JuraForum.de > Nachrichten > Arbeitsrecht > INQA-Thema: Führungskräfte sind häufig Mobbing-Täter oder Mobbing-Mittäter
Beitrag Nr. 199221 vom 11.04.2011
Jeder Mitarbeiter kann zum Mobbing-Opfer werden. Am stärksten betroffen sind allerdings die Arbeitnehmer-Gruppen unter 25 Jahren wie die über 55 Jahren. Die Personalabteilungen sollten sich des Themas annehmen und die betrieblichen Akteure entsprechend sensibilisieren und schulen. Das schlägt die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) vor.
Mobbing kann weit reichende Konsequenzen für die Opfer wie für die Unternehmen haben. Der Mobbing-Report der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat gezeigt, dass Krankheit oft die Folge von Gerüchten, ungerechtfertigter Kritik oder ständigen Sticheleien ist. Ein Fünftel der Mobbing-Opfer ist nach diesem Report sogar dauerhaft krank geworden.
Mobbing ist längst kein Einzelfall-Problem mehr, sondern ein betriebliches und gesellschaftliches Problem. In den Unternehmen sollten die Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass Mobbing-Fälle vermindert werden, konstatiert die BAuA in dem Report. Dazu gehört beispielsweise das Schaffen klarer Strukturen, führungsbereite Vorgesetzte oder das Festlegen von Aufgaben und Verantwortlichkeiten.
In mehr als der Hälfte aller erfassten Mobbing-Fälle hat sich die Führungskraft übrigens an Mobbing-Handlungen zumindest beteiligt.
Gut zu wissen für Personaler: Prävention tut not. Die INQA stellt auf ihren Webseiten den Mobbing-Report zum Download zur Verfügung, auch hat sie Beratungsangebote für Mobbing-Betroffene zusammengestellt.
Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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