JuraForum.de > Nachrichten > Arbeitsrecht > Bonner Forschungsarbeit: Die Erinnerung hat (auch im Beruf) einen Rhythmus
Beitrag Nr. 175226 vom 15.02.2010
Mitarbeiter erinnern sich meist recht gut an das letzte Beurteilungsgespräch, sind doch dessen Inhalte im Langzeitgedächtnis abgelegt. Die Telefonnummer, die sie dagegen nachschlagen, vor sich hinmurmeln und eintippen, haben sie freilich kurz drauf wieder vergessen. Warum das so ist, hängt mit den Aktivitäten im Gehirn zusammen.
Telefonnummern werden im Kurzzeitgedächtnis gespeichert. Wissenschaftler der Universität Bonn und der Fachhochschule Koblenz haben nun herausgefunden, dass die Vorgänge im Kurzzeitgedächtnis von einer Art Metronom koordiniert werden.
Kurzfristig merkt sich das menschliche Gehirn im Kurzzeitgedächtnis durchaus eine lange Telefonnummer, aber Minuten später ist jede Erinnerung daran verloschen.
In einem Experiment, in dem die Forscher die Hirnströme der Probanden aufgezeichnet haben, hat sich gezeigt, dass sich im Hippocampus die elektrische Aktivität zyklisch ändert. Wird das Kurzzeitgedächtnis aktiv, geht es im Hippocampus langsamer zu.
Mehr über die Forschungsergebnisse, die in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht worden sind, kann im Internet auf Mausklick gelesen werden.
Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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