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Recht nicht Gerechtigkeit

Dies ist eine Diskussion zu Recht nicht Gerechtigkeit innerhalb des Forums Aktuelle juristische Diskussionen und Themen

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  #1 (permalink)  
Alt 04.02.2012, 01:50
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Recht nicht Gerechtigkeit

Kann A annehmen, dass in unserem Staat Recht noch lange nicht gleich Gerechtigkeit bedeuted?
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  #2 (permalink)  
Alt 04.02.2012, 07:19
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AW: Recht nicht Gerechtigkeit

Wer bestimmt, was "gerecht" ist?

Wenn Du die Frage umfassend beantwortest wirst Du verstehen warum Recht nicht immer gerecht sein kann. Die ganze Welt ist nunmal ungerecht. Und darüber beklagen sich die wenigsten.
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Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz.
Albert Einstein

Bitte nicht auf PNs reagieren, die unbürokratisch Hilfe bei BtM- und Führerscheinproblemen anbieten! Diese grundsätzlich dem Admin melden.
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  #3 (permalink)  
Alt 04.02.2012, 08:23
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AW: Recht nicht Gerechtigkeit

Ja, Recht und gerecht sind nicht immer das Gleiche. Das geht schon mal da los, das es immer unterschiedliche Sichtweisen geben wird. Der verurteilte Täter wird seine Strafe in aller Regel nicht gerecht finden, das Opfer, dem die Strafe zu niedrig ist, ebenfalls nicht. Dann gibt es natürlich auch klare Lücken in manchen Gesetzen, aber letztlich darf man eben gerecht und Recht nicht verwechseln. Der Richter ist schließlich ein Richter und kein Papi
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Die schlimmste aller Kampfkünste heißt Jura
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  #4 (permalink)  
Alt 04.02.2012, 08:43
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AW: Recht nicht Gerechtigkeit

Recht und Gerechtigkeit gehören für mich untrennbar zusammen.

Was Recht ist, bestimmt die jeweilige Gemeinschaft in der wir leben. Somit wird auch durch die gleiche Gemeinschaft bestimmt, was als gerecht anzusehen ist.
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  #5 (permalink)  
Alt 04.02.2012, 09:01
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AW: Recht nicht Gerechtigkeit

Zitat:
Zitat von Ron-Wide Beitrag anzeigen
Recht und Gerechtigkeit gehören für mich untrennbar zusammen.

Was Recht ist, bestimmt die jeweilige Gemeinschaft in der wir leben. Somit wird auch durch die gleiche Gemeinschaft bestimmt, was als gerecht anzusehen ist.
Hast ne PN
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  #6 (permalink)  
Alt 04.02.2012, 09:14
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AW: Recht nicht Gerechtigkeit

Zitat:
Zitat von Ron-Wide Beitrag anzeigen
Recht und Gerechtigkeit gehören für mich untrennbar zusammen.

Was Recht ist, bestimmt die jeweilige Gemeinschaft in der wir leben. Somit wird auch durch die gleiche Gemeinschaft bestimmt, was als gerecht anzusehen ist.
Ich würde das nicht so formulieren, da die Begriffe gänzlich unterschiedliche Bedeutungen und Inhalte haben und das auch notwendig ist, um durch die Reflektion von Recht auf Gerechtigkeit Änderungen herbei führen zu können.

Gerechtigkeit ist wie schon gesagt das, was eine Person individuelle für "richtig", "gewollt", "angmessen", etc. ansieht. Es ist also ein rein subjektiver Begriff, der darauf basiert, was eine Person individuell nach ihrer Erfahrung, ihren Wertvorstellungen und moralisch-ethischen Grundsätzen als für die Welt richtig ansieht.

Das kann man schon ganz simpel fassen, da manche es als gerecht ansehen, wenn alle das Gleiche, bzw. gleich viel hätten, andere sehen es als gerecht an, wenn jeder so viel hat, wie er durch seine (zB.) Arbeit verdient und es daher gerade gerecht ist, wenn alle unterschiedlich viel haben.

Recht hingegen ist ein rein objektiver Begriff dafür, was eben das derzeit die Rechtslage ist, geht also nicht auf subjektive Vorstellungen, sondern objektive Gegebeheiten zurück, insb. also darauf, was der Gesetzgeber derzeit als Recht bestimmt (oder nicht geändert) hat.

Daher kann Recht immer nur eine, wenn auch anstrebenswerter Weise möglichst große, Schnittmenge der Gerechtigkeitsvorstellungen der Menschen in einem Staat sein, es kann sich mir diese aber nie decken (außer, alle Menschen wären gleich und hätten die gleichen Vorstellungen von Gerechtigkeit).

Der Grund, warum die Unterscheidung wichtig ist, liegt darin, dass die Gesellschaft ein legitimes Interesse haben muss, Recht zu ändern (durch Wahlen) oder ändern zu wollen (durch öffentliche Meinungsbildung), wenn dieses nicht mehr, bzw. nicht mehr in dem erforderlichen Umfang mit den überwiegenden (wieder als Schnittmenge anzusehenden) Gerechtigkietsvorstellungen der Bevölkerung übereinstimmt.

Recht und Gerechtigkeit sind daher weder begrifflich, noch tatsächlich identisch, können es garnicht sein und das ist auch notwendig.

Gruß
Dea
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  #7 (permalink)  
Alt 04.02.2012, 09:32
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AW: Recht nicht Gerechtigkeit

Was Gerechtigkeit ist erfragt man auch nicht in einem Juraforum, sondern vll. in einem Philosophieforum.
Wie dea schrieb, strebt das Recht Gerechtigkeit nur an, als objektivierten Maßstab. Gleichzeitig strebt es aber auch Rechtssicherheit an. Gerechtigkeit und Rechtssicherheit sind aber stellenweise gegenteilig. Bspw. Verjährung/ Verwirkung ist ein gutes Bsp. für diese Rechtssicherheit als Gegensatz zur Gerechtigkeit.
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Alt 04.02.2012, 10:45
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AW: Recht nicht Gerechtigkeit

Da sprach der Richter was Gerechtigkeit ist.
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Tätigkeitsschwerpunkt: Sozialrecht
Kontaktmöglichkeit: Auf Anfrage per Privater Nachricht

"Weihnachtsmann im Sinne des Gesetzes ist auch der Osterhase."
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Alt 04.02.2012, 12:03
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AW: Recht nicht Gerechtigkeit

Ergänzung:
Rechtstaatlichkeit beinhaltet doch vor allem, dass es verlässlich bekannten Regeln (=Gesetzen) gehandelt wird. Und es gibt die Gerichtsbarkeit, die die Einhaltung der Regeln überwacht.

Ich sehe im Begriff Recht(-staat) im wesentlichen die Abgrenzung zur freihen Willkür des jeweils Stärkeren.

Dass mit dem Recht dann auch Gerechtigkeit angestrebt werden kann (häufig auch tatsächlich wird), ist nicht notwendig.
__________________
Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst!
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  #10 (permalink)  
Alt 20.02.2012, 18:49
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AW: Recht nicht Gerechtigkeit

Zitat:
Zitat von Ron-Wide Beitrag anzeigen
Recht und Gerechtigkeit gehören für mich untrennbar zusammen.

Was Recht ist, bestimmt die jeweilige Gemeinschaft in der wir leben. Somit wird auch durch die gleiche Gemeinschaft bestimmt, was als gerecht anzusehen ist.
dann ist ja alles klar
__________________
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Codex Hammurap(b)i (1728-1686 v.Chr.) § 218:
Wenn ein Arzt einem Menschen eine schwere Wunde mit dem Bronzemesser beibringt und den Tod des Menschen herbeiführt,… so soll man ihm (dem Arzt) die Hand abschneiden.
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