13.05.2011, 14:55 | Familie & Erben | 0 Kommentare |
Eine Scheidung ist ein einschneidendes Ereignis im Leben jedes Menschen, das oft lebenslang nachwirkende seelische Wunden schlägt.
Zwischen der rationalen Feststellung, dass eine Beziehung nicht mehr zu retten ist, und dem Durchziehen einer für alle Beteiligten verträglichen Scheidung liegen oft ganze Welten. Abgesehen von den einzuleitenden rechtlichen Schritten spielt auch der emotionale Umgang mit einer Scheidung eine große Rolle dabei, wie viel Schaden durch eine Trennung angerichtet wird.
Besonders schlimm ist es, wenn die sich trennenden Eheleute sich nicht einig sind, ob eine Fortführung oder das Ende der Partnerschaft eine sinnvolle Maßnahme ist. Da ist emotional klar derjenige im Vorteil, der sich bewusst zu diesem Schritt entschlossen hat. Er oder sie konnte sich auch emotional auf diesen Punkt hin vorbereiten. Viele mit einem Scheidungsanliegen des anderen konfrontierten Ehegatten haben gar nicht bewusst wahrgenommen, dass es Probleme gibt und werden von den Ereignissen überrollt. Das gilt vor allem für den Fall, dass der bewusst ausscheidende Ehegatte jemanden kennen gelernt hat und zu Gunsten einer daraus erwachsenden Partnerschaft die Ehe beenden möchte.
Hier ist bei einer Scheidung, so schwer das auch fallen mag, eine umfassende sachliche und ehrliche Aussprache notwendig, um dem zurückbleibenden Partner auch die Chance zu lassen, sich mit der Situation abfinden zu können. Hat man nicht den Mut, dieses klärende Gespräch allein zu führen, kann man sich die Unterstützung von professionellen Eheberatern holen oder gute Freunde als Moderatoren dazu bitten. Natürlich sollten die wissen, was auf sie zukommt und sich entsprechend darauf vorbereiten können.
Ganz wichtig ist es, weder Familienangehörige noch Freunde bei einer Scheidung als Schiedsrichter missbrauchen zu wollen. Das führt meistens dazu, dass sie sich von beiden Betroffenen distanzieren, obwohl die genau in dieser Situation die größte Unterstützung bräuchten. Da ist es besser, mit ihnen ganz konkret abzusprechen, dass man darauf achten sollte, die beiden ehemaligen Partner möglichst nicht gemeinsam zu Feiern oder anderen Treffen einzuladen. Dem sozialen Umfeld als stabilisierender Faktor kommt auch eine große Bedeutung zu, wenn minderjährige Kinder durch die Scheidung mit betroffen sind. Hier finden sie oft die Zuwendung, die die Eltern bei der Trennung nicht zu geben in der Lage sind.
Unser Tipp falls es doch zu Gericht gehen muss: Anwalt Scheidung
Quelle: Juraforum.de
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