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Anerkennung eines nicht leiblichen Kindes

Dies ist eine Diskussion zu Anerkennung eines nicht leiblichen Kindes innerhalb des Forums Adoptionsrecht

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Alt 15.11.2008, 00:03
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Anerkennung eines nicht leiblichen Kindes

Hallo zusammen,
mein bester Freund befürchtet, rechtlich nicht richtig gehandelt zu haben.
Folgendes ist passiert:
Mein guter Freund (wir nennen ihn Herrn A), hat einen Migrationshintergrund und ist ca. 7 Jahre in Deutschland. Noch in seinem Heimatland, hatte er Frau A kennengelernt. Frau A besuchte ihn des öfteren in ihren Urlauben. Kurze Zeit später haben sie dort auch geheiratet. Frau A überredete Herrn A, mit nach Deutschland zu komme, da man dort besser leben könnte. Also ging Herr A mit nach Deutschland, und lebte dort mit Frau A zusammen. Beide waren berufstätig und Herr A war auch des öfteren auf Montagen unterwegs. Nach ca. 2 Jahren wurde Frau A schwanger, was sie geschickt vor Herrn A verheimlichte. Herr A war sehr gutgläubig und die wenigen zusätzlichen Kilos störten ihn nicht weiter an ihr. Erst kurz vor der Entbindung, gestand Frau A ihm, dass sie bald ein Kind bekommen würde und dies nicht von ihm wäre. Sie spielte jedoch die Verzweifelte und er versprach ihr, sie zu unterstützen und das Kind als seines anzuerkennen.
Nach der Geburt nannte Frau A, Herrn A als leiblichen Vater des Kindes. Herr A unterschrieb dies. Nach wenigen Tagen, wurde Frau A jedoch des Kindes überdrüssig und wollte es zur Adoption freigeben. Dies gefiel Herrn A natürlich nicht, zumal der eigentlich leibliche Vater, Herr B, mittlerweile wieder Kontakt zu Frau A aufgenommen hatte um sicherzugehen, dass ihm das Kind nicht angehängt würde, da Herr B zu diesem Zeitpunkt noch als Asylberechtigter in Deutschland lebte. Somit hatten Frau A und Herr B beschlossen, das Kind zur Adoption freizugeben. Herrn A blieb nichts weiter übrig, als ihr diesen Wunsch zu erfüllen, und er unterschrieb die Adoptionspapiere, da durch die Hautfarbe des Kindes klar zu erkennen war, dass es nicht das leibliche Kind von Herrn A sein konnte. Kurz nach der Unterschrift reichte Frau A die Scheidung ein und nach deren Rechtskraft, heiratete sie Herrn B. Das Kind ist zur Adoption in eine nette deutsche, kinderlose Familie gekommen.
Herr A lebt noch in Deutschland, mit neuer Freundin (Frau B) und zwei Kindern. Er fragt sich aber trotzdem ständig ob er moralisch und vor allem rechtlich richtig gehandelt hat. Er traut sich nicht sich z.B. an das Jugendamt zu wenden.

Nun die konkrete Frage:
1. Kann es rechtlliche Folgen für Herrn A haben, dass er das Kind als seines anerkannt hat, obwohl er wusste, dass es nicht von ihm ist?
2. Wenn das Kind später zu ihm kommen sollte und seinen Vater kennenlernen möchte, wie soll er sich dann verhalten?
3. Kann er im Nachhinein ohne Folgen der Vaterschaft widersprechen und Herrn B als Vater benennen?
4. Kann er durch die Anerkennung der Vaterschaft seinen Aufenthaltstitel (unberfistet) verlieren?

Noch als kurze Info, Frau A und Herr B leben noch immer, kinderlos, zusammen, jedoch in einer weiter entfernten Stadt.
Könnt ihr meinem Freund Herrn A weiterhelfen und ihm seine Angst nehmen?
Danke schon mal im Voraus
Tasso
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