Impressum | Disclaimer | Anmeldung / Login
 


Jetzt hier registrieren

HA StrafR Anfänger

Dies ist eine Diskussion zu HA StrafR Anfänger innerhalb des Forums Aktuelle juristische Diskussionen und Themen

Antwort
 
LinkBack Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht

  #1 (permalink)  
Alt 26.09.2011, 21:36
Boardneuling
 
Registriert seit: Mar 2011
Beiträge: 7
Keine Wertung, Lovells hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Lovells hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Lovells hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Lovells hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Lovells hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Lovells hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Lovells hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Lovells hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Lovells hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Lovells hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhalten  
Post HA StrafR Anfänger

Hallo.

ich sitze gerade an meiner StrafR-HA und bin nun fast fertig.
Allerdings habe ich noch ein kleines Problem mit der Strafbarkeit des C.
Ich habe vorerst die Strafbarkeit wegen §§ 223, 224 , 27 geprüft und diese verneint, aufgrund des fehlenden Vorsatzes zur Haupttat (da C von dieser nicht wissen konnte). Nun bin ich mir unsicher welche Straftatbestände weiterhin für C in Betracht kommen. Hat vielleicht jemand eine Idee?

(A hat sich nach meinen Ergebnissen gem. §§ 223, 224 I Nr.1, 222, 227 strafbar gemacht)


Liebe Grüße,

Lovells


SACHVERHALT:


Der 26-jährige A ist Inhaber einer Bar in Berlin-Charlottenburg. Zu dem insgesamt sehr jungen Stammpublikum gehört auch der B, der dem A sympathisch und – wie A weiß – erst 17 Jahre alt ist. B ist von guter körperlicher Konstitution und trotz seines Alters bereits trinkgewöhnt, da er regelmäßig an den Wochenenden und gelegentlich auch innerhalb der Woche in nicht unerheblichem Maße Alkohol trinkt.
Als B erfährt, dass A im Vorjahr bereits einmal ein Wetttrinken gegen einen Barbesucher veranstaltet und gewonnen hat, fordert er ihn zu einem vergleichbaren Wetttrinken heraus. A ist von dieser Idee zwar nicht angetan. Er sieht jedoch keine Möglichkeit, sich der Herausforderung des B ohne Gesichtsverlust zu entziehen, und stimmt daher zu. Das Wetttrinken soll derjenige verloren haben, der sich zuerst übergeben muss oder keinen weiteren Tequila mehr trinken kann. A erklärt sich bereit, die von beiden für ausreichend erachteten insgesamt vier Flaschen Tequila zur Verfügung zu stellen. Beide verabreden sich für den Abend des nächsten Tages in der Bar des A.
A ist in Sorge, dass er die Wette mit B verlieren könnte, und fürchtet die körperlichen Folgen. Bei dem Wetttrinken im Vorjahr war er nämlich nach etwa 30 Gläsern Tequila selber stark betrunken auf dem Billardtisch eingeschlafen, während sein damaliger Gegner die Nacht im eigenen Urin und Erbrochenen liegend vor den Urinalen der Herrentoilette verbracht hatte. A plant daher, zwei der vier Tequilaflaschen mit Leitungswasser zu füllen, um mit ihrer Hilfe die Wette mit B manipulieren zu können.
Als A die Tequilaflaschen aus dem Lagerraum holen will, stellt er fest, dass kein Tequila mehr vorrätig ist. Er ruft daher seinen langjährigen Getränkelieferanten C an, der ohnehin am nächsten Vormittag Bier liefern soll. A bittet C, ihm zusätzlich zu dem Bier auch noch vier Flaschen Tequila zu liefern. Er, der A, habe für den nächsten Tag ein Wetttrinken mit dem 17-jährigen B verabredet. C erinnert den A daran, dass dieser auf ihn am Tag nach dem Wetttrinken im Vorjahr einen recht angeschlagenen Eindruck gemacht habe. Zudem habe er, der C, gehört, dass B trotz seines jungen Alters als trinkfest gelte. A erwidert daraufhin, dass C sich keine Sorgen um ihn machen müsse. Er, der A, werde entsprechende sichere Vorkehrungen treffen, dass es allenfalls seinem Gegner schlecht gehen werde. C liefert dem A am Vormittag des nächsten Tages wie verabredet das Bier und den Tequila.
Am Nachmittag füllt A wie geplant zwei der Tequilaflaschen mit Leitungswasser. Am Abend führen A und B an einem der hinteren Tische der Bar ihr Wetttrinken durch. Dabei übernimmt A das Einschenken, während B eine Strichliste der konsumierten Getränke führt. A gießt sich plangemäß aus den präparierten Flaschen selbst immer nur Wasser ein und spielt dem B eine zunehmende Alkoholisierung lediglich vor. Dem B hingegen schenkt A aus den beiden anderen Flaschen Tequila mit 38 % Alkoholgehalt ein, so dass B zunehmend betrunken wird. Nachdem jeder der beiden 32 Gläser zu je 0,02 Liter getrunken hat, trinkt A in schneller Folge fünf weitere Gläser mit Wasser aus den präparierten Flaschen. B versucht daraufhin, rasch hintereinander fünf Gläser Tequila zu trinken. Nach dem vierten Glas jedoch kippt sein Kopf auf den Tresen. Obwohl A sofort den Notarzt ruft, verstirbt B infolge des im Übermaß getrunkenen Alkohols an Atemlähmung und einem Herzstillstand.
Mit Zitat antworten


  #2 (permalink)  
Alt 26.09.2011, 23:42
Aktives Mitglied
 
Registriert seit: May 2011
Beiträge: 106
Keine Wertung, *YI* hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, *YI* hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, *YI* hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, *YI* hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, *YI* hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, *YI* hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, *YI* hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, *YI* hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, *YI* hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, *YI* hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhalten  
AW: HA StrafR Anfänger

Servus,

Zitat:
Ich habe vorerst die Strafbarkeit wegen §§ 223, 224 , 27 geprüft und diese verneint, aufgrund des fehlenden Vorsatzes zur Haupttat (da C von dieser nicht wissen konnte).
Die Problematik besteht indes darin, ob eine sozialadäquate Handlung - Lieferung von vier Flaschen Tequila - eine Beihilfe i.S.d. § 27 StGB zu begründen vermag.

Meines Wissens lehnt die Rspr. - anders als die h.L. - die Lehre von der objektiven Zurechnung für solche Fälle ab und will eine Lösung im subjektiven Tatbestand des Gehilfenbeitrags finden.
Dahingehend wird der Beihilfetatbstand nicht bereits dann verneint, wenn der Gehilfe - in Kenntnis seiner Förderungshandlung - den Erfolg der Haupttat als unerwünscht ansieht.

Sie führen nun an, dass C von dieser Haupttat nichts wissen konnte (s.o.). Das sehe ich nicht so:

Zitat:
A erwidert daraufhin, dass C sich keine Sorgen um ihn machen müsse. Er, der A, werde entsprechende sichere Vorkehrungen treffen, dass es allenfalls seinem Gegner schlecht gehen werde.


Zitat:
Nun bin ich mir unsicher welche Straftatbestände weiterhin für C in Betracht kommen. Hat vielleicht jemand eine Idee?

(A hat sich nach meinen Ergebnissen gem. §§ 223, 224 I Nr.1, 222, 227 strafbar gemacht)
Da A sich nach Ihrem Ergebnis aus §§ 223, 224 I, 227 StGB strafbar gemacht hat, kommen Sie bei C um eine Strafbarkeitsprüfung aus §§ 223, 224 I, 227, 27 StGB nicht herum.

LG
Mit Zitat antworten

  #3 (permalink)  
Alt 27.09.2011, 09:18
Boardneuling
 
Registriert seit: Mar 2011
Beiträge: 7
Keine Wertung, Lovells hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Lovells hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Lovells hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Lovells hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Lovells hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Lovells hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Lovells hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Lovells hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Lovells hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Lovells hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhalten  
AW: HA StrafR Anfänger

Hallo.

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Das Problem der "neutralen Handlung" habe ich bereits im subjektiven Tb problematisiert und es führt im Ergebnis ja ebenso zu Verneinung einer Strafbarkeit.


Dass C aufgrund der Aussage des A "Er, der A, werde entsprechende sichere Vorkehrungen treffen, dass es allenfalls seinem Gegner schlecht gehen werde"
von der Haupttat wissen konnte, habe ich deshalb abgelehnt, weil ich denke, dass a damit alles mögliche gemeint haben kann, z.B. dass er vorzeitig die wette beenden werde...?! Den Meinungsstreit darüber, wieviel der Gehilfe von der Tat wissen muss, habe ich dann auch gar nicht erst weiter angeführt, da der Gehilfe nach h.M. zumindest des Unrechtsgehalts bewusst sein muss, und das ist C meiner Meinung nach gar nicht



§§ 227, 27 habe ich bereits in Erwägung gezogen aber das kann ja dann nach der Verneinung von §§ 223, 2224, 27 eher kurz abgehandelt werden, oder?
Mit Zitat antworten

Antwort

Stichworte
hausarbeit, strafrecht

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht


Ähnliche Themen
Thema Forum Letzter Beitrag
StrafR Gr oße Übung WS 08/ 09 Strafrecht - Examensvorbereitung 28.08.2013 12:39
Anmerkung zu StrafR-Fall Strafrecht / Strafprozeßrecht 23.11.2009 21:15
HA StrafR Problem mit Täterschaft Strafrecht - Examensvorbereitung 13.01.2008 18:15
HA StrafR AT, Schwerpunkt? Strafrecht - Examensvorbereitung 18.08.2006 11:23





Lexikon

Gesetze

Newsletter

JuraForum.de bietet Ihnen einen kostenlosen juristischen Newsletter:

© 2003-2013 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.

Sitemap | Kontakt | Datenschutz | AGB | Impressum


Suche: Rechtsanwalt | Steuerberater | Übersetzer

Rechtsanwalt Berlin | Rechtsanwalt Hamburg | Rechtsanwalt München | Rechtsanwalt Köln | Rechtsanwalt Frankfurt


Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch), Copyright ©2000 - 2014, Jelsoft Enterprises Ltd.
"Wiki" powered by VaultWiki v2.5.7, © 2008-2014, Cracked Egg Studios