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Scheidungsanwalt in der Regel zwingend erforderlich

13.05.2011, 14:58 | Familie & Erben | Jetzt kommentieren


Ohne Scheidungsanwalt kann in Deutschland in der Regel keine Ehe rechtskräftig geschieden werden, weil der Gesetzgeber für diesen Fall einen Anwaltszwang verhängt hat. Eine Ausnahme bildet hierbei nur die sog. einvernehmliche Scheidung, aber auch hier empfiehlt es sich unbedingt zumindest einen Scheindungsanwalt vorab zu Rate zu ziehen.

Der in Deutschland übliche Zwang, sich einen Scheidungsanwalt nehmen zu müssen, hat durchaus praktische und nachvollziehbare Gründe. Im Rahmen einer Scheidung sind sehr viele Fragen zu klären, die ein umfangreiches juristisches Wissen erfordern. Eine der wichtigsten Punkte ist das Verbleiben der Kinder und deren Lebensunterhalt. Dort gibt es zwar grundsätzliche Bestimmungen, aber auch die Düsseldorfer Tabelle lässt viele Fragen offen, die nur ein Scheidungsanwalt mit seiner Fachkenntnis und dem Wissen um die höchstrichterliche Rechtssprechung klären kann. Auch bei den anderen vermögensrechtlichen Ansprüchen zwischen den ehemaligen Eheleuten sind einige Dinge zu beachten. So dürfte der Laie schon Probleme haben, den von den Rentenkassen zu erstellenden Versorgungsausgleich zu interpretieren.

Ein Scheidungsanwalt geht tagtäglich damit um und hat in wenigen Minuten die wichtigsten Fakten herausgepickt und aufgerechnet. So mancher scheidungswillige Mensch hofft darauf, den gesamten bürokratischen Hürden durch eine Online Scheidung entgehen zu können. Doch diese Hoffnung ist unbegründet. Auch dort muss ein Scheidungsanwalt seine Rechte vertreten.

Nur die Beantragung der Scheidung und der Kontakt mit dem beauftragten Anwalt finden online statt. Für einen Rechtanwalt fallen immer auch Kosten an, die sich nach der RVG richten. Das ist die in Deutschland verbindliche Gebührenordnung für Anwälte und Notare. Zusätzlich werden Gerichtskosten erhoben, die man üblicherweise schon bei der Klageeinreichung bezahlen muss. Als Grundlage für deren Berechnung wird der Streitwert herangezogen.

Wer das Sorgerechtsverfahren von der eigentlichen Scheidung abgekoppelt, werden die Gerichtsgebühren einkommensabhängig erhoben, weil man als Streitwert den jeweils zu entrichtenden Barunterhalt für einen bestimmten Zeitraum ansetzt. Bei vielen Rechtsschutzversicherungen wird die Scheidung aus den vertraglichen Leistungen ausgeschlossen. Deshalb kommt man oft um einen Antrag auf Prozesskostenhilfe nicht herum, der vom zuständigen Amtsgericht entschieden werden muss.

Unser Tipp falls es doch zu Gericht gehen muss: Anwalt Scheidung

Quelle: Juraforum.de


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