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Anwesenheit?

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  #1 (permalink)  
Alt 19.11.2009, 15:34
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Anwesenheit?

Hi,

wollte mal eure Meinung hören.

An der Uni werden Vorlesungen und Konserven ("Konversatorien" oder auch "Arbeitsgemeinschaften" genannt) angeboten.

Nun hat A eine lange Fahrt zur Uni und muss sich das Studium nebenher verdienen.

Wie seht ihr das, was ist unbedingt nötig? Wart ihr immer anwesend oder kann man gelegentlich mal fehlen, ohne dass es Folgen hat?

Angenommen, A hat an einem Wochentag nur 2 Stunden Vorlesung (dafür 3 Stunden Fahrt ^^). Kann man diesen Tag weglassen (Bürgerliches Recht)?

Wie war das bei euch?
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  #2 (permalink)  
Alt 19.11.2009, 15:37
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AW: Anwesenheit?

Im Prinzip kann man sich den kompletten Stoff aus Lehrbüchern aneignen. Das Lauern auf Hinweise zu "klausurrelevanten" Themen ist meist umsonst, da die Klausuren von den Mitarbeitern erstellt werden, nicht von den Profs.

Die Gefahr besteht allerdings, dass man dann immer öfter nicht zur Uni geht und irgendwann den Anschluss verliert.
__________________
Das Recht ist die Kunst des Guten und Gerechten.
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  #3 (permalink)  
Alt 19.11.2009, 16:48
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AW: Anwesenheit?

HI,

zu meiner Zeit gab es zumindest keine Anwesenheitspflicht bei Vorlesungen. Ich bin auch nicht in jede Vorlesung gegangen. Am Anfang eines jeden Semesters habe ich die Vorlesungen probeweise angehört und habe danach entschieden welche Vorlesungen lohnenswert sind.

Grundsätzlich würde ich sagen, dass es auch ohne Vorlesungen gehen kann. Zum Beispiel mit teuren Repetitorien oder gut funktionieren Lerngruppen, die selten sind.
Grundvorrausetzung wäre hier aber auf jeden Fall eine gehörige Portion an Disziplin.

A würde es aber in jedem Fall nicht leicht haben, wenn er seine Zeit für das Studium an die Anforderungen der Nebentätigkeit anpassen müsste.


also dann liebe Grüße
Siobhan
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  #4 (permalink)  
Alt 21.11.2009, 16:00
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AW: Anwesenheit?

Habt ihr eine Empfehlung für ein gutes Lehrbuch? Eigentlich dürfte doch ein StGB-Kommentar (zB Tröndle/Fischer) für Strafrecht fast schon ausreichen, ich meine für das ganze Studium. Wenn du den durchgearbeitet und verstanden hast, dürftest du doch, was Strafrecht angeht, durch sein?

Anwesenheitspflicht gibt's bei uns auch nicht. Du musst deine paar Klausuren schreiben und irgendwie bestehen (auf die Note kommt's am Ende nicht an, zählt ja nur das Abschlussexamen).

Sind die Konversatorien eurer Meinung nach wichtig?
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  #5 (permalink)  
Alt 22.11.2009, 21:41
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AW: Anwesenheit?

Zitat:
Zitat von FranzHubert08
Habt ihr eine Empfehlung für ein gutes Lehrbuch? Eigentlich dürfte doch ein StGB-Kommentar (zB Tröndle/Fischer) für Strafrecht fast schon ausreichen, ich meine für das ganze Studium. Wenn du den durchgearbeitet und verstanden hast, dürftest du doch, was Strafrecht angeht, durch sein?
Das halte ich für eine unsinnige Überlegung. Der Fischer ist ein Praxiskommentar. Weder kannst du ihm die Dogmatik so entnehmen, dass du sie selbstständig anwenden kannst, noch gibt er dir Hinweise, wie man bestimmte Probleme aufbaut und prüft. Auf der anderen Seite gibt er dir Hinweise zu BGH-Entscheidungen, die zwar für den Praktiker unverzichtbar sind, für dich jedoch völlig nutzlos. Kauf dir lieber ein Lehrbuch pro Rechtsgebiet (AT, BT 1 und BT 2).

Zitat:
Sind die Konversatorien eurer Meinung nach wichtig?
Ja, denn nur hier lernst du Falllösung.
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  #6 (permalink)  
Alt 22.11.2009, 22:11
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AW: Anwesenheit?

Zitat:
Anwesenheitspflicht gibt's bei uns auch nicht. Du musst deine paar Klausuren schreiben und irgendwie bestehen (auf die Note kommt's am Ende nicht an, zählt ja nur das Abschlussexamen).
Ich meine, dass der durchschnittliche Student mit dieser Einstellung die Zwischenprüfung nicht überstehen würde.

Zitat:
Habt ihr eine Empfehlung für ein gutes Lehrbuch? Eigentlich dürfte doch ein StGB-Kommentar (zB Tröndle/Fischer) für Strafrecht fast schon ausreichen, ich meine für das ganze Studium. Wenn du den durchgearbeitet und verstanden hast, dürftest du doch, was Strafrecht angeht, durch sein?
Den Tröndle/ Fischer (heute nur Fischer) habe ich mir selbst erst im Referendariat gekauft. Im Studium habe ich darauf nur gelegentlich (z.B. in Hausarbeiten) zurückgegriffen. Was wohl daran liegt, dass zumindest ich die Grundsätze und Zusammenhänge alleine mit einem Kommentar nicht verstanden hätte.
Für den Einstieg gibt es ganz gute Skripten und Lehrbücher z.B. von Hemmer, Alpmann oder den Autoren Kühl, Kindhäuser, Rengier, Wessels, .....

Zitat:
Sind die Konversatorien eurer Meinung nach wichtig?
Ich fand sie sehr wichtig.
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  #7 (permalink)  
Alt 23.11.2009, 09:54
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AW: Anwesenheit?

Bevor man sich ein Lehrbuch kauft, empfielt es sich sowieso ersteinmal dieses mal zu überfliegen. Gewisse Werke sind aber mMn schon fast Pflichtlektüre (bspw. der Medicus "Bürgerliches Recht").
Das internet bietet dir letztendlich auch eine Fülle an guten Skripten und das zum Nulltarif!
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  #8 (permalink)  
Alt 23.11.2009, 11:59
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AW: Anwesenheit?

Zitat:
Zitat von Siobhan
Ich meine, dass der durchschnittliche Student mit dieser Einstellung die Zwischenprüfung nicht überstehen würde.



Den Tröndle/ Fischer (heute nur Fischer) habe ich mir selbst erst im Referendariat gekauft. Im Studium habe ich darauf nur gelegentlich (z.B. in Hausarbeiten) zurückgegriffen. Was wohl daran liegt, dass zumindest ich die Grundsätze und Zusammenhänge alleine mit einem Kommentar nicht verstanden hätte.
Für den Einstieg gibt es ganz gute Skripten und Lehrbücher z.B. von Hemmer, Alpmann oder den Autoren Kühl, Kindhäuser, Rengier, Wessels, .....


Ich fand sie sehr wichtig.
Nicht falsch verstehen, was ich da schrieb. Es nimmt einem etwas Gas, wenn alles, was du schreibst, für deine letztendliche Note unerheblich ist.
Im Ergebnis zählt nur das Examen, dass ich immer unter den Besten bin, ist pille und palle, wenn ich das Examen nicht gut bestehe.

Aber meist ist's wohl so, wer die Klausuren gut schreibt, wird auch das Examen gut schreiben.
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  #9 (permalink)  
Alt 23.11.2009, 12:01
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AW: Anwesenheit?

Zitat:
Zitat von Dominik83
Ich fand die Konserven damals sogar wichtiger als die Vorlesungen. Im Nachhinein muss ich sagen, dass die Vorlesungen leider zu etwa der Hälfte komplett sinnlos waren, da nur oberflächliches Geplätschel behandelt wurde. Tatsächlich hätte ich die Zeit damals sinnvoller daheim mit einem guten Skript und einem guten Buch verbringen sollen...

Aber hey, im Nachhinein ist man immer schlauer. Und es hat ja auch so ganz gut geklappt. Unmengen an Zeit wird man während des Studiums so oder so verblasen. Und sei es nur mit dem Nachsortieren der Gesetzessammlungen, die man sich auf Anraten der Professoren viel viel zu früh gekauft hat.

Und wenn wir schon bei Ratschlägen sind: Nicht die Bücher kaufen, die die Professoren empfehlen. Die haben sie entweder selbst geschrieben oder irgendein Busenfreund von ihnen. Ein Student braucht ein Buch, das ihm die Grundlagen und Systematik des Rechtsgebiets vermittelt und keinen dicken Schinken, der sich 200 Seiten lang über irgendwelche völlig sinnlosen und irrelevanten Meinungsstreits auslässt.
Jo, und teils geht's auch ziemlich langsam voran, finde ich. BGB geht recht flott, StGB dagegen eher gemächlich.
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