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Suizidabsichten

Dies ist eine Diskussion zu Suizidabsichten innerhalb des Forums Aktuelle juristische Diskussionen und Themen

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  #1 (permalink)  
Alt 19.01.2012, 22:27
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Suizidabsichten

Angenommen ein S äußert gegenüber einem Bekannten B, dass er sich im Leben keinen Sinn mehr sieht und sich umbringen möchte.

Ist der B verpflichtet in irgendeiner Weise zu handeln, auch wenn der Zeitpunkt völlig unklar ist, die Ankündigung also reichlich unkonkret ist?

S war in psychiatrischer Behandlung (Volksmund: Klappse), dort konnten sie ihm aber anscheinend nicht helfen und S sagte B, dass er auf keinen Fall dort hin zurück will. Würde B nun irgendwen verständigen, wäre ja ziemlich sicher, dass er genau da wieder hin kommt. Zudem kennt B zwei Fälle von Suiziden, die unmittelbar nach einem Aufenthalt in der Psychiatrie erfolgten. Auch ist B sich nicht sicher, ob S wirklich seine Ankündigung wahr machen würde. S gibt vor, dass alles schief geht, selbst Suizidversuche. Aber darf B sich darauf verlassen, dass S schlicht zu blöd ist bzw zu weich um sich umzubringen?
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  #2 (permalink)  
Alt 20.01.2012, 17:10
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AW: Suizidabsichten

Hat sich erledigt.
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  #3 (permalink)  
Alt 20.01.2012, 17:25
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AW: Suizidabsichten

Durch Suizid oder aus welchem Grund hat sich die Sache erledigt?
moriarty likes this.
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  #4 (permalink)  
Alt 20.01.2012, 23:32
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AW: Suizidabsichten

Auch wenn's sich erledigt hat. Juristische Probleme scheint B nur zu riskieren, wenn er rein zufällig der von S gemiedenen Berufsgruppe angehört oder aus ähnlichen Gründen S beaufsichtigen/beobachten soll. Völlig egal, ob S zu blöd ist oder es doch schafft.

Findet er dann S nach zumindest teilweise erfolgreichem Versuch halbtot auf, ist er aber auch als gewöhnlicher Bürger zu Hilfeleistung (also mindestens Arzt rufen) verpflichtet.
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Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst!
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  #5 (permalink)  
Alt 07.02.2012, 19:30
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AW: Suizidabsichten

Ok, grabe ich den Thread doch noch mal aus.

Also: B würde meinen, dass S an einer schweren, endogenen Depression leidet. Vermutlich weil S (40 Jahre) keine Frau abkriegt und massiv Cannabis und Alkohol missbraucht.

R, bester Freund des S - den B auch kennt - ist sich mittlerweile nicht mehr sicher, ob das nicht für S tatsächlich die beste Lösung sei, da S schon etliche Jahre immer das Gleiche von sich gibt: "Ich will sterben" und all so ein Quatsch.

B und R sind sich sicher, dass S auch mal eine Frau abkriegen würde, wenn er entscheidende Variablen verändern würde: eigenes Aussehen, vor allem aber Zielgruppe und n.

Der jahrelange, massive Cannabismissbrauch mag die Depression verstärkt haben, hingegen ist einem akut Berauschtem vieles einfach egaler, was wohl auch der Grund für den dauernden Konsum ist. Seit der Alkohol noch dazu gekommen ist, besteht natürlich auch für den Körper eine viel größere Gefahr. Man kann sich mit Alkohol einfach besser zugrunde richten, was auch die offen bekundete Absicht des S ist (Selbstmord auf Raten).

B hat völlig genervt auch schon mal dem S geraten, das einfach mal durchzuziehen und nicht rumzujammern. S sagt, er sei einfach zu blöd dafür, was durch den gescheiterten Versuch mit dem Holzkohlengrill untermauert wird. Das Ziel von S ist nun genug Geld für einen schweizer Sterbehilfeverein anzusparen, da er mit dem Versuch sich eine Substanz selbst zu beschaffen gescheitert ist.

B hat eigentlich keine große Lust mehr sich damit sinnlos zu beschäftigen, er möchte aber auch niemanden auf dem Gewissen haben. B kann nicht sagen, ob es nun tatsächlich S' aufrichtiger Wunsch ist zu sterben bzw die Depression nicht heilbar ist oder ob die Depression bei richtiger Behandlung womöglich doch heilbar ist.

Da S auf keinen Fall zurück in die Klappse will, ließe sich S nur per Zwang einweisen, da er eine Gefahr für sich selbst darstellt. Würde B den S einweisen lassen, so wäre S bestimmt nicht mehr gut auf ihn zu sprechen. Kann aber ja auch sein, dass S dem B irgendwann einmal dem B dankt.

B hat keine Ahnung, was bzw ob er was tun soll. Zumal B Ärzten gegenüber sehr kritisch eingestellt ist und daher anzweifelt, dass S tatsächlich eine adäquate Behandlung zukommt, was den Therapieerfolg in dem Fall vermutlich deutlich schmälern würde.

Für Anregungen und Ideen wäre ich dankbar. Betrifft dann wohl eher den moralischen Aspekt als den juristischen, aber macht ja nix. B möchte einfach richtig handeln.
__________________
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  #6 (permalink)  
Alt 07.02.2012, 19:45
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AW: Suizidabsichten

versteh nicht, warum man Ärzte nicht mag...

handelt es sich um eine echte, massive Depression, ist ohne Therapie eigentlich keine Chance. Irgendwann wird der S wahrscheinlich springen - und zwar dann, wenn es ihm ein wenig besser geht und er den Antrieb zum Springen hat!

Wichtig ist bei solchen Leuten, sie möglichst sozial aufzufangen und zu sehen, welche Beschäftigungen ihnen gut tun. Positive Ressourcen aktivieren!
__________________
Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz.
Albert Einstein

Bitte nicht auf PNs reagieren, die unbürokratisch Hilfe bei BtM- und Führerscheinproblemen anbieten! Diese grundsätzlich dem Admin melden.
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  #7 (permalink)  
Alt 07.02.2012, 19:57
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AW: Suizidabsichten

Zitat:
Zitat von Humungus Beitrag anzeigen
versteh nicht, warum man Ärzte nicht mag...
B hat ja nix gegen Ärzte an sich, sondern nur mit der subjektive empfundenen Fachkunde bei 70% und mit dem subjektivem Gefühl als Goldesel betrachtet zu werden bei 50%. Zur Untermauerung sei gesagt, dass B zwei Fälle bekannt sind, wo unmittelbar nach einer Einweisung übers WE in eine psychiatrische Klinik die Betroffenen Suizid begangen haben. Das Ziel ist aber natürlich, den S vor dem Suizid zu bewahren, ob nun schleichend oder nicht.

Zitat:
handelt es sich um eine echte, massive Depression, ist ohne Therapie eigentlich keine Chance. Irgendwann wird der S wahrscheinlich springen - und zwar dann, wenn es ihm ein wenig besser geht und er den Antrieb zum Springen hat!
Gibt es denn überhaupt unheilbare Depressionen? Nur mal aus Interesse.

Zitat:
Wichtig ist bei solchen Leuten, sie möglichst sozial aufzufangen und zu sehen, welche Beschäftigungen ihnen gut tun. Positive Ressourcen aktivieren!
Schwer bis unmöglich, wenn S gerade in einem depressiven Tal ist. Da kann man sagen, was man will, ist alles nix. Was widerum den B frustrieren würde, weshalb dieser das Gespräch möglichst schnell beendet, wenn er merkt, dass mit S nichts anzufangen ist. Wenn S hingegen etwas besser gelaunt ist, so kann man ihn vielleicht mit Freizeitaktivitäten etc motivieren. Aber auch das ist schwierig, wegen einiger Absonderlichkeiten: so lehnt S körperliche Betätigung strikt ab, ebenso wie den ÖPNV. Eine Frau würde die Depression wahrscheinlich ziemlich schnell heilen und dann würde auch überhaupt erst eine Chance bestehen, dass S an seinem Drogenkonsum (Cannabis und Alkohol) etwas ändert. Nur kann man ja schlecht eine Frau aus dem Katalog bestellen. Der S müsste sich selbst in Therapie begeben, was aber dank seiner bisherigen Erfahrung sicher nicht passiert. Dummerweise drängt durch den starken Alkoholkonsum auch die Zeit, da Sucht und körperlicher Verfall bei so zielgerichtetem Einsatz sehr schnell eintreten werden.
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  #8 (permalink)  
Alt 07.02.2012, 20:05
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AW: Suizidabsichten

Zitat:
Zitat von 2much Beitrag anzeigen
B hat ja nix gegen Ärzte an sich, sondern nur mit der subjektive empfundenen Fachkunde bei 70% und mit dem subjektivem Gefühl als Goldesel betrachtet zu werden bei 50%.
Ah, B ist Privatpatient... ein Kassenpatient ist beileibe kein Goldesel mehr. Ein Psychiater kriegt pro Quartel eine Handvoll Kröten als Budget.
Zitat:
...dass B zwei Fälle bekannt sind, wo unmittelbar nach einer Einweisung übers WE in eine psychiatrische Klinik die Betroffenen Suizid begangen haben.
Das ist bitter, kann aber passieren. Gegenfrage: wieviele Leute springen, ohne dass sie eingewiesen wurden?

Zitat:
Gibt es denn überhaupt unheilbare Depressionen? Nur mal aus Interesse.
Man soll niemals nie sagen.

Zitat:
Schwer bis unmöglich, wenn S gerade in einem depressiven Tal ist. Da kann man sagen, was man will, ist alles nix.
Richtig! Da hilft nur der Rat, professionelle Hilfe zu suchen.
Zitat:
Was widerum den B frustrieren würde, weshalb dieser das Gespräch möglichst schnell beendet, wenn er merkt, dass mit S nichts anzufangen ist.
Verständlich!
Zitat:
...so lehnt S körperliche Betätigung strikt ab, ebenso wie den ÖPNV.
Er wird mir sympathisch...
Zitat:
Eine Frau würde die Depression wahrscheinlich ziemlich schnell heilen und dann würde auch überhaupt erst eine Chance bestehen, dass S an seinem Drogenkonsum (Cannabis und Alkohol) etwas ändert.
Bei einer schweren Depression kann so eine Liebe zwar vorübergehend bessern, der Effekt wird aber keinesfalls bleiben.
Zitat:
Der S müsste sich selbst in Therapie begeben, was aber dank seiner bisherigen Erfahrung sicher nicht passiert.
Dann muss er halt leiden. Klingt zwar hart, aber: so ist es. S muss selber zur Einsicht kommen, dass es so nicht weitergeht.
Zitat:
Dummerweise drängt durch den starken Alkoholkonsum auch die Zeit, da Sucht und körperlicher Verfall bei so zielgerichtetem Einsatz sehr schnell eintreten werden.
Bitter, aber möglich. Die Freunde sollten bei Alkoholkrankheit immer darüber nachdenken, ob sie sich nicht als Co-Alkoholiker betätigen, wenn sie S stützen.

Das klingt alles nicht gut, wirklich nicht. Ohne Hilfe kann S da nicht rauskommen.
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  #9 (permalink)  
Alt 07.02.2012, 20:53
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AW: Suizidabsichten

Zitat:
Zitat von Humungus Beitrag anzeigen
Ah, B ist Privatpatient... ein Kassenpatient ist beileibe kein Goldesel mehr. Ein Psychiater kriegt pro Quartel eine Handvoll Kröten als Budget.
Die Erfahrung von B bezieht sich eben nicht auf Therapeuten Aber B ist Kassenpatient. Ob IGEL oder Zahnersatz, es gibt schon Möglichkeiten, dem Patienten Geld aus der Tasche zu ziehen. Ist sicherlich auch ein Problem des ganzen Gesundheitssystems. B hat jedenfalls in 2012 einige tausend Euro an die GKV gezahlt und zusätzlich einige tausend Euro für Zahnersatz.

Zitat:
Das ist bitter, kann aber passieren. Gegenfrage: wieviele Leute springen, ohne dass sie eingewiesen wurden?
Gute Frage. Trotzdem extrem auffällig, wenn Patienten mit Suizidabsichten in eine psychiatrische Klink (übrigens dieselbe) eingeliefert werden, kurz darauf wieder entlassen werden und unmittelbar danach Suizid begehen. Da komme ich nicht umhin festzustellen, dass die "Fachleute" dort auf ganzer Linie versagt haben und das hier zwei Menschenleben gekostet hat.

Zitat:
Bei einer schweren Depression kann so eine Liebe zwar vorübergehend bessern, der Effekt wird aber keinesfalls bleiben.
Nach eigener Aussage hatte S aber diese Situation bzw war an einer Frau interessiert, die ihn aber dann am ausgestreckten Arm verhungern ließ. S war immerhin clean und hatte einen Job. B ist relativ fest davon überzeugt, dass die fehlende Liebe in S' Leben den Cannabismissbrauch als falsche Problemlösungsstrategie zur Folge hatte, was dann zusammen zur Depression führte. Wahrscheinlich wäre er aber auch ohne Cannabis depressiv geworden. B kann auch durchaus verstehen, dass die Sehnsucht nach Liebe und andauernde Nichterfüllung zu massiven psychischen Problemen führen kann. Zwar hatte er das nie, aber B reichten auch schon ein paar Wochen Liebeskummer. Über Jahre ... nicht auszudenken!

Zitat:
Dann muss er halt leiden. Klingt zwar hart, aber: so ist es. S muss selber zur Einsicht kommen, dass es so nicht weitergeht.
Zu der Einsicht ist er ja gekommen, er zieht nur die falschen Schlüsse daraus und will sein Leben beenden.

Zitat:
Bitter, aber möglich. Die Freunde sollten bei Alkoholkrankheit immer darüber nachdenken, ob sie sich nicht als Co-Alkoholiker betätigen, wenn sie S stützen.
Weder B noch R stützen den S, wenn sie auch den Kontakt noch nicht ganz abgebrochen haben. B würde sagen, dass S noch nicht alkoholsüchtig ist, aber das ist bei beinahe täglichem Alkoholkonsum nur eine Frage der Zeit.

Zitat:
Das klingt alles nicht gut, wirklich nicht. Ohne Hilfe kann S da nicht rauskommen.
Schon klar. Auch klar, dass B nicht sonderlich helfen kann. Ebenso ist klar, dass S sich nicht selbst in Therapie begeben wird.

Die Frage ist: Sollte B ...

a) ... sich an irgendwen (wen eigentlich?) wenden, da S anscheinend suizidgefährdet ist? Oder ist es nicht hinreichend konkret genug, wenn ein Versuch bereits vorgelegen hat, der S aber nun erst 8000 € für den Sterbehilfeverein sparen will, weil er nach eigener Aussage zu dämlich für Suizid ist?

b) ... sich einfach sagen, dass S sich schon selbst in Therapie begeben muss und ansonsten halt Pech gehabt? Oder sollte er sich einfach darauf verlassen, dass jemand anders (der Vater oder der R) schon das Richtige veranlassen wird?

c) ... sich schöneren Dingen im Leben zuwenden? ("Sieh mal, ein Eichhörnchen")
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  #10 (permalink)  
Alt 07.02.2012, 20:54
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AW: Suizidabsichten

Zitat:
Zitat von 2much
S sagt, er sei einfach zu blöd dafür, was durch den gescheiterten Versuch mit dem Holzkohlengrill untermauert wird.
boah, erst mal ne tüte mitleid für den blöden s! (ne, da kann ich echt nich an mich halten!) ich würd eher sagen, er is schlauer, als er selber weiß! suizid ist immer sch..., wahrscheinlich hat ihm genau dieses wissen(irgendwo ganz tief drinnen) das leben gerettet...

Zitat:
Zitat von humungus
S muss selber zur Einsicht kommen, dass es so nicht weitergeht.
na soweit is er ja bereits. blos seine lösungstrategie is die falsche.

suizid ist (bis auf wenige ausnahmen) immer die falsche lösung. die dahinter liegende erkenntnis, dass das leben so, wie es grad is, unerträglich ist, is allerdings nicht falsch. das wird wohl den tatsachen entsprechen, sonst will sich ja niemand umbringen. eben blos die schlussfolgerung is die falsche.

@2much
möglicherweise beruhigt es den b etwas, dass für eine zwangseinweisung die voraussetzungen mir nicht gegeben scheinen. alkoholmissbrauch reicht da nicht aus. auch eine langfristige suizidplanung reicht nicht. zumal diese suizidvereine sich allgemein sehr genau vergewissern, dass sie ihr zeugs nicht an depressive leute abgeben.

ich find immer ganz gut, die leute direkt zu fragen, ob sie grad konkret suizidgefährdet sind. weil das ist dann wirklich der punkt, wo man handeln muss. wenn der s nur so am rumreden ist, und man nicht nachhakt, wie konkret grad die sache ist, da steht man selbst immer blöd in so ner ungewissheit. wenn du direkt fragst, wird er antworten. und dann weißt du, woran er ist. und dann kannst besser entscheiden, ob der sozialpsychiatrische dienst angerufen werden muss oder nicht.

ichwürde es auch klar machen, dass ich einen suizid nicht mittragen würde. und das mir, wenns ums leben geht, die freundschaft letzlich wurscht piep egal ist. auf ne sterbebegleitung würde ich mich nicht einlassen (nicht bei nem depressiven!).

die vorstellung jemanden retten zu können-müssen kann zermürbend sein. würde ich mich von verabschieden. man kann freund sein, so weit man es kann. aber bei sowas gut auf sich selber aufpassen, das kann ganz schön runter ziehen, wenn man meint verantwortung tragen zu müssen...
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