Dienstag, 1. September 2009, 10:00

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kann Zeugenaussage verweigern gut sein?

Dies ist eine Diskussion zu kann Zeugenaussage verweigern gut sein? innerhalb des Forums Aktuelle juristische Diskussionen und Themen

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  #1 (permalink)  
Alt 12.06.2009, 00:03
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kann Zeugenaussage verweigern gut sein?

zu nem ähnlichen thema hatte ich schonmal eine frage gestellt.

aber mich interessiert jetzt noch was anderes.

macht es überhaupt sinn zeugenaussagen zu verweigern? wenn z.b. offizialdelikte in einem ermittlungsverfahren von amts wegen weiter verfolgt werden. würde derjenige, welche als zeuge vorgeladen wird das unausweichliche nur vor sich her schieben oder bringt es ihm etwas, wird dann möglicherweise doch nicht weiterermittelt wird?
hängt vom zeugen bei solchen ermittlungsverfahren überhaupt etwas ab, oder ist der prinzipiell entbehrlich und egal?
und...ist das wirklich gerecht?

wenn jemand lust hat mir weiter zu helfen...DANKE! lg
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  #2 (permalink)  
Alt 12.06.2009, 00:21
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AW: kann Zeugenaussage verweigern gut sein?

Wenn der Zeuge sich zB.: dabei selber belasten würde, so macht ein Verweigern schon mal für ihn selbst durchaus Sinn..

Nun, es kommt m.E. auf das jeweilige Verfahren an und kann man nicht so pauschal beantworten.

Derjenige, der einen Zeugen benennt, wird sich ebenfalls durch dessen Aussage einen positiven Verfahrensfortgang erhoffen. Somit wären Zeugen also nicht zwangsläufig als entbehrlich oder deren Aussage gar als "egal" zu betrachten.

Manch glaubhafte Zeugenaussage hat eine erhebliche und ggf. unerwartete Wendung in Prozessen herbeigeführt - was wäre daran ungerecht?



Alles ist gut, was der Wahrheitsfindung dient...
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  #3 (permalink)  
Alt 12.06.2009, 00:59
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AW: kann Zeugenaussage verweigern gut sein?

ok. danke!
ja gut, ich glaube ich meine es etwas anders...
also nicht so rum, dass der zeuge sich selbst belasten würde, sondern, dass er als opferzeuge einfach "kein bock" oder einfach scheu und angst hat sich so einer tortur zu unterziehen.
und in meinem angenommenen fall werden ja auch GEGEN den opferwillen ermittlungen aufgenommen, was ich als 1. ungerechtigkeit werten würde und dann hat man auch noch auszusagen und wenn nicht dann spielt es auch keine rolle und es wird trotzdem weitergemacht, das ist für mich das 2. unding.
ich glaube das versteht keiner ... aber ich. und ich kann einfach nicht glauben, dass man dem rechtssystem so ausgeliefert sein kann und als zeuge in dinge verwickelt werden kann, von denen man nichts wissen will!

irgendwie so...
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  #4 (permalink)  
Alt 12.06.2009, 01:13
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AW: kann Zeugenaussage verweigern gut sein?

Hi...

das seh ich ganz anders...als Zeuge erfüllt man m.E. eine WICHTIGE Staatsbürgerpflicht. Wenn aus Angst oder Feigheit Verbrecher ungeschoren davonkommen, kann man doch in keinen Spiegel mehr schaun. Weiterhin ist es doch so (vielleicht grad ausnahmsweise in Ihrem Fall nicht, da Opfer ja auch keine Strafverfolgung will) das JEDER von uns mehr als FROH wäre, wenn er als OPFER einer Straftat auf Tatzeugen etc. zurückgreifen könnte...oder seh ich das falsch ??
Im übrigen wird man Ihre Angst bei Sta und Gericht ernst nehmen und es gibt allemal Möglichkeiten sie zu schützen !!


Gruß

Christian
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  #5 (permalink)  
Alt 12.06.2009, 01:13
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AW: kann Zeugenaussage verweigern gut sein?

Voraussetzung ist erstmal, dass man überhaupt ein Zeugnisverweigerungsrecht hat. Und das steht einem nicht zu, nur weil man "Opferzeuge" ist.
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  #6 (permalink)  
Alt 12.06.2009, 01:21
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AW: kann Zeugenaussage verweigern gut sein?

@ clown und wann steht einem das zu???
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  #7 (permalink)  
Alt 12.06.2009, 01:21
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AW: kann Zeugenaussage verweigern gut sein?

Sie haben recht, ganz kann ich Ihnen nicht folgen...,sorry

Es kann durchaus sein, dass Interesse an weiterer Strafverfolgung besteht. Dies kann mehrere Gründe haben, z.B. um die Bevölkerung vor weiteren Straftaten des mutmasslichen Täters zu schützen. Um diesen Täter dann zu überführen sind z.T. Zeugenaussagen nötig.

Was meinen Sie mit Tortur? Die ggf. peinlichen Fragen eines Anwalts oder ähnliches?
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  #8 (permalink)  
Alt 12.06.2009, 01:25
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AW: kann Zeugenaussage verweigern gut sein?

Zitat:
Zitat von semmel76
Sie haben recht, ganz kann ich Ihnen nicht folgen...,sorry

Es kann durchaus sein, dass Interesse an weiterer Strafverfolgung besteht. Dies kann mehrere Gründe haben, z.B. um die Bevölkerung vor weiteren Straftaten des mutmasslichen Täters zu schützen. Um diesen Täter dann zu überführen sind z.T. Zeugenaussagen nötig.

Was meinen Sie mit Tortur? Die ggf. peinlichen Fragen eines Anwalts oder ähnliches?


Hi...

ich vermute das hier Opfer und Zeuge schlichtweg die Hosen voll haben, weil der "Täter" droht oder einschüchtert....leider ist es ein Rätselraten und deshalb wird man auch keine vernünftigen Aussagen tätigen können...aber grundsätzlich hab ich meine Meinung bereits dazu geschrieben.


Chris
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  #9 (permalink)  
Alt 12.06.2009, 01:32
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AW: kann Zeugenaussage verweigern gut sein?

ok, ok.
dann eben anders!
geht doch einfach davon aus, dass jemand z.b. rein theoretisch jahrelang missbraucht, misshandelt, verletzt...wurde. durch zufall gelangt was an die polizei. ermittlungsverfahren wird aufgenommen, zeuge (einziges opfer) wird vorgeladen um aussage zu machen.
kann sich denn keiner vorstellen, dass der zeuge am liebsten wegrennen würde oder alles tun würde um das verfahren zu stoppen? nein, weil so keiner denkt?! aber der zeuge hat angst wie der täter reagiert, angst vor allen konsequenzen, vor dem ausbreiten des themas in der öffentlichkeit, vor den fragen und dem erzählen müssen bei polizei (möglicherweise gericht)... usw.

keine ahnung, aber
tut mir leid, war vielleicht blöd damit hier her zu kommen!
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  #10 (permalink)  
Alt 12.06.2009, 01:34
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AW: kann Zeugenaussage verweigern gut sein?

@ radiomann1:

Da hast Du wohl recht. Ist schon a bisserl Rätselraten...

War auch von mir nur ein Versuch, dem TE etwas die Furcht vor einer Vernehmung zu nehmen...

Es wird einem bei Gericht sicher nicht der Kopf abgerissen, und schlimmstenfalls wird der Vorsitzende allzu "forsche" Anwälte durchaus in die Schranken weisen....

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