Dies ist eine Diskussion zu Rechtswissenschaften als Zweitstudium? innerhalb des Forums Allgemeines Forum für Jurastudenten
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| Rechtswissenschaften als Zweitstudium? Hallöchen, ich brauch mal ein paar Rundummeinungen (ruhig ehrlich) von Leuten aus der Materie: Was würdet ihr sagen, kann es sinnvoll sein, Jura / Rechtswissenschaften (wie auch immer die Unis es in ihren Angeboten nennen) als Zweitstudium durchzuführen? Ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken. Ich habe einen Abschluss als Dipl.-Ing. (FH) für Medizintechnik und arbeite inzwischen in einer Schnittstellenposition, die u.a. sehr viel mit Gesetzestexten, Verodnungen, Normen, Richtlinien, etc. zu tun hat. Schon seit Jahren, auch im vorherigen Studium, habe ich Festgestellt, dass mich die Auseinandersetzung mit Gesetzestexten und irhem Realbezug sehr beschäftigt, und mich ihre Auslegungen schon mehrfach etwas faszinieren. Ich möchte jedoch nicht meine Arbeit beenden (brauche schließlich Geld und Praxisbezug), oder zum Dauerstudi mutieren. Da ich nur Teilzeitbeschäftigter an einer Uniklinik bin, könnte ich einen anderen Teil der Zeit noch füllen. Da ich mich eh mit vielen Gesetzen auseinandersetzen muss bei der Arbeit, wäre das doch eine sinnvolle Verzahnung, oder? Meine Überlegungen gehen auch schon weiter: Durch mein Vorstudium wäre eine Spezialisierung auf Medizinrecht sicherlich sinnvoll. Damit kann man sowohl Patienten, wie Ärzten, Krankenhäusern und auch Medizintechnikfirmen bedienen. Was haltet ihr von den Ideen 1. ein ergänzende Zweitstudium zu machen und 2. dieses in Teilzeit durchzuführen (wobei man die Arbeitspraxis als Hilfsinstrument mitbetrachten kann)? Schöne Grüße |
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| AW: Rechtswissenschaften als Zweitstudium? Bei nem Jurastudium muss man davon ausgehen, dass man idR min. 4 Jahre ernsthaft zu tun hat. Das sind nicht nur Vorlesungen, Seminare, Ag und Lernen; sondern auch mal Hausarbeiten wo man längere Zeit dran hockt. Wer das neben einem anspruchsvollen Job nebenher macht- Respekt! Ich würde aber davon abraten. Sicherlich wirst du wärend des ganzen fiktiven Jurastudiums nix mit den Gesetzen zu tun haben, die du jetzt in deinem Job vor dir hast. Bei der Spezialisierung kommt es auch drauf an, ob die entsprechende Uni einen solchen Schwerpunkt anbietet. Wenn sie das tut, dann aber sicherlich nur rudimentär (ich hatte nur eine Klausur und eine Seminararbeit für meinen Schwerpunkt)- deshalb ein Studium anzufangen halte ich für unüberlegt. Aber wenn du genug Geld im Petto hast, Lust und vorallem Durchhaltevermögen- dann mach es doch einfach. Abbrechen kann man immernoch ![]() Vll. solltest du dich erstmal so in ein paar Veranstaltungen reinsetzen um so zu erfahren, was denn beim Studium so alles auf dich zukommt. |
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| AW: Rechtswissenschaften als Zweitstudium? Alles was jetzt folgt ist rein subjektiv... Ein Jurastudium erfordert eine gewisse Übung und ein enormes Durchhaltevermögen. Darum halte ich es für erforderlich, dass man ein großes Interesse am Recht mitbringt. Da du das laut deiner Beschreibung hast, ist das schon ein wesentlicher Faktor, der dafür spricht, dass du das schaffen kannst! Ich vergleiche Jura immer mit den Schulfächern Mathe und Deutsch. Man beherrscht die Lösungsanwendungen und -wege nur durch exzessives Üben (Fälle lösen ist vergleichbar mit Aufgaben rechnen). Man muss die Lösungswege aber auch überzeugend zu Papier bringen können, denn das beste Argument läuft leer, wenn es nicht überzeugend vorgebracht wird.(Deutchaufsätze schreiben, Stichwort Subsumtion) Du musst also eine gewisse Masse an Stoff erlernen (ich habe Freunde aus vielen anderen Studiengängen, darunter auch Medizin und Psychologie, die mir sagten, dass ihr Stoff deutlich weniger ist) und dir für deine Argumentationen nutzbar machen. Wenn du glaubst dein Interesse für Jura ist groß genug, um gewisse Opfer zu bringen, dann solltest du das einfach durchziehen. Oder gibt es noch andere Hindernisse? Mach dir einfach bewusst, dass du das nicht locker nebenbei machen kannst, sondern eine Menge Zeit opfern musst. Also Freunde und Hobbies werden aufgrund der Doppelbelastung unweigerlich leiden. Wenn du dir zutraust 4-5 Jahre harte Arbeit auf zwei Baustellen zu bewältigen, dann gibt es keine Probleme! |
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