der Sohn eines Bundesverwaltungsrichters, vertrat die Anklage an den Amtsgerichten Pinneberg und Itzehoe: Ladendiebe, Trunkenheitsfahrer, Schläger – alle standen vor dem Betrüger in der schwarzen Robe. „Ich habe meist milde Strafen gefordert“, sagt er, stolz auf seinen großen Bluff. |
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| AW: Suche neutralen Rat zwecks Zukunftsplanung nun wundert mich wirklich nichts mehr ...
__________________ ----------------------------------------------------------- Codex Hammurap(b)i (1728-1686 v.Chr.) § 218: Wenn ein Arzt einem Menschen eine schwere Wunde mit dem Bronzemesser beibringt und den Tod des Menschen herbeiführt, so soll man ihm (dem Arzt) die Hand abschneiden. |
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| AW: Suche neutralen Rat zwecks Zukunftsplanung Hi, hmm... wenn du dir tätsächlich sicher bist, dass du später tbei deinem Vater einsteigen willst, dann ab ins Referendariat. (ist eh viel spaßiger als das Studium) Andereseits kenne ich genug Leute, die aufgrund ihrer Erfahrungen im Referendariat ihre Berufswünsche komplett neu ausgerichtet haben. ...und leider verhält es sich so, dass man bezüglich der beruflichen Aussichten selbst bei einem so solidem Ergebnis wie deinem trotzdem gar nicht genug Punkte haben kann... also dann liebe Grüße Siobhan |
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