Dies ist eine Diskussion zu Berufsperspektive für "Durchschnittsjuristen" innerhalb des Forums Allgemeines Juristenforum
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| Ich wende mich hier an Juristen, die- wie ich- kein Superprädikat und auch sonst eher keine äußerst gute Qualifikation aufweisen können (kein Auslandsemester, keine überragenden Fremdsprachenkenntnisse). Mich interessiert einfach generell ´mal die Frage, was Ihr/Sie machen bzw. getan haben, um auf dem sogenannten ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Habt Ihr ganz von der Juristerei Abstand genommen? Oder den Weg in die Selbstständigkeit gewagt? Ich fühle mich als "normale" Juristin ganz schön auf verlorenem Posten, da ich auf der einen Seite (angeblich?) für viele Juristenjobs unterqualifiziert bin, für viele andere (branchenfremde) Jobs aber "überqualifiziert". Für teure Weiterbildungsmaßnahmen fehlen mit die finanziellen Mittel. So stehe ich hier nun mit einem akademischen Abschluß und bin als Volljuristin offensichtlich für gar nichts mehr geeignet. Geht es Euch auch so? Wenn ja, wie geht Ihr mit der Situation um? Habe im Bekanntenkreis viele Nichtjuristen, die einen nur kopfschüttelnd anschauen und das gar nicht verstehen können, dass man "als Jurist" keine Stelle bekommt. (Zu meiner eigenen Rechtfertigung muß ich sagen, dass ich nun weder abschreckend aussehe (die Bewerbungen kommen also hoffentlich nicht wegen des Fotos zurück) und auch sonst nicht die völlige Versagerin bin- nur eben die Prädikate fehlen). Über Antworten würde ich mich sehr freuen. Viele Grüße und einen schönen Abend, wilhelma |
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| AW: Berufsperspektive für "Durchschnittsjuristen" Leider ist man als Jurist in ein enges berufliches Korsett gezwängt, so wie die Mediziner auch. Wenn aufgrund mangelnder Prädikate die Berufe Richter und Staatsanwalt sowie Beamter nicht offen stehen, bleibt meiner Ansicht nach nur der Anwaltsberuf übrig. Das sollte man von Anfang an wissen. Als junger Anwalt muss man kämpfen, kämpfen, kämpfen. Wenn keine Mandanten kommen, muss man sie suchen. Man kann z.B. Mitglied in vielen Vereinen werden. Man kann sich bestimmten Parteien oder Interessengruppen anschliessen. Man kann sich ganz eng spezialisieren. Man kann mit seinen Visitenkarten von Kneipe zu Kneipe ziehen. Leicht wird es nicht, aber es wird gelingen, da es ja von Anfang an der Traumberuf war, sonst hätte man nicht Jura studiert.
__________________ Das Recht ist die Kunst des Guten und Gerechten. |
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| AW: Berufsperspektive für "Durchschnittsjuristen" @jurico ENdlich mal einer der ein wneig Optimismus verbreitet. Woher nimmst du den? Gibt es dafür eine objektive oder zumindest begründete Berechtigung? Oder hast du die ganze Motivation tatsächlich nur aus dem Buch? Gibt es auch Chancen OHNE Prädikat, OHNE SPrachkenntnis, OHNE Auslandaufenthalt und OHNE viel Geld, um ein Unternehmen zu gründen (oder ne Kanzlei zu eröffnen): Und auch gerade als Mann, OHne einen ansprechenden Brustumfang? (letzteres streichen ^^) lg jurisprudenz |
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| AW: Berufsperspektive für "Durchschnittsjuristen" Als Nichtjurist und quasi Nichtstudierter nützt hier mein Lächeln wenig, aber..... es ist sicherlich auch kein Trost, dass es Bauingenieuren und Architekten ähnlich geht? ... tja da hat man lange eine einfache und billige Friseuse belächelt, aber die hat zumindest einen Job. Gesehen für München hätte ich eine Idee für eine Aufgabe, ja ich wüsste eventuell einen Weg. Die Ansprüche (finanziell) müssten zunächst weit unten anzusiedeln sein. Eine Mail kann manchen helfen? .... Sofern es nicht interessiert, ein Versuch in einer kleinen Baufirma als Sekretärin mit juristischen Basiswissen...... ( ),... bestimmt morgen im Job erstmals!
__________________ Gott soll all die mit Blindheit beschlagen, welche meine Meinung ernst nehmen. oder mich gar positiv bewerten >freuCeterum censeo Carthaginem esse delendam. ![]() Kritik oder Beschimpfungen werden sinngemäß abgearbeitet ![]() http://www.youtube.com/watch?v=e2Qpmie5Gd0&NR=1 oder http://www.youtube.com/watch?v=XkiqvPsaKAQ&NR=1 |
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| AW: Berufsperspektive für "Durchschnittsjuristen" Zitat:
__________________ Summum ius, summa iniuria "Nicht das Unrecht soll man anklagen, wenn es das Recht von seinem Sitz verdrängt, sondern das Recht, welches sich dies gefallen lässt." (R. v. Jhering) |
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| AW: Berufsperspektive für "Durchschnittsjuristen" Derlei verwenden Arbeitgeber gerne als Floskel, um nicht wahrheitsgemäß die Bewerbung beurteilen zu müssen. Manche lesen Bewerbungen erst gar nicht, aber der Standardtext im Word-Programm fügt dieses wohlgeformte Wort hinzu. Es ist nichts als üble Höflichkeit, welche keinen nutzt. Die Wahrheit ist, es gibt keine Überqualifikationen - hört sich allerdings hochtrabend an! Richtig ist vielmehr, dass Arbeitgeber meist selbst unqualifiziert sind, aber eben schon das Sagen haben und nunmehr selbst nicht wissen..
__________________ Gott soll all die mit Blindheit beschlagen, welche meine Meinung ernst nehmen. oder mich gar positiv bewerten >freuCeterum censeo Carthaginem esse delendam. ![]() Kritik oder Beschimpfungen werden sinngemäß abgearbeitet ![]() http://www.youtube.com/watch?v=e2Qpmie5Gd0&NR=1 oder http://www.youtube.com/watch?v=XkiqvPsaKAQ&NR=1 |
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| AW: Berufsperspektive für "Durchschnittsjuristen" Zitat:
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| AW: Berufsperspektive für "Durchschnittsjuristen" @ jurico: in vielen bewerbungsverfahren wird aufgrund der großen anzahl von bewerbungen erst nach den noten aussortiert bevor man sich die mappen überhaupt etwas intensiver anguckt....d.h. zum beginn ist m.E. die note schon teilweise entscheidend...hat man die erste auswahl überwunden, dann punkten auch persönliche faktoren...aber meines Wissen halt erst danach, womit die note schon eine hohe bedeutung hat (außer man hat bereits sich durch praktikum/referendariat in dem betrieb "vorgestellt") |
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